Das schwarze Wochenende von Istanbul scheint abgehakt. Fokussiert wie eh und je absolvieren die Spieler der RSB Thuringia Bulls dieser Tage ihre Trainingseinheiten. Die Enttäuschung vom Final Four um den Champions Cup, als im Halbfinale und Spiel um Platz drei so gar nichts von dem klappen wollte, was bis dato die ganze Saison super funktioniert hatte, ist nicht mehr zu spüren. Zu wichtig ist das, was vor ihnen liegt: der Kampf um den siebten Deutschen Meistertitel im Rollstuhlbasketball.
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Mal wieder treffen die Elxlebener in der Finalserie, die am Mittwoch beginnt, auf den RSV Lahn-Dill aus Wetzlar. Doch selten war das deutsche Dauerduell um den Titel von so vielen Fragezeichen begleitet. Denn während die Bulls angeschlagen wirken und die Frage beantworten müssen, ob sie ihre Bestform zu früh in der Saison erreicht, durch den DRS-Pokalsieg aber zumindest schon mit einer Trophäe vergoldet haben, hat der Rekordmeister und Titelverteidiger aus Hessen eine weitaus holprigere Saison hinter sich. Im Champions Cup verpasste er nach vielen Jahren mal wieder das Final Four, im Pokal unterlag er den Bulls im Halbfinale deutlich, in der Meisterschaft agierte er weit weniger souverän als die Elxlebener, konnte das Halbfinale gegen Wiesbaden nach 0:1-Rückstand gerade noch für sich entscheiden.
„Wie immer ein 50:50-Duell“, meint der Ex-Trainer
„Es wird wie immer ein 50:50-Duell“, meint Michael Engel, einst Erfolgstrainer der Bulls, der auch die Wetzlarer Nationalspieler aus seiner Zeit als Bundestrainer sehr gut kennt. „Lahn-Dill hat jetzt vier Wochen nicht gespielt, das wird ein bisschen eine Wundertüte. Entscheidend wird sein, welches Team mit besserer Defense und mehr Energie agiert und es besser schafft, sich einfache Würfe zu erarbeiten“, sagt er vor dem Auftaktspiel am Mittwoch (19.30 Uhr) in Wetzlar.
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Den Bulls, für die Engel noch immer als Marketing- und Sponsoring-Verantwortlicher tätig ist, müsse es wie vor Istanbul wieder gelingen, das auf sehr hohem Niveau und vor allem konstant abzurufen. Über mindestens acht Viertel, denn mit zwei Siegen wollen sie im Idealfall schon am Samstag nach dem Heimspiel im Fit-In Elxleben (18 Uhr, exklusiv bei uns im Livestream) über den Meistertitel jubeln. Spätestens aber nach dem möglichen dritten Entscheidungsspiel am Sonntag (15 Uhr), wieder in Elxleben.
Und dann, aber auch nur dann, würden sie aus dem Fragezeichen ein Ausrufezeichen machen, aus einer guten eine sehr gute Saison.





