Weimarer Land: Eine Woche Nadelöhr in der Zweiburgenstadt

Kranichfeld  Umleitung für den zweiten Abschnitt der Bundesstraßen-Sanierung im Ort führt über den engen Mühlweg

Zu den Stoßzeiten bilden sich, wie hier an der Ilmbrücke am Markt, längere Autoschlangen.

Zu den Stoßzeiten bilden sich, wie hier an der Ilmbrücke am Markt, längere Autoschlangen.

Foto: Bernd Rödger

Halbzeit in der wohl heikelsten Woche in der Sanierung der Kranichfelder Ortsdurchfahrt: Im zweiten Abschnitt lässt das Landesamt für Bau und Verkehr seit Montag die Oberfläche der B87 (Alexanderstraße) zwischen dem Markt und der Einmündung des Auenweges unter Vollsperrung erneuern. Die Umleitung führt über den engen Mühlweg auf der östlichen Seite der Ilm, einspurig und im Takt einer Wechselampel.

Insbesondere zu den Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag müssen die Autofahrer hier Geduld mitbringen und mehr Zeit einplanen. „Ich habe mir gleich am Montag in der Rush-Hour mal einen Eindruck vor Ort verschafft“, so der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld, Fred Menge. „Zum Großteil sind die Autofahrer sehr vernünftig. Dass manche sich über die zu kurzen Grünphasen beschweren, halte ich für unangebracht: Sechs bis sieben Autos kommen jedes Mal durch.“

Menge erinnert an die letzte grundhafte Sanierung der Bundesstraße in den 90er-Jahren: „Damals ging das über Monate, weil auch gleich der Kanal mit gebaut wurde. Eine Woche wie jetzt ist doch schnell überstanden.“ Dass diese schmale Umleitungsstrecke problematisch werden würde, habe man dennoch schon im Vorfeld gewusst: „Leider ist auf der anderen Seite der Bundesstraße keine Umleitung möglich, und die Topographie von Kranichfeld können wir nun mal nicht ändern: links und rechts Berge, in der Mitte die Bundesstraße.“

In der nächsten Woche soll der dritte Abschnitt beginnen, von der Einmündung der Auenstraße bis zur Kreuzung Neue Straße. Die Umleitung dafür ist zwar weniger schmal. Es werde aber, so Menge, wiederum nicht ohne Wechselampel-Regelung ablaufen können. Die war auch beim ersten Abschnitt zwischen südlichem Ortseingang und dem Markt unverzichtbar – die Autofahrer wurden hier über Mohrenthaler und Rittersdorfer Straße geführt. „Hoffen wir, dass das Wetter hält“, so der Verwaltungschef. „Bisher ist die Baufirma planmäßig und gut vorangekommen.“ br/mg