Neuer beim FC Carl Zeiss Jena: Das bereitet mir keine schlaflosen Nächte

Jena.  René Lange spricht über seinen Wechsel zum Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena und die Führungsrolle als ältester Spieler.

Die beiden neuen Spieler René Lange (links) und Pasqual Verkamp beim Laktattest.

Die beiden neuen Spieler René Lange (links) und Pasqual Verkamp beim Laktattest.

Foto: Tino Zippel

Mit René Lange hat beim FC Carl Zeiss Jena ein Spieler begonnen, der bis zum Ende der vergangenen Spielzeit für den FSV Zwickau in der dritten Liga aufgelaufen ist. Im Interview spricht der 31-Jährige über seine Gründe für den Wechsel nach Jena und die komplett neue Ausgangslage.

„Daran gewöhnt man sich als Fußballer nicht“

Hat der Laktattest zum Auftakt Spaß gemacht?

Natürlich nicht. Da kann man so alt sein wie man will: Daran gewöhnt man sich als Fußballer nicht. Mir fällt das immer schwer.

Warum wechseln Sie nach Jena?

Ich kannte die Stadt und den Verein wegen der Nähe zu Zwickau. Mit Manni Starke und Kevin Pannewitz spielten ein paar Bekannte von mir hier. Ich hatte gute Gespräche mit dem Trainer und dem sportlichen Leiter und habe gespürt, dass sie mich wollen und dass ich hier gerngesehen bin.

Sie gehen den Schritt zurück von der dritten Liga in die Regionalliga. Wie motivieren Sie sich?

Das fällt mir nicht schwer. Wenn du auf dem Platz stehst, ist es egal, ob es in der Regionalliga oder in der dritten Liga um Punkte geht. Sicherlich werde ich manche Stadien vermissen, aber Jena ist einer der größeren Vereine in der Regionalliga. Da fällt die Motivation nicht schwer.

Auf Ihnen lastet als erfahrener Spieler viel Druck. Wie gehen Sie mit der Führungsrolle um?

Das war in den Gesprächen ein Thema. Für mich ist es ungewohnt, dass ich zu den ältesten gehöre, aber das bereitet mir keine schlaflosen Nächte.

Am Strand in der Heimat entspannt

Sie haben bis 4. Juli noch in Zwickau gespielt. Hat die Pause von nur zwei Wochen gereicht, um zu regenerieren?

Mein Glück ist, dass Rostock meine Heimat ist. Ich bin dort hingefahren, habe Freunde getroffen und am Strand entspannt. Sicherlich wäre eine Woche mehr besser gewesen. Aber es ist eine besondere Situation in diesem Jahr, der wir uns stellen müssen.

Sind vier Wochen Vorbereitungszeit zu kurz?

Viele Spieler waren bis vor zwei Wochen aktiv und nicht völlig raus. Wir müssen akzeptieren, dass es nur vier Wochen sind, und das beste daraus machen.