Weitermachen: FC Carl Zeiss Jena will gegen Unterhaching nächsten Erfolg feiern

Jena.  Die Mannschaft des Thüringer Fußball-Drittligisten will sich voll auf das Spiel am Sonnabend gegen die SpVgg Unterhaching konzentrieren.

Nico Hammann wird gegen Unterhaching am Sonnabend wohl die Jenaer Abwehr dirigieren.

Nico Hammann wird gegen Unterhaching am Sonnabend wohl die Jenaer Abwehr dirigieren.

Foto: Tino Zippel

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Ein bisschen wanderten die Blicke über das altehrwürdige, aber in die Jahre gekommene Ernst-Abbe-Sportfeld. Was wird wo sein, wenn in einigen Jahren die neue Arena fertig ist? Und ein bisschen euphorisch war die Stimmung am Donnerstag im Umfeld mit Blick auf die moderne Zukunft beim FC Carl Zeiss Jena, nachdem der Jenaer Stadtrat am Mittwochabend einer Investorengruppe um Anteilseigner Roland Duchatelet den Zuschlag für den Umbau des Stadions erteilt hat.

Euphorie wollte Trainer Rico Schmitt in der Mannschaft aber nicht aufkommen lassen. Der Stadion-Umbau wurde „gar nicht thematisiert“. Es sei eine strategische Entscheidung der Stadt Jena und des Fußballclubs. „Wir sind fürs Tagesgeschäft zuständig.“ Und das heißt für Schmitt und seine Mannen: SpVgg Unterhaching. Die Rand-Münchner kommen am Sonnabend zum letzten Heimspiel in diesem Jahr an die Saale. „Eine Spitzenmannschaft“, sagt Schmitt.

Dass sein FC Carl Zeiss sich zuletzt im Aufwärtstrend präsentierte, bei Bayern München II den ersten Sieg der Saison in der Ferne einfuhr, wollte er nicht überbewerten. „Wir sind aus München nicht zurückgeflogen. Die drei Achsen des Busses hatten Bodenhaftung“, sagt Schmitt, räumt aber ein: „Wenn ich erfolgreich spiele, gehen ein paar Dinge ein bisschen leichter von der Hand.“ Leichtsinn sollte nicht aufkommen. Vielmehr müsse seine Mannschaft dort weitermachen, wo sie beim 3:2-Erfolg über Bayern II aufgehört hat.

Thüringer müssen auf Dominic Volkmer verzichten

Der kommende Gegner habe mit zwei Niederlagen zuletzt zwar eine „leichte Delle“ erhalten, tue sich „mit dem Toreschießen schwer, aber Unterhaching ist nicht zu unterschätzen“. Der Tabellen-Fünfte komme mit der klaren Zielvorgabe eines Sieges ins Jenaer Paradies.

Erschwerend ist für die Gastgeber aus Thüringen, dass sie am Sonnabend auf Kapitän und Abwehrchef Dominic Volkmer verzichten müssen. Zwar herrschte wegen verschiedener Angaben im Internet am Donnerstag kurz Unsicherheit, sogar beim 23-Jährigen selbst, ob die Gelbe Karte bei Bayern II tatsächlich seine fünfte der laufenden Saison sei. Aber in dieser Hinsicht vertrauen sie beim FCC auf die Statistik von Uwe Dern. Und wenn einer in Sachen Jenaer Fußball eine Institution ist, dann der langjährige und überall beliebte Mannschaftsleiter.

„Ein paar Lösungsansätze haben wir“, sagt Trainer Schmitt mit Blick auf den Volkmer-Ausfall. Die Umstellung auf Viererkette sei eine Option. Erfreulich sei zudem, dass mit Jannis Kübler, Marius Grösch und Patrick Schorr drei Langzeitverletzte das Training wieder aufnehmen konnten. Ein Einsatz schon gegen Unterhaching mache aber wenig Sinn, sagt der Trainer, der eventuell wie gegen die Bayern erneut mit drei Angreifern beginnen will.

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