FC Carl Zeiss Jena: Schockmoment und Belohnung für U21-Spieler

Jena.  So schätzt der Trainer Dirk Kunert sein erstes Testspiel mit dem FC Carl Zeiss Jena gegen den SC 1903 Weimar ein.

In diesem Zweikampf mit Luca Albrecht verletzt sich Matti Langer (vorn).

In diesem Zweikampf mit Luca Albrecht verletzt sich Matti Langer (vorn).

Foto: Tino Zippel

Sein Premierenspiel für den FC Carl Zeiss Jena hatte sich Matti Langer anders vorgestellt. Nach einem Luftzweikampf in der Testpartie gegen den SC 1903 Weimar stürzte er auf den Rücken und blieb wimmernd liegen.

Trainer Dirk Kunert wechselte den 30 Jahre alten Mittelfeldspieler sofort aus. Langer spukte Blut und hatte sich wohl an einer Rippe verletzt. „Er fährt ins Krankenhaus, um einen Bruch auszuschließen“, sagt der Coach, der hofft, von einer frühen Hiobsbotschaft in der Saison verschont zu bleiben.

Ärger über Chancenverwertung

Der Schockmoment überschattet den 5:0-Sieg im ersten Testspiel des neuen Trainers. Der zeigt sich fürs erste mit der Leistung zufrieden und erinnert daran, dass seine Mannschaft aus dem vollen Training heraus angetreten ist. „Wenn wir die Riesen in der ersten Halbzeit machen, kann es ganz hoch ausgehen“, sagt Kunert und spielt auf die ausbaufähige Chancenverwertung an. Nur Niklas Jahn gelang nach einem Eckball ein Treffer. Dominik Bock und Pasqual Verkamp ärgerten sich hingegen, weil sie die Kugel nicht im leeren Tor unterbrachten.

Das sagt Justin Schau über sein Premierentor

In der zweiten Halbzeit ließ Kunert einige Spieler aus der zweiten Mannschaft ran. Gegen konditionell abbauende Weimarer schraubten die Jenaer das Ergebnis nach oben. Maximilian Rohr köpfte nach einem Eckball ein. Justin Schau gelang sein erstes Tor. „Der Trainer sagt, dass beim Spiel nach vorn die hinteren Positionen nachrücken sollen. Wenn der Torwart den Ball klatschen lässt, muss man da sein“, sagt Schau, der nun das Ziel anvisiert, auch erstmals in einem Pflichtspiel zu treffen. Die Tore zum Endstand gelangen Vasileios Dedidis und Maximilian Schlegel.

Trainer Kunert sah aber noch jede Menge Optimierungsmöglichkeiten. „Das wäre auch fatal, wenn nach einer Woche Training alles sitzen würde“, sagt er schmunzelnd. Er fordert die Spieler auf, mit wenigen Kontakten zu spielen, den Ball schnell laufen zu lassen und von hinten nachzurücken.

Im Test gegen Weimar gingen zwei Jenaer Spieler über die volle Zeit. Justin Schau, der mit sehr guten Fitnesswerten aufgewartet hatte. Und Maximilian Rohr, der den Abwehrchef gab und am Ende die Kapitänsbinde trug. „Ihn bringt es voran, über 90 Minuten durchzuziehen. Er braucht den Umfang“, sagt Kunert.

Diese Spieler dürfen mit ins Trainingscamp

Zufrieden ist er mit dem Einsatz der U21-Spieler. Sie seien sehr fleißig – und bekommen eine Belohnung. So fahren alle, die zum Kader fürs Weimar-Spiel zählten, mit ins Camp nach Bad Blankenburg. „Die U21 ist auch noch eine kleine Trainingsgruppe, wir sind bei ein, zwei, Verpflichtungen noch nicht so weit wie gewünscht“, sagt Kunert. So profitieren alle von der Möglichkeit, auch Trainingsformen übers große Feld auszutragen. „Eine enge Verzahnung ist uns wichtig. Die U21-Spieler wissen dann auch gleich, worauf es ankommt, wenn sie oben gebraucht werden.“

Am Montagvormittag fährt die Mannschaft ins Trainingslager, um am Nachmittag die erste Einheit in Bad Blankenburg zu absolvieren. Am Mittwoch findet ein Testspiel gegen Bayernligist Bamberg statt. Schlechte Nachricht für die Fans: Die Öffentlichkeit bliebt aufgrund der Corona-Pandemie draußen.

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