Erstmals in der Bundesliga-Historie geht es seit dem Wochenende bei den Volleyballerinnen in eine aus dem Boden gestampfte dritte Hauptrunde. Ergo dürfen sich auch die abgeschlagen am Tabellenende stehenden Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt weiter dem willentlichen Versuch hingeben, einer Mannschaft aus der Eliteliga endlich einmal ein Bein stellen zu dürfen.

Die Damen um Chefcoach Mateusz Zarczynski treffen dabei zunächst innerhalb von zehn Tagen erneut auf den USC Münster. Und sie haben nach dem kürzlichen, in zwei Sätzen ganz engen 0:3 erneut die Chance, den Bock umzustoßen. Dabei agierten sie wie die Stehaufmännchen, die sich nie aufgeben und unterkriegen lassen. Bisher jedoch über die Spieldistanzen ohne jeglichen Erfolg. Zumal in Münster. Dort, wo im Fernseh-Tatort die Protagonisten Thiel und Boerne nie verlieren.

Erster Satz weckt Hoffnung

Im Spiel am hohen Netz war das auch diesmal so. Und doch auch wieder anders. Denn die ohne die erkrankte Leistungsträgerin Kira Thomsen antretenden Schwarz-Weißen, auf allen Positionen hellwach, fingen an wie die Feuerwehr. Die Darowski, Mohr, Krulj und Reagor punkteten aus allen Lagen. Über ein 6:3, 17:12 und 20:13 holten sie den Auftaktsatz mit hoffnungsträchtigem 25:18, ehe die Münsteranerinnen wussten, wo ihnen der Volleyball-Kopf steht. Wird das endlich der erste Saisonerfolg?

Mitnichten! In dem Moment, in dem sich die Einheimischen im Aufschlag und Block stabilisierten, war‘s mit der anfänglichen Souveränität, gepaart mit gewinnbringender Lockerheit, bei den Erfurterinnen vorbei. Schnell ging‘s für die Gäste dahin. Über ein 8:16 verloren sie den zweiten Durchgang kläglich mit 10:25 und den dritten ohne je punktemäßig aufschließen zu können, mit 17:25. Alles deutete beim 10:22 auf ein schnelles Ende hin. Da aber zeigten die Schwarz-Weißen, dass sie nie aufgeben. Sie kamen beim finalen 22:25 bis auf 22:24 ran. Münster gewann mit 3:1.

Schwarz-Weiß-Trainer Zarczynski beklagte nicht zum ersten Mal: „Wir halten ein optimales Level nicht über ein gesamtes Spiel. Macht der Gegner mal drei, vier Punkte in Folge, gehen bei uns die Köpfe nach unten. Diesmal war ich nur mit Nachwuchstalent Tabea Dreiack zufrieden, die ihr erstes Spiel für uns gemacht hat.“ Die 17-jährige Diagonalangreiferin, aus Schmalkalden gekommen, rückt ins Bundesligateam auf.

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