Verdiente Ehren für den Sport

Apolda.  Mit insgesamt 14 Preisen wurden die Sportler und Ehrenamtler des Jahres geehrt.

Sportlergala Weimarer Land

Sportlergala Weimarer Land

Foto: Sascha Margon / Sascha Margon / TA

Das Weimarer Land und der Kreissportbund haben mit einer stimmungsvollen Gala in der Stadthalle Apolda den Sport und die Sportler gefeiert. Mit 12.550 Mitgliedern ist die Sportlerfamilie die größte Bürgervereinigung weit und breit. Im Kreissportbund stellen die 4150 Fußballer die größte Gruppe, gefolgt von 635 Schützen und rund 500 Reitern. Sie alle und weitere Sportarten sind in 135 Vereinen organisiert. Für sie alle richtete der KSB auch in diesem Jahr die Sportlergala aus. Die festliche Veranstaltung, moderiert von Anna Steinhardt, hatte über 300 Gäste.

Mit insgesamt 14 Preisen wurden die Sportler und Ehrenamtler des Jahres geehrt und damit nicht nur sportliche Erfolge gewürdigt, sondern ebenso oft jahrzehntelanges Engagement ländlichen Raum.

Welche Rolle Breitensport und Ehrenamt spielen, dafür sprechen auch die Bundesmittel, die in diesem Jahr zur Schaffung eines Ehrenamtszentrums Weimarer Land unter dem Motto „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ fließen sollen. Bundesweit werden nur 18 solcher Projekte gefördert – und der Kreis Weimarer Land ist darunter.

Nur eine gesunde Basis mit engagierten Trainern, Sportwarten, Schiedsrichtern, Pädagogen und Sponsoren macht letztlich auch Spitzenleistungen möglich, so der Tenor von Kreissportbund und Landkreis. Letzterer nimmt viel Geld in die Hand, investiert kräftig und kontinuierlich. Zur Sportlergala freute sich Landrätin Christiane Schmidt-Rose über die Fertigstellung der Sporthalle Mellingen und den Beginn der Arbeiten an der Sporthalle der Ingenieurschule Apolda. In Tonndorf habe sich der Sportverein um seinen Platz verdient gemacht, in Bad Berka bekam der Hundesportplatz mit Unterstützung des Landessportbundes neue Beleuchtung und im Freibad Oßmannstedt stehe endlich die Sanierung bevor.

Zu den Top-Leistungen des Vorjahres gehörte der Weltmeistertitel im Stabhochsprung von Dirk Eckardt (TSV Berlstedt/Neumark) in der AK 60, aber auch Deutsche Meisterschaft im Juniorenbereich, Landesmeister im Männerbereich. Herausragend natürlich der Vize-Weltmeister im Kraftsport, Tobias Zinserling, und die Bad Berkaer Street-Soccer-Mädels, die 2019 Deutsche Meisterinnen wurden. Obendrauf gab es Freitag den Nachwuchs-Mannschaftspreis 2019.

Die Guts-Muths-Ehrenplakette des Landessportbundes Thüringen in Bronze wurde Gerhard Rost (70) überreicht. Er ist Abteilungsleiter Kegeln der SpVgg Kranichfeld. Seit 1988 ist er im Verein aktiv. Er gilt als feste Größe im Punktspielbetrieb. 1996 wählten ihn die Sportfreunde zum Mannschaftsleiter der 1. Mannschaft, später übernahm er das Amt auch in der 2. Mannschaft. Die Mannschaften, Frauen, Männer und auch Junioren waren in den verschiedenen Ligen erfolgreich. Daran hat Rost einen großen Anteil.

Den Nachwuchs-Förderpreis erhielten die spielfreudigen Streetsoccer-Männer aus Zottelstedt, die 2019 den Landesmeistertitel von 2018 wiederholten.

Neben Blumen und Urkunden feierten die Sportler ihre Verdienstvollen mit einem sportlich-künstlerischen Programm. Vom Apoldaer Kindergarten „Ernst Thälmann“ über Dos Toledos aus Jena, die Voltigiergruppe vom RV Waldhof, Rope Skipping aus Mellingen bis zur Tanzgruppe Einhorn des MTV Erfurt sahen die Gäste ein mitreißendes Programm, dass sie beim Circus Gaudimus aus Weimar schließlich zu wahren Beifallsstürmen animierte. Die Moderation und Mikro an diesem Abend lagen in den bewährten Händen von Anna Steinhardt.

Für ihr Engagement als regionale Förderer des Sports wurden die Wohnungsgesellschaft Apolda und die VR Bank Weimar ausgezeichnet, wobei die Sportler dem aus dem Amt scheidenden Vorstandsvorsitzenden Manfred Roth persönlich auch dankten.

Nach dem Ehrungsmarathon gab Anna Steinhardt die Tanzfläche frei. Die Spannung hielt allerdings bis nach Redaktionsschluss an, bis das Rätsel um die Tombola-Gewinner aufgelöst wurde.