Neue Debatte über Alkoholverbot

Sondershausen.  Unglücksfall am Schloss lässt Debatte um Alkoholverbot in Sondershausen Innenstadt wieder aufkommen.

Ein Schild weist eine Alkoholverbotszone aus, allerdings nicht in Sondershausen, sondern in Kassel.

Ein Schild weist eine Alkoholverbotszone aus, allerdings nicht in Sondershausen, sondern in Kassel.

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Einen weiteren Versuch, in Sondershausens Innenstadt eine Alkoholverbotszone einzurichten, will die Stadt unternehmen. Im Hauptausschuss wurde die Verwaltung aufgefordert, noch einmal das Gespräch mit der Kommunalaufsicht zu suchen. Anlass war der tödliche Unfall eines 18-Jährigen, der in der vergangenen Woche von der Schlossmauer stürzte und dabei nach Angaben der Polizei unter Alkoholeinfluss gestanden haben soll.

Gerade an der Wassertreppe, aber auch an anderen Stellen rund ums Schlossgelände würden Jugendliche sich treffen, um Alkohol zu konsumieren, sagte Tobias Schneegans, Vorsitzender der Fraktion der Volkssolidarität. Die Mauer zum Orangerieparkplatz oder über der Alten Wache wären beliebte Treffpunkte und bergen die Gefahr abzustürzen. Auch Hartmut Thiele, CDU-Fraktionschef, mahnte, anlässlich des tragischen Unglücks, das Alkoholverbot durchzusetzen.

Die Kommunalaufsicht hatte eine Verbotszone abgelehnt, weil die Stadt keine ausreichende Zahl an alkoholbedingten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten in der Innenstadt nachweisen konnte. Die bloße Vermutung, dass etwas passieren könnte, reiche nicht aus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren