Landeplatz wieder auf Weimarer Klinik

Weimar  Der Hubschrauberlandeplatz auf dem Klinikum wurde nach aktuellen Anforderungen erneuert

Sie begrüßen die Freigabe des Landeplatzes: Jens Reichel (leitender Notarzt), Geschäftsführer Tomas Kallenbach und der Pilot von „Christoph 70“.

Sie begrüßen die Freigabe des Landeplatzes: Jens Reichel (leitender Notarzt), Geschäftsführer Tomas Kallenbach und der Pilot von „Christoph 70“.

Foto: Doreen Fritsch-Päsel

Zwei Jahre lang sorgten sie immer wieder mal für Aufsehen: Rettungshubschrauber und Notarzt-Zubringer, die auf der Wiese vis-à-vis vom Klinikum, zwischen Lyonel-Feininger- und Marianne-Brandt-Straße landeten. Ab 2017 waren es die Bauarbeiten für die neue geriatrische Abteilung am Klinikum, die das Landen auf dem Klinik-Dach verhinderten. Zuletzt wurde der Landeplatz selbst ertüchtigt. Jetzt ist er durch das Thüringer Landesverwaltungsamt wieder für den Betrieb freigegeben worden.

20 mal 20 Meter misst der Hubschrauber-Landeplatz. Ein weiß gerahmtes rotes Kreuz mit einem großen weißen „H“ macht ihn aus der Luft gut erkennbar. „Piloten landen lieber auf dem Dach, da es dort weniger Umgebungshindernisse gibt“, weiß Dr. Jens Reichel, der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes in Weimar.

Schwer verletzte Patienten profitieren am Weimarer Klinikum zudem von kurzen Wegen, betont Reichel. Denn vom Landepunkt sind es nur wenige Meter bis zu einem Fahrstuhl ins Klinikgebäude. Er führt vom Dach direkt in den OP-Bereich oder in die Notaufnahme.

Das Areal auf dem Dach des Klinikums wurde dafür nach den neuesten EU-Vorgaben umgebaut. Dabei waren zahlreiche präventive Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. So wurden zwei hochmoderne Löschmonitore installiert, die bei einem Brand automatisch oder manuell bedient werden können. Das Abwasser fließt vom Landeplatz durch eine neu errichtete Abscheideranlage. Dank der hochmodernen Landeplatz-Beleuchtungsanlage können die Piloten das Klinikum zudem auch problemlos bei Nacht anfliegen.

„Die meisten unserer Patienten werden mit dem Rettungswagen ins Klinikum eingeliefert. Doch uns ist es natürlich auch wichtig, schwer verletzte Patienten zu versorgen, die mit dem Helikopter transportiert werden müssen“, begründet Klinik-Geschäftsführer Tomas Kallenbach den Sanierungsaufwand. „Nicht zuletzt sollen auch unsere Notärzte schnell und unkompliziert von hier zu einem Einsatz gelangen können.“

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