Trockene Ilm schafft es ins Hetschburger Weihnachtsmärchen

Hetschburg.  In Hetschburg steigt die Vorfreude auf das diesjährige Weihnachtsmärchen: Samstag ist Premiere von „Schneeweißchen und Rosenrot“ im Gasthaus-Saal.

Liebevoll gestaltete Kostüme, Requisiten und Kulissen gehören beim Hetschburger Weihnachtsmärchen (hier ein Motiv von 2018) dazu.

Liebevoll gestaltete Kostüme, Requisiten und Kulissen gehören beim Hetschburger Weihnachtsmärchen (hier ein Motiv von 2018) dazu.

Foto: Jens Lehnert

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Ein bisschen Herzklopfen wird auch diesmal bleiben: „Wir hatten noch keine einzige Probe, bei der tatsächlich alle da waren“, sagt Isabell Cigan. Die Pädagogin und Ehefrau des ortsansässigen Gastwirts trägt auch in diesem Jahr als Autorin und Regisseurin die Hauptverantwortung für das traditionelle Hetschburger Weihnachtsmärchen. „Schneeweißchen und Rosenrot“, einen Klassiker der Gebrüder Grimm, hat sie diesmal ausgewählt. Am Samstag, 7. Dezember, steigt um 9.30 Uhr die Generalprobe im Saal der Gaststätte „Zum Lindenbaum“, dann wird es 14.30 Uhr mit der ersten Vorstellung ernst. Der folgen drei weitere am Sonntag sowie am Wochenende 14./15. Dezember, immer zur gleichen Uhrzeit. Wie immer ist der Eintritt frei, sind Platzreservierungen nicht möglich – es hilft nur rechtzeitiges Erscheinen.

25 Darsteller stehen diesmal auf der Bühne, knapp die Hälfte davon sind Erwachsene. Die Frauen übernehmen die Hauptrollen mit besonders viel Text (oft mehr als 20 A4-Seiten), die Kinder fangen mit kleinen Rollen an und wachsen dann meist über die Jahre in größere Verantwortung hinein. Die fünfjährige Nora Schorcht ist in diesem Jahr die Jüngste. Eisernes Kriterium: Es dürfen nur Hetschburger mitspielen, die Anfragen von Eltern aus umliegenden Orten blieben bisher stets erfolglos. Die Theatergruppe will mit ihren vier Auftritten den Schlusspunkt unter das Jubiläumsprogramm „900 Jahre Hetschburg“ setzen.

Mancher im Publikum hat vielleicht noch die Aufführung von „Schneeweißchen und Rosenrot“ 1989 erlebt, damals noch unter der Regie der legendären, 2006 verstorbenen Kindergarten-Erzieherin Renate König. Die Neufassung wird sich davon aber deutlich unterscheiden: Isabell Cigan nahm nicht nur das Original-Märchen von 1833 als Grundlage, sondern auch die Defa-Verfilmung von 1979 und einen neuen Film von 2012. Und sie arbeitet immer auch aktuelle Bezüge ein – diesmal zum Beispiel zwei Wassergeister, die über das Austrocknen der Ilm im vergangenen Sommer zwischen Hetschburg und Buchfart reden.

Die Proben laufen seit 22. Oktober immer dienstags und donnerstags im Saal. Wie immer dürfen sich die Zuschauer auf prächtige, von Rosi Büschel und Elke Cronenberg gestaltete Kostüme freuen sowie auf sechs verschiedene Kulissen, für die jeweils die Bühne in knapp fünfminütigen Pausen umgebaut wird. Neu ist dabei ein Fels, vor dem sich der böse Zwerg austobt – gestaltet von Michael Bantke.

Wer nach der Aufführung am Samstag, 14. Dezember, noch ein besonderes Erlebnis sucht, muss nur wenige Meter weiter zur Ilmschmiede laufen: Dort veranstalten die ortsansässigen Kunstschmiede Andreas und Benedikt Schwarz ab 16 Uhr ihr jährliches Weihnachtsschmieden mit Musik und Imbiss.

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