„So schnell wir möglich die Klasse halten“

Apolda  Interview der Woche mit dem neuen Trainer der Oberliga-Handballer des HSV Apolda, dem Jenaer Robert Flämmich (39)

Robert Flämmich, Trainer beim HSV Apolda.

Robert Flämmich, Trainer beim HSV Apolda.

Foto: Matthias Seidel

Hart arbeiten die Oberliga-Handballer des HSV Apolda derzeit in der Vorbereitung. Beim Turnier in Stadtoldendorf am Wochenende wurden sie Vierter. Ende August geht die Saison los. Wir sprachen mit dem neuen Trainer Robert Flämmich, der aus Jena stammt, über die vergangenen Wochen, welche Ziele er sich mit der Mannschaft gesetzt hat und das Turnier in Stadtoldendorf.

Seit 1. Juli sind Sie der Chef auf der Bank. Macht es Spaß beim HSV?

Ja auf jeden Fall. Es gibt viele interessante Charaktere in der Mannschaft, alle ziehen im Training gut mit.

Wie läuft die Vorbereitung generell?

Nun ja, wir haben erst vergangene Woche mit ballspezifischen Sachen begonnen. Davor haben die Männer im athletischen Bereich sehr gut gearbeitet. Aber es gibt natürlich noch einige Baustellen?

Die da wären?

Wir befinden uns in einer Art Umbruch. Erfahrene Spieler sind gegangen, die neuen Akteure müssen wir integrieren. Vor allem in der Abwehr will ich ein paar alternative Systeme einführen. Das braucht natürlich Zeit.

Patrik Pristas, Alvaro Rajic, Christian Zander und Micki Schwarz sind die Neuzugänge. Wir machen sie sich?

Patrik ist auf jeden Fall eine Erscheinung und kann uns sofort helfen. Das gilt auch für Alvaro, bei dem man gleich sieht, dass er eine gute Ausbildung genossen hat. Christian zeigt vor allem Potenzial in der Abwehr und mit Micki Schwarz haben wir einen jungen Spieler, den wir heranführen wollen. Dies soll auch in Zukunft der Weg sein.

Welche Ziele haben sie sich gesetzt?

Es wäre vermessen, wenn wir sagen, dass wir oben mitspielen. Den Umbruch habe ich schon erwähnt und deswegen wollen wir erst mal nur so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen.

Wir schätzen Sie die Liga denn ein?

Sie ist wir schon in den Vorjahren sehr homogen. Es gibt vielleicht ein oder zwei Teams, die es sehr schwer haben werden beziehungsweise die um den Titel mitspielen. Dazwischen ist alles offen.

Wie lief das Turnier in Stadtoldendorf?

Wir hatten ja kaum was mit dem Ball gemacht, deswegen habe ich der Mannschaft klar gemacht, dass das Ergebnis nicht so wichtig ist. Es war ein sehr enges Turnier. Letztlich sind wir Vierter geworden, hätten mit einem Punkt mehr aber sogar Erster oder Zweiter werden können. Für den Anfang war das ok.

Gibt es noch weitere Testspiele?

Samstag spielen wir gegen Pirna und das Wochenende drauf sind wir beim Turnier in Hermsdorf. Dann geht ja schon die Liga los.

In Bad Blankenburg?!

Das wird gleich ein richtig harter Brocken. Einen Tag später ist Pokal in Zella-Mehlis. Da schauen wir mal, wie das erste Wochenende läuft. Es geht gleich zur Sache, genauso wie wir da brauchen.

Zuletzt haben Sie in Chemnitz eine Frauenmannschaft trainiert. Worin besteht eigentlich der größte Unterschied zwischen Männern und Frauen?

(lacht) Männer kann man schon ein wenig stringenter trainieren. Die brauchen klare Ansagen. Bei den Frauen spielt der psychologische Faktor eine größere Rolle. Auf persönliche Befindlichkeiten muss man ein wenig anders eingehen. Aber beides macht Spaß.

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.