Walzer bis Pop beim Wieher Opernball

Wiehe  Traditionell mit dem Show- und Tanzorchester Franz‘L. aus Weimar, Buffet und jungem Showtanzpaar

Die Tanzfläche füllte sich sehr schnell.

Die Tanzfläche füllte sich sehr schnell.

Foto: Ingolf Gläser

Das Tanzbein auf dem Parkett schwingen – beim langsamen Walzer, Wiener Walzer, Tango, Foxtrott oder Cha-Cha-Cha. Beim Wieher Opernball ist eine gute Gelegenheit dazu. Die Veranstaltung, zu welcher der Förderverein Schloss Wiehe einlädt, fand am Samstagabend im Festsaal des Stadtparkes zum 14. Mal statt. Zum 13. Mal sorgte das Show- und Tanzorchester Franz‘L. aus Weimar für die musikalische Umrahmung. Solisten waren Jorita Solf und Heiko Mauchel.

„Das 13. Mal, das ist für uns Künstler ein gutes Omen. Wir werden immer wieder nach Wiehe eingeladen. Das zeigt doch, dass wir mit unserer Musik das bieten, was das Publikum mag“, sagte Orchesterleiter Steffen Wolf, der auch Gründer des Ensembles ist. „Wir spielen bei solchen Bällen alles, was tanzbar ist, von Musik der 20er- bis 80er-Jahre. Das Angebot ist also breit gefächert, da ist für jeden etwas dabei“, betonte er und verteilte Komplimente: „Das Ambiente hier in Wiehe ist wunderschön, es ist ein tolles Publikum.“

Apropos Publikum. Das kam nicht nur aus der Kyffhäuserregion, sondern bis aus Erfurt und Jena, wie Dagmar Dittmer sagte. Sie ist seit einem Jahr die Vorsitzende des Fördervereins Schloss Wiehe. „120 Besucher, das ist okay, da ist Platz zum Tanzen und es gibt eine angenehme Atmosphäre“, sagte sie. Der Eventservice „Kleine Kneipe“ Artern hatte nicht nur für eine ansprechende Dekoration des Opernballes in den Farben Creme und Bordeaux gesorgt, sondern auch für das Buffet – da hat man einen Partner – und für die Getränke. Und so konnten sich die Gäste, bevor sie das Tanzbein auf dem Saalparkett so richtig schwingen konnten, kulinarisch stärken. Es gab Ochsenschwanz­suppe, Würzfleisch, Wild, Fisch, Lamm, Salate, kalte Platte bis hin zum Tiramisu.

Kaum hatte Dagmar Dittmer all denen gedankt, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung des Wieher Opernballes einbrachten, und den Ball offiziell mit netten Worten eröffnet, eröffnete sie mit Frank Bigeschke den Tanzabend. Und sofort gesellten sich zahlreiche Paare auf der Tanzfläche dazu. Man braucht in Wiehe keine lange Aufwärmphase.

In der Zeit, in der sich das Orchester mit den beiden Sängern eine Pause gönnte, standen junge Leute auf dem Parkett. Die Showtänzer Verena und Max zeigten einen Auszug aus ihrem Repertoire und wurden mit viel Beifall bedacht. Es war nicht ihr erster Auftritt in Wiehe.

Für den Veranstalter, den Förderverein Schloss Wiehe, gibt es im Jahr, wie Dagmar Dittmer sagte, drei Veranstaltungen: das Schlossfest für Alt und Jung am Tag des offenen Denkmals, das immer sehr gut angenommen wird, die Veranstaltungsreihe „Geisterstunde“, wo es um geistig anspruchsvolle Themen aus den Bereichen Wissenschaft und Literatur geht, sowie den Opernball. Der Verein hat um die 70 Mitglieder im Alter zwischen 40 und über 80 Jahren, sie kommen nicht nur aus Wiehe und der Region, sondern auch aus anderen Bundesländern.

„Was das Schlossfest anbelangt, so gibt es die Idee, mit dem Verein ‚LandLab Schloss Wiehe‘ und der Fachhochschule Erfurt im kommenden Jahr etwas gemeinsam zu machen. Wir als Förderverein wollen als nächstes Projekt uns dem Hochzeitszimmer im Schloss widmen, bitten um Spenden. Der Fußboden ist eine Betonfläche, er soll Holzdielen bekommen.“

Der Name ist Programm. Der Förderverein unterstützt die Stadt Roßleben-Wiehe bei der Erhaltung des Schlosses. Es gibt eine Arbeitsgruppe, die sich etwa alle sechs Wochen trifft, dazu gehören Landesamt für Denkmalpflege, untere Denkmalschutzbehörde, Stadtplanerin, Architekt, Fachhochschule Erfurt, die Stadt und der Förderverein. „Das ist wirklich eine gute Sache“, betont Dagmar Dittmer. Es gebe derzeit Sanierungsarbeiten im Eingangsbereich des Schlosses, als nächstes wolle man sich den Brandschutztüren sowie der Restaurierung des maurischen Zimmers im Schloss widmen. Dafür wurden, wie sie sagte, Fördermittel beantragt. Es geht nur in Etappen.

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