Sebastian Kirst hat als Kraftfahrer schon viel gesehen und jede Menge erlebt. Doch die Tour nach Istanbul werden er und Tony Schmidt so schnell nicht vergessen. Mit einem Kleinbus voller Ausrüstung, darunter die Sport-Rollstühle, Ersatzteile, Werkzeug, Sanitätskoffer und Reisetaschen der Spieler, hatten sie sich am vergangenen Mittwoch von Elxleben auf den Weg zum Champions-Cup-Finalturnier gemacht: 2250 Kilometer durch fünf Länder – alles für die Thuringia Bulls.

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Neun Stunden an der türkischen Grenze zugebracht

Doch den Kontrolleuren an der türkischen Grenze fehlte ein Dokument und setzte ein Stoppzeichen. Was folgte, war eine nervenaufreibende, neunstündige Odyssee der beiden Fahrer. Analog zum „Passierschein A38“ aus dem Asterix-Film wurden sie von Schalter zu Schalter geschickt, gaben unzählige Erklärungen ab, um auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit dann doch wieder nach Bulgarien zurückzukehren. Erst die Mithilfe von Veranstalter Galatasaray Istanbul führte dazu, dass es in der Nacht zum Freitag doch noch grünes Licht gab. 15 Stunden vor dem Halbfinale kamen sie am Teamhotel an.

Tony Schmidt lädt die Sport-Rollstühle aus dem Materialbus der Thuringia Bulls aus.
Tony Schmidt lädt die Sport-Rollstühle aus dem Materialbus der Thuringia Bulls aus.© Marco Alles

Ohne Sport-Rollstühle wären kein Spielen möglich gewesen

„Wir hatten schon befürchtet, umkehren zu müssen“, gab Kirst zu. Das hätte bedeutet, dass die Bulls nicht spielen können. Ein Szenario, das in keinem Sinne gewesen wäre. Umso reibungsloser verlief die Heimfahrt. Kaum war das Spiel um Platz drei am Samstagabend vorüber, packte das Duo den Bus und rollte vom Parkplatz des schmucken Sportkomplexes. Bereits am Sonntagabend wurden sie wieder in Elxleben erwartet.