FC Carl Zeiss Jena: Spannung vor letztem Transfertag

Jena.  Am Wochenende musste der FC Carl Zeiss Jena unfreiwillig pausieren – Zeit, um Transfers zu besprechen. Eine gute Nachricht gibt es in Sachen Corona.

Sportdirektor Tobias Werner (links) mit Trainer Dirk Kunert.

Sportdirektor Tobias Werner (links) mit Trainer Dirk Kunert.

Foto: Tino Zippel

Durch den Corona-Fall beim Bischofswerdaer FV musste der FC Carl Zeiss Jena zuschauen, wie der Spitzenreiter Viktoria Berlin weiter davongezogen ist. Die Viktoria führt die Tabelle der Regionalliga Nordost mit 27 Punkten an und hat bei einem Spiel mehr zwölf Zähler Vorsprung auf die Jenaer. Und auch die VSG Altglienicke hat durch einen klaren Erfolg gegen Lok Leipzig inzwischen 22 Punkte. Dennoch planen die Jenaer, den Kader durch Transfers zu verstärken.

Am Montag besteht die letzte Chance, vertraglich bei anderen Klubs gebundene Spieler für Einsätze in der Hinrunde zu verpflichten. Danach haben die Jenaer nur noch die Möglichkeit, vereinslose Fußballer zu binden. „Wir arbeiten im Hintergrund“, sagt Sportdirektor Tobias Werner. Auf jeden Fall wird er den Akku seines Handys bestens aufladen. „Kein Manager der Fußballwelt kann es sich leisten, am letzten Tag der Transferfrist nicht erreichbar zu sein.“

Abgänge schließt der Sportdirektor aus

Abgänge aus dem bestehenden Kader schließt Werner aus. Optionen für Zugänge sind vorbesprochen. „Ich bleibe aber gelassen, wenn nichts passiert. Es sind noch viele vereinslose Spieler auf dem Markt, die sich verzockt haben“, sagt der Sportdirektor.

Nach Informationen unserer Zeitung wird am Montag ein Stürmer in Jena erwartet, der lange auf der Wunschliste stand. Außerdem gibt es Gespräche, einen Innenverteidiger aus der dritten Liga zu verpflichten.

Worüber sich Trainer Dirk Kunert grämt

„Ich bin gespannt, welche Transfers wir realisieren können“, sagt Trainer Dirk Kunert, der sauer ob des kurzfristigen Spielausfalls gegen Bischofswerda war. „Wir hätten sehr gern gespielt und unsere Serie ausgebaut“, sagt der Fußball­lehrer. Besonders grämt ihn, dass nach den englischen Wochen zum Saisonstart mit einer Mannschaft, die wegen der kurzen Vorbereitung noch nicht ihr bestes Level erreicht hatte, gerade jetzt drei Wochen Pause angesagt sind. „Bei uns wird nichts ausgelassen“, sagt Kunert.

Er nutzte am Sonntag die Zeit, kommende Gegner zu beobachten. Und so schaute er sich in Berlin die Begegnung zwischen Altglienicke und Lok Leipzig an. „Lok ist mit dem 0:5 noch gut bedient. Altglienicke hat das richtig gut gemacht“, sagt Kunert, der seinen Spielern ob der langen Pause keinen zusätzlichen freien Tag gönnt. Schon am Montag steht die nächste Trainingseinheit an, weil am Mittwoch ein Freundschaftsspiel verabredet ist. Die Jenaer wollen sich mit dem Drittligisten FSV Zwickau messen.

Gute Nachricht in Sachen Corona

Eine gute Nachricht gab es am Sonntag noch: Ein Zeiss-Spieler, der wegen eines Corona-Falles im Umfeld in Quarantäne ist, hat selbst ein negatives Testergebnis erhalten. Somit sind keine weiteren Auswirkungen auf das Team zu erwarten.

Doch welche Marschroute gibt der Sportdirektor ob des Rück­standes zur Spitze der Regionalliga aus? „Wir müssen nach der Pause eine gute Serie bis Weihnachten spielen, um den Anschluss zu halten“, sagt Werner.