FC Carl Zeiss Jena: Kaderplanung mit Corona-Tücken

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Jena.  Wie Sportdirektor Tobias Werner beim FC Carl Zeiss Jena schon jetzt das neue Spieljahr vorbereitet.

Sportdirektor Tobias Werner bereitet bereits die neue Spielzeit vor.

Sportdirektor Tobias Werner bereitet bereits die neue Spielzeit vor.

Foto: Tino Zippel

Der FC Carl Zeiss Jena forciert die Planungen für die neue Regionalliga-Saison. Dabei bereitet dem Sportdirektor Tobias Werner die unklare Lage bezüglich der Fortsetzung dieser Spielzeit durchaus Sorgen, weil dies Einfluss auf einen Teil der Spielerverträge hat. Für unsere Zeitung stellt er den Überblick her.

Nur neun Spieler fest gebunden

„Ziel ist, das Gerüst des Kaders zusammenzuhalten und punktuell den einen oder anderen guten Jungen neu zu verpflichten“, sagt Werner. Seinen Worten zufolge sind neun Spieler bereits für die neue Saison fest gebunden. Bei drei Spielern verlängern sich die Verträge nach einer gewissen Anzahl von absolvierten Spielen. „Ich gehe davon aus, dass sie diese Marken noch erreichen“, sagt Werner, obwohl natürlich die Menge der möglichen Spiele deutlich reduziert ist, wenn wegen der Corona-Pandemie nur die Hinrunde absolviert wird. Unter anderem trifft dies auf Pasqual Verkamp zu, der in dieser Saison mit bislang fünf Regionalliga-Treffern neben Maximilian Oesterhelweg der beste Torschütze des FC Carl Zeiss war.

Bei einer Reihe von Spielern, in deren Verträgen eine Option steht, greift diese jedoch nur bei einem Aufstieg in die dritte Liga. Der ist angesichts des großen Vorsprungs des Spitzenreiters Viktoria Berlin sportlich kaum noch zu schaffen. Zu jenen Spielern gehört Leistungsträger Oesterhelweg. Die sportliche Leitung hat sich deshalb einen Fahrplan aufgestellt, die Kaderplanungen in den nächsten Wochen voranzutreiben. „Jeder wird weiter die Chance haben, sich durch gute Leistungen für eine Vertragsverlängerung zu empfehlen“, sagt Werner.

Feste Plätze für Juniorenspieler geplant

Einen festen Anteil von Plätzen will er Juniorenspielern einräumen, die aus der U19-Mannschaft herauswachsen. „Der Sprung von der Junioren-Regionalliga zur Regionalliga ist nicht zu groß“, sagt der einstige Bundesliga-Spieler. Patrick Scheder, Felix Rehder, Alexander Prokopenko oder Kevin Kratzsch, die bereits mit der ersten Mannschaft trainieren, haben also beste Chancen, sich einen dieser Plätze zu sichern.

Doch wie kommen die Jenaer voran, externe Kandidaten zu sichten, wenn der Spielbetrieb in der Regionalliga und den Nachwuchs­spielklassen ruht? „Wir haben einen sehr guten Überblick über Spieler, die uns in Zukunft weiterhelfen“, sagt Werner mit Blick auf die neue Saison, in der er ebenfalls eine starke Konkurrenz im Kampf um die Staffelmeisterschaft erwartet. Jene reicht im kommenden Spieljahr nicht, da anschließend noch Aufstiegsspiele zu absolvieren sind. „Der Wiederaufstieg kann nur mit harter Arbeit und viel Fleiß auf dem Platz gelingen“, sagt der Sportchef.