Gefahrgutzug erhält neues Fahrzeug

Sömmerda.  Der Kreistag beschloss eine überplanmäßige Ausgabe. Der Gefahrgutzug braucht einen neuen Messwagen.

Großübung am Samstag (23. November) des Gefahrgutzuges des Landkreises im Gewerbegebiet Sömmerda.

Großübung am Samstag (23. November) des Gefahrgutzuges des Landkreises im Gewerbegebiet Sömmerda.

Foto: Landratsamt

Wenn der Gefahrgutzug des Landkreises in naher Zukunft wieder zu einer Übung – lieber zu einer solchen als zu einem Ernstfall – ausrücken sollte, dann wird auch ein neuer Messwagen anrollen. Letztmalig hatte eine solche Übung vor einer Woche, am Samstagmorgen (23. November), Aufmerksamkeit geweckt. Rund 100 Feuerwehrleute waren mit der erforderlichen Technik bei einem simulierten Unfall eines Gefahrgut-Lkw mit verletzter Person im Sömmerdaer Gewerbegebiet Am Unterwege angerückt. Beteiligt waren Feuerwehrleute aus Sömmerda, Frohndorf, Leubingen, Straußfurt, Weißensee, Elxleben, Kindelbrück, Großrudestedt und Kölleda sowie die vom Deutschen Roten Kreuz gestellte Betreuungseinheit des Landkreises (unsere Zeitung berichtete).

Einstimmiger Beschluss

Die Beschaffung des neuen „Gerätewagens Messtechnik“ hatte der Sömmerdaer Kreistag erst am Mittwoch zuvor (20. November) beschlossen. Die Kreisräte folgten dem zuvor bereits einstimmigen Votum des Kreisausschusses in ebenfalls einmütiger Billigung.

Der Landkreis ist Aufgabenträger für den überörtlichen Brandschutz und die überörtliche Allgemeine Hilfe sowie den Katastrophenschutz. Die einschlägigen Thüringer Gesetze und Verordnungen schreiben vor, dass jeder Landkreis einen Gerätewagen Messtechnik als Teil des Gefahrgutzuges vorzuhalten hat. Den Vorschriften folgend hat auch der Landkreis bereits ein solches Fahrzeug. Stationiert ist es bei der Stützpunktfeuerwehr Sömmerda. Das Bestandsfahrzeug ist jedoch veraltet. Es ist nach alter Norm von 1994 ausgestattet.

Fahrzeug deutlich teurer

Allein stemmen muss der Landkreis die Neubeschaffung nicht. Ein Zuwendungsbescheid des Landes vom April 2019 liegt vor, wurden die Kreisräte informiert. Allerdings hatte der Landkreis in seinem Haushalt für den neuen Messwagen lediglich 210.000 Euro eingestellt, während die öffentliche Ausschreibung ein Angebot von 308.447 Euro zum Ergebnis hatte. Trotz der Mehraufwendungen sei die Neubeschaffung „unabweisbar“ heißt es in der Beschlussempfehlung. Auch erscheine das Angebot aus Sicht des Sachgebiets Brand- und Katastrophenschutz als wirtschaftlich, wie auch Qualität und Liefertermin überzeugten. Die überplanmäßigen Ausgaben von 98.447 Euro werden aus einer anderen Haushaltsstelle entnommen. Dort geplante und finanziell untersetzte Maßnahmen seien 2019 nicht realisierbar.

Der Auftrag zur Lieferung geht an eine Ilmenauer Spezialfirma.

Auch der neue Gerätewagen Messtechnik wird bei der Stützpunktfeuerwehr Sömmerda stationiert sein.

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