In diesem Jahr feiert die Landessportschule in Bad Blankenburg einen runden Geburtstag: Der 100. Geburtstag ist nicht nur für den Landessportbund (LSB) Thüringen, sondern auch für die Schule selbst auf ihre Vergangenheit, aber auch auf die Zukunft der Einrichtung am Eingang des Schwarzatales im Landkreis Saalfeld/Rudolstadt zu blicken.

Im Vorfeld des „Tages der offenen Tür“ an der Landessportschule, der am Sonntag, dem 6. September, stattfindet, beleuchten wir in einer zehnteiligen Serie die Geschichte der Einrichtung. Der Landessportbund Thüringen stellte die historischen Aufnahmen zur Verfügung, mit denen die bewegte Geschichte der Jubilarin illustriert wird. Das Material ist außerdem auch Teil einer Dauer-Ausstellung, die ab September in der Sportschule am Eingang des Schwarzatales zu sehen sein wird.
Der Neubeginn in der Nachkriegszeit
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Verbot aller NS-Organisationen fällt die Sportschule unter die Treuhand und Zuständigkeit des Landes Thüringen. Zunächst werden Flüchtlinge und Umsiedler in den Gebäuden untergebracht, während die Sportplätze zeitweise dem Kartoffelanbau dienen. Mit der Gründung des Landessportausschusses Thüringen 1948 beginnt der Wiederaufbau als Schulungsstätte des Sports. Am 29. Juni 1949 wird die Landessportschule „Artur Becker“ offiziell eröffnet. Hier tritt auch erstmals die heutige Bezeichnung „Landessportschule“ auf.
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Bereits im Sommer 1949 trainieren Leistungssportler der Sommersportarten auf den sportlichen Anlagen, darunter führende Leichtathleten der Ostzone sowie eine Fußballauswahl der Sowjetischen Besatzungszone unter Leitung des späteren Weltmeistertrainers Helmut Schön. Die 1951/52 entstandenen Projektentwürfe zum Ausbau des Gebäudekomplexes der Landessportschule und zur Erweiterung und Modernisierung der Sportanlagen können nach der Auflösung des Landes Thüringen im Jahr 1952 nur teilweise umgesetzt werden.




