Roma Bowlers Jena: Ein ganz anderer Wind

Jena  Bowling: Die Roma Bowlers aus Jena befinden sich nach der Hälfte der Saison auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga Süd. Heute, am 4. Spieltag, geht die Reise für sie nach Regensburg.

Roma Bowlers: Tom Freygang (von links), Alexander Thümmler und Silvio Deuschle. Foto: Marcus Schulze

Roma Bowlers: Tom Freygang (von links), Alexander Thümmler und Silvio Deuschle. Foto: Marcus Schulze

Foto: zgt

Sie hätten auf der Rückfahrt ausschließlich Lieder gesungen, die eine Sieben im Titel haben. „Sieben Fässer Wein“ von Roland Kaiser beispielsweise oder „Über sieben Brücken musst du gehen“ von Karat.

Warum die Roma-Bowlers nach dem 3. Spieltag in Fellbach bei Stuttgart auf jenes Liedgut während der Heimreise zurückgriffen, erklärte Mannschaftleiter Tom Freygang am Donnerstag umgehend. Denn im vierten Spiel des Tages traf Daniel Behrendt von den Roma Bowlers auf Karsten Aust, seines Zeichens zweifacher Deutscher Meister. Und der Meister legte beim entscheidenden letzten Wurf eine eher bescheidene Sieben vor. Freude indes bei der Bowling-Delegation aus Jena, schließlich handelte es sich in diesem Fall um eine überbietbare Vorlage. Die Punkte waren also zum Greifen nah. Doch es sollte anders kommen. Denn ausgerechnet im alles entscheidenden Wurf versagten Daniel Behrendt die Nerven. Der Neuzugang aus Erfurt warf ebenfalls nur eine Sieben. „Heute denken wir mit einem lachenden und einem tränenden Auge daran zurück“, so Tom Freygang bei der Pressekonferenz, bei der zuerst der Blick in die abgelaufene erste Saisonhälfte gerichtet wurde. Denn bevor Tom Freygang auf den 4. Spieltag der 2. Bundesliga Süd zu sprechen kam, nutzte der Mannschaftsleiter das Forum, um die Hinrundenleistungen auszuwerten.

Der 1. Spieltag führte die Roma-Bowlers zur Bundesliga-Premiere nach Ludwigshafen. „Wir haben da nicht gut abgeschnitten und waren mit der Situation überfordert“, so das Fazit von Tom Freygang. Schnell habe man damals erkannt, dass in der 2. Bundesliga ein ganz andere Wind wehen würde. Nach dem Debüt fanden sich die Roma-Bowler dann auch auf dem letzten Tabellenplatz mit drei Punkten wieder, konnten jedoch an diesem Tag zumindest gegen den jetzigen Tabellenführer, den ABC Mannheim, gewinnen. In einigen Partien hätte man über lange strecken durchaus mithalten können, erst gegen Ende sei laut Freygang den Spielern dann ein wenig die Luft ausgegangen.

Am 2. Spieltag mussten sich die Saalestädter im Oktober in Unterföhring bei München behaupten. Aus dem 1. Spieltag wollte man Lehren ziehen, habe dafür extra in Hallen mit ähnlichen Bedingungen – sogenannten Ölbildern – trainiert und sich zusätzliche Hilfe ins Boot geholt. Hochmotiviert sei das Team nach München gefahren. „Wir haben unsere Sache dann auch besser gemacht“, resümierte Freygang – auch wenn sich das nicht im eigentlichen Ergebnis widergespiegelt hätte. Zwei Punkte aus einem Unentschieden konnten die Roma Bowlers am Ende im Haben verbuchen. Dafür hätten sie im Mannschaftsergebnis einen enormen Schritt nach vorne gemacht.

Der 3. Spieltag nun führte die Ostthüringer nach Fellbach. Es sei bezüglich der Punkte der beste Spieltag der Roma Bowlers bis dato gewesen, wie Tom Freygang festhielt. Die Ausbeute betrug immerhin sechs Punkte.

Am Wochenende nun tritt das Team in Regensburg an – jedoch in reduzierter Stärke. Marcel Keil stecke momentan in einem Formtief und ziehe sich deshalb erst einmal vom Wettkampfgeschehen zurück. Deshalb werde man nur mit sechs Spielern nach Bayern reisen, sei jedoch entschlossen, an die Leistung von Stuttgart anzuknüpfen, wie Silvio Deuschle betonte. „Wir werden als sicherer Absteiger gehandelt“, so Mannschaftsleiter Freygang über den Ist-Zustand bei den Roma Bowlers. Sich aus dieser Situation zu befreien, sei schier unmöglich. Doch solange rechnerisch noch etwas möglich sei, wolle man kämpfen.

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