FC Carl Zeiss Jena: Differenzen in der Fitness

Jena.  Der Trainingsauftakt beim FC Carl Zeiss Jena bringt einige Spieler an ihre Grenzen. Und eine überraschende Personalie gab es obendrein.

Vorbereitungen für den Laktattest beim FC Carl Zeiss Jena.

Vorbereitungen für den Laktattest beim FC Carl Zeiss Jena.

Foto: Tino Zippel

Die Sonne sticht über dem Ernst-Abbe-Sportfeld, als die Spieler des FC Carl Zeiss Jena beim Laktattest an ihre Grenzen gehen. Bis zu 20 Runden drehen sie im Stadion bei bis zu 16 Kilometern pro Stunde: Für die meisten von ihnen ist vor der maximalen Rundenzahl schon Schluss. Es bleibt nicht die einzige Überraschung beim Auftakttraining.

Weiterer Co-Trainer im Trainerteam

Dirk Kunert begrüßte neben René Klingbeil mit Munier Raychouni einen weiteren Assistenten, mit dem er schon beim Berliner AK zusammengearbeitet hat. Er besetzt die Stelle von Athletiktrainer Max Habereder, der zum FC Ingolstadt gewechselt ist. Der Neue soll vor allem taktische Impulse einbringen. „Wir werden alle voneinander profitieren“, sagt Kunert. Zur Vorbereitung gehört auch Gianluca Fraternali von der vereinseigenen U 17 dem Stab für Athletikfragen an.

Trainingsauftakt beim FC Carl Zeiss Jena

Auf zusätzlichen Athletiktrainer wartet viel Arbeit

Und in diesem Bereich wartet viel Arbeit. Zwar quälen sich alle, aber nicht viele können das höchste Tempo auf Dauer gehen. Einer der Jungspunde kämpft so, dass er sich im Ziel erst einmal übergibt. „Ich stelle nicht nach Laktatwert auf“, sagt Kunert zwar, braucht aber die Ergebnisse des Fitnesstests für die Trainingssteuerung: „Mancher hat vier Monate lang nicht gespielt, andere erst vor zwei Wochen nach einem Marathon aufgehört. Wir müssen die Differenzen kennen, um gezielt zu arbeiten.“

Die Fitness herzustellen, sei angesichts von nur vier Wochen Vorbereitung fast nicht zu schaffen. „Deshalb wird sich unsere Vorbereitung bis in die Saison hinein erstrecken“, kündigt Kunert an. „Sehr anstrengende Einheiten“ stehen seinen Worten zufolge in den nächsten Tagen auf dem Programm. Der Trainer sagt aber auch: „Belastung und Erholung müssen im Einklang stehen.“

Spielersuche geht weiter: Wollen wirklich überzeugt sein

Die Jenaer suchen weiter nach Offensivspielern: Stürmer und ein Zehner sollen her, Joy-Lance Mickels nach Möglichkeit bleiben. Auch ein Mittelfeldspieler mit Drittligaerfahrung steht auf dem Zettel. „Wir haben bislang keine Schnellschüsse gemacht und wollen wirklich überzeugt sein“, sagt Kunert.