Beim Spiel der MLP Academics Heidelberg gegen Science City Jena trafen am zweiten Spieltag der noch jungen BBL-Saison zwei Teams aufeinander, die sich aus gemeinsamen Zeiten in der 2. Basketball-Bundesliga gut kannten. Nach dem 87:83-Auswärtserfolg werden sich zumindest die Saalestädter auch an jenen Abend sehr gern zurückerinnern.

Nach kurzem Abtasten nahm der Aufsteiger aus Jena Fahrt auf – eingeleitet durch einen erfolgreichen Dreier von Robin Christen, der beim BBL-Auftakt in München am vergangenen Freitag keinen guten Tag erwischte.

Ein weiterer Dreier von Keith Braxton bedeutete die schnelle 11:4-Führung für Jena. Der Start im Heidelberger SNP Dome war geglückt. Beim Stand von 9:15 markierte auch Science City-Neuzugang Joe Wieskamp seine ersten BBL-Punkte überhaupt. Beim FC Bayern fehlte er noch aufgrund einer Verletzung.

Besserer Start für Science City Jena

Doch Heidelberg ließ sich von all dem nicht beeindrucken, kämpfte sich mit Michael Weathers, dem beliebtesten Spieler der vergangenen BBL-Saison, wieder heran und vorbei. Die Offensivreihen beider Teams waren gut drauf, zum Ende des ersten Viertels führten die Academics mit 25:21.

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Eine besondere Partie war es für Jenas Eric Washington, der in der BBL-Saison 2022/23 ein absoluter Leistungsträger im Trikot der Heidelberger war und entsprechend herzlich empfangen wurde. Seine ersten Punkte gegen den Ex-Verein steuerte der US-Amerikaner beim Zwischenstand von 30:25 bei. Zum Ende des zweiten Viertels sollten es schon deren elf Zähler sein.

Der Aufsteiger kam wieder ran. Angeführt durch die starken Christen, Braxton und Osobor drehte der Gast das Momentum erneut (32:33). Ein schnelles Spiel, ganz zum Geschmack der 4011 Zuschauer.

Eric Washington in Heidelberg
Jenas Eric Washington (links) kehrte an alte Wirkungsstätte zurück.© PIX-Sportfotos | Michael Ruffler

Eric Washington dreht im zweiten Viertel auf

Nach der Auszeit von Gastgeber-Trainer Danny Jansson war dessen Team nun wieder besser im Spiel, stellte auf 40:35, was wiederum Gäste-Trainer Björn Harmsen zur Auszeit zwang.

Die Heidelberger, die ihr erstes Saisonspiel genau wie Science City verloren, hatten durchaus die Möglichkeit, weiter wegzuziehen. Stattdessen leistete man sich leichte Fehler, die Jena nutzen konnte. Beim 45:45 war das Duell wieder ausgeglichen. Eine Partie mit Auf und Ab auf beiden Seiten hatte mit 49:49 den angemessenen Halbzeitstand.

Zwei einfache Ballverluste und ein Dunking von Heidelbergs Williamson, der damit auf 55:51 stellte, bewog Björn Harmsen relativ früh, seine nächste Auszeit zu nehmen. Er wollte die Gastgeber gar nicht erst in Fahrt kommen lassen. Das Vorhaben gelang, Science City ließ den Gegner nicht weiter davonziehen.

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Der Spielfluss der ersten Minuten war zwar etwas dahin, die Spannung zwischen zwei ebenbürtigen Teams dafür um so größer. Nach zwei Dreiern von Dunn-Martin und einem Korbleger von Osobor lag beim 61:64 wieder einmal der Gast in Führung. Dennoch war zum Ende des dritten Viertels (68:69) bei Weitem kein Sieger auszumachen.

Im Schlussviertel geizten beide Mannschaften zunächst mit Punkten, es dominierten die Defensivreihen. Spektakuläre Blocks und Rebounds gab es zu bestaunen. Es blieb kein Spiel für schwache Nerven. Mitte des Viertels behauptete Jena die knappe Führung und profitierte davon, dass Heidelberg früh die Teamfoulgrenze erreichte.

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Und Science City hatte seinen Routinier Keith Braxton (23 Punkte) und Rookie Great Osobor (19), die zu den besten Werfern der Partie avancierten. Jena rettete den Vorsprung über die Zeit und freute sich auf dem Parkett noch relativ verhalten über den ersten Saisonerfolg in Deutschlands höchster Basketball-Liga.