Toilettenhäuschen am Busbahnhof in Sondershausen verschwindet

Sondershausen  Ersatz für die öffentliche Bedürfnisanstalt wird es in Sondershausen nicht geben. Die Stadtverwaltung verweist auf andere Einrichtungen in der Innenstadt.

Mit dem Bagger wird seit Montag die Toilettenanlage am Busbahnhof in Sondershausen abgerissen. 

Mit dem Bagger wird seit Montag die Toilettenanlage am Busbahnhof in Sondershausen abgerissen. 

Foto: Henning Most

Geschlossen war das Toilettenhäuschen am Rande des Sondershäuser Busbahnhofs seit Längerem. Seit Montag wird die Anlage nun abgerissen. Ersatz werde es auch nicht geben, erklärt Bürgermeister Steffen Grimm (pl) auf TA-Nachfrage.

Eine Sanierung hätte die Stadt mehrere 10.000 Euro gekostet, Ein Neubau gar 120.000 Euro, erklärt Grimm. Das Geld dafür sei nicht vorhanden. Eine öffentliche Toilette in diesem Bereich sei auch nicht notwendig.

Fahrgäste der Busse können die Toilette der Regionalbus GmbH benutzen. Dies habe man in Gesprächen mit dem Unternehmen geklärt, berichtet Grimm. Alle anderen, die in der Innenstadt von Sondershausen ein dringendes Geschäft zu erledigen haben, verweist der Bürgermeister auf die Galerie am Schlossberg, die liege nicht weit entfernt. Zudem gebe es am Parkplatz am Schwan neben dem Marktplatz eine weitere öffentliche Toilette, und diese sei nach wie vor funktionstüchtig.

Die geschlossene Toilettenanlage am Busbahnhof gab immer wieder Anlass zu Beschwerden, sei es von Fahrgästen oder Senioren. Der Seniorenbeirat der Stadt listete die nicht nutzbaren Toiletten schon 2018 auf der Mängelliste auf, die man dem frisch vereidigten Bürgermeister in seiner ersten Ratssitzung übergab. Anwohner berichteten über missbräuchlich abgehaltene Toilettengänge in Grünstreifen und Hauseingängen.

Das Toilettenhäuschen am Busbahnhof war in den vergangenen Jahren häufiger Ziel von Randalierern. Die Kassenanlage war mehrfach aufgebrochen worden und am Ende so zerstört gewesen, dass eine neue hätte eingebaut werden müssen, hatte das Bauamt zuletzt im Februar dieses Jahres erklärt. Geld dafür sei aber nicht vorhanden, hatte es geheißen. Von der Suche nach einer dauerhaften Lösung war die Rede: Man könne nicht immer wieder die Toiletten herrichten und Automaten reparieren, wenn sie anschließend wieder zerstört würden.

Eine dauerhafte Lösung ist mit dem Abriss nun gefunden.

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