Es ist doch wieder der Klassiker geworden im Finale um die deutsche Rollstuhlbasketball-Meisterschaft: Am Sonntag (16 Uhr/hier live) empfängt Rekordmeister RSV Lahn-Dill aus Wetzlar die beste Mannschaft der letzten zehn Jahre, die RSB Thuringia Bulls aus Elxleben, zum ersten Spiel der Serie Best-of-3. Dass die Hessen dabei sind, kam in dieser Saison eher überraschend: In der Hauptrunde der Bundesliga wurden die Bulls von den Rhine River Rhinos am meisten gefordert, während Lahn-Dill in allen Wettbewerben schwächelte. Im Pokal, den sie später gewannen, warfen die Elxlebener den Dauerrivalen mit 99:51 hochkant aus dem Wettbewerb.
Lahn-Dill reagiert auf Verletzung
Doch auch wenn auf dem Papier alles für sein Team spricht, erwartet Bulls-Coach André Bienek eine ausgeglichene Finalserie: „Lahn-Dill hat eine erfahrene und ausgefuchste Mannschaft, das haben sie im Halbfinale gezeigt. Es wird spannend.“ In jenem Halbfinale, in dem sich die Bulls souverän mit zwei Siegen gegen Hannover United durchsetzten, musste der ewige Titelrivale Schwerstarbeit verrichten. In drei Defensivschlachten gegen die Rhinos setzten sich die Wetzlarer durch, obwohl durch den Ausfall von Jannik Blair (1 Punkt) mit Matthias Güntner (4,5) ihr stärkster Spieler im Entscheidungsspiel aufgrund des Punktesystems (pro Team dürfen maximal 14,5 Punkte auf dem Feld sein) nicht eingesetzt werden konnte.
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Da Lahn-Dill kurzfristig eine Spielerin nachverpflichtete, wird der Nationalmannschafts-Center im Finale aber wieder mitwirken können. Bei den Thuringia Bulls, die ihren achten Meistertitel erringen könnten – allesamt seit 2016 –, waren zuletzt einige Spieler gesundheitlich angeschlagen. Aber Bienek erwartet am Sonntag alle zurück und will mit seiner Thüringer Mannschaft des Jahres das nächste nationale Double nach Elxleben holen.




