Beatrix Winter erobert Rastenberger Rathaus im Sturm

Rastenberg  Bei hoher Wahlbeteiligung in Kernstadt und Bachra, Roldisleben, Schafau und Rothenberga unterliegt bisheriger Amtsinhaber Uwe Schäfer klar

Beatrix Winter von der Wählergemeinschaft Gemeinsam für Rastenberg zieht mit überwältigender Zustimmung ins Rathaus ein.

Beatrix Winter von der Wählergemeinschaft Gemeinsam für Rastenberg zieht mit überwältigender Zustimmung ins Rathaus ein.

Foto: Armin Burghardt

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Anders als einen Erdrutschsieg für Herausforderin Beatrix Winter (Wählergemeinschaft Gemeinsam für Rastenberg) kann man nicht nennen, was sich gestern in Rastenberg und seinen Ortsteilen ereignete – und das begleitet von einer erstaunlich hohen Wahlbeteiligung.

Als 4 Sekunden vor Ultimo (18 Uhr) der Stimmzettel einer jungen Frau durch den Wahlurnen-Schlitz im Rastenberger Bürgerhaus glitt, rechnete Wahlvorstand Jens Nürnberger mit einer Wahlbeteiligung von um die 70 Prozent. Auch gut zwei Drittel der erstmals wahlberechtigten 16- und 17-Jährigen machten dort von ihrem Stimmrecht Gebrauch.

In Rastenberg, Bachra, Roldisleben, Rothenberga und Schafau war klar, dass alles gestern Abend geklärt sein würde. Eine klassische Wahl. Zwei Bewerber. Entweder oder. Die (Herausforderin Beatrix Winter) oder der (Amtsinhaber Uwe Schäfer). Keine Stichwahl, keine Verlängerung.

Die Wechselwilligkeit, durch das Auftauchen und Sich-Formieren der Wählergemeinschaft im November ins Licht gerückt und durch die – anfängliche Aussagen korrigierende – Nominierung einer eigenen Bürgermeisterkandidatin unterstrichen, hielt schon im Vorfeld die Spannung hoch. Das deutete an, dass dem seit 12 Jahren amtierenden ehrenamtlichen Bürgermeister Uwe Schäfer (FDP) u.a. sein von vielen als zu zögerlich oder gar bremsend empfundenes Wirken in Sachen Gemeindegebietsreform (Landgemeinde Buttstädt) auf die Füße fallen könnte. Der öffentlich ausgetragene Zwist darum und die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft ließen Beatrix Winter schon am Vortag beim Arbeitseinsatz im Waldbad optimistisch sein. „Ich habe ein gutes Gefühl“, sagte sie. Es hat nicht getrogen.

Als der klare Sieg dann feststand, seien bei ihr auch ein paar Tränen geflossen, sagt sie.

Sie verstehe das klare Mandat auch als Auftrag, der nun die Messlatte noch höher lege. „Es spricht für die Erwartungshaltung der Leute – dabei habe ich doch im Wahlkampf wirklich nichts versprochen!“

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