Rückschlag: FC Carl Zeiss Jena verliert gegen Halleschen FC

Jena.  Der FC Carl Zeiss Jena verliert trotz guter Ansätze das Heimspiel gegen den Halleschen FC. Zu unschönen Szenen kommt es zu Beginn und Ende des Spiels.

Justin Schau klärt vor Jonas Nietfeld.

Justin Schau klärt vor Jonas Nietfeld.

Foto: Tino Zippel

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Trotz phasenweise guter Leistung hat der FC Carl Zeiss Jena das Freitagabendspiel unter Flutlicht im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 0:3 verloren. Halles Pascal Sohm sorgte schon nach elf Minuten für die Führung des HFC. Björn Jopek erwischte die Jenaer in der 70. Minute dann eiskalt. Terrence Boyd legte in der Nachspielzeit noch das 0:3 nach.

Die Hallenser fuhren um 17.43 Uhr mit dem Mannschaftsbus ins Jenaer Stadion vor. Als einer der letzten verließ Trainer Torsten Ziegner den Bus. Er war trotz der vergleichsweise geringen Entfernung mit seiner Mannschaft bereits einen Tag früher nach Thüringen gereist.

Ein Zeichen, wie ernst der Ex-Jenaer die Begegnung beim Tabellenschlusslicht nahm. Schließlich war der ambitionierte HFC zuletzt mit zwei Niederlagen in Folge vom Relegationsrang gerutscht.

FCC-Coach Rico Schmitt, der mit den Jenaern zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen gesammelt hatte, erwartete eine „kampfbetonte Partie“. Im Vergleich zum 2:2 bei Viktoria Köln wechselte er nur auf einer Position. Der damals verletzte Dominik Bock rückte wieder für Pierre Fassnacht ins Team.

Pyrotechnik und unruhige Gedenkminute für Robert Enke

Unschöne Szenen gab es kurz vor Anpfiff. Beide Fanlager zündeten Pyrotechnik und auch während der Gedenkminute für den vor zehn Jahren verstorbenen Ex-Nationaltorhüter Robert Enke, ein Sohn der Stadt Jena, zog keine Ruhe im Stadion ein. Die Videobotschaft seiner Frau Teresa zum Thema Depression war kaum zu verstehen.

Die Anfangsminuten gehörten klar dem Favoriten aus Halle, der schon nach wenigen Sekunden die erste Ecke hatte. Und es war auch ein Standard, der die Gäste früh in Führung brachte. Nach einem Eckball von HFC-Spieler Bentley Baxter Bahn war Pascal Sohm mit dem Kopf zur Stelle – 0:1 nach gerade einmal elf gespielten Minuten. Die schnelle Jenaer Antwort verpassten Kilian Pagliuca (14.) und Raphael Obermair (16.), die gute Chancen vergaben. Auch ein Pingpong-Ball von Daniele Gabriele hätte fast den nun verdienten Ausgleich gebracht (20.).

Nach dem stürmischen Beginn verflachte die dennoch sehenswerte Begegnung. Halle zog sich weiter zurück, lauerte auf Konter. Jena, nun mit mehr Ballbesitz, mühte sich redlich, aber vergebens. Eine gute Gelegenheit hatte Bock in der 34. Minute noch mit seinem Kopfball nach einer Ecke. Doch Schiedsrichter Florian Exner pfiff die Szene sowieso ab, so dass die Hallenser ihre Führung mit in die Pause nahmen.

FCC verliert gegen Halle

Anhänger wollen Innenraum stürmen

Nach Wiederanpfiff vor 8212 Zuschauern drängten die Hausherren weiter auf den Ausgleich, während der HFC es langsamer angehen ließ. In der Rückwärtsbewegung machte es sich der FC Carl Zeiss mit individuellen Fehlern aber selber schwer, nach vorn fehlte gegen tiefstehende Gäste oft die zündende Idee, trotz großem kämpferischen Einsatz.Schmitt reagierte, brachte für Gabriele den wiedergenesenen Julian Günther-Schmidt im Sturm.

Ohne Erfolg – trotz deutlicher Feldüberlegenheit traf Halles Björn Jopek zum 2:0 für seine Farben (70.). Die Vorentscheidung in einem eigentlich ausgeglichenen Spiel, in dem die Jenaer das Toreschießen vergaßen. Der eingewechselte Boyd legte das dritte Tor nach (90. + 1). Damit ist der Aufwärtstrend der Thüringer erst einmal gestoppt. Bis zur Winterpause bleiben nur noch vier Spiele, um den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze zu verkürzen.

Überschattet wurde die Schlussphase von chaotischen Szenen, als Fans kurz vor dem Schlusspfiff laut dpa versuchten, in den Innenraum zu kommen. Die Polizei bekam die Situation in den Griff.

Laser-Gruß von Jenoptik an den FC Carl Zeiss Jena

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