In diesem Jahr feiert die Landessportschule in Bad Blankenburg einen runden Geburtstag: Das Jubiläum ist nicht nur für den Landessportbund (LSB) Thüringen, sondern auch für die Schule selbst ein historischer Anlass, auf ihre Vergangenheit, aber auch auf die Zukunft der Einrichtung am Eingang des Schwarzatales im Landkreis Saalfeld/Rudolstadt zu blicken.

Rund um den „Tag der offenen Tür“ an der Landessportschule, der am vergangenen Sonntag stattfand, beleuchten wir in einer zehnteiligen Serie die Geschichte der Einrichtung. Der Landessportbund Thüringen stellte die historischen Aufnahmen zur Verfügung, mit denen die bewegte Geschichte der Jubilarin illustriert wird. Das Material ist außerdem Teil einer Dauerausstellung, die ab September in der Sportschule am Eingang des Schwarzatales zu sehen sein wird.

Zunächst als Mittelschule, später als Trainingsstätte

Trotz politischer Veränderungen kann sich die Schule durch ihren bautechnischen Stand und ihr positives Ansehen den Fortbestand sichern. Zwischen 1952 und 1954 wird sie zunächst als Mittelschule und später als Trainingsstätte des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport genutzt.

100 Jahre Landessportschule
Lehrgang der Sportinstrukteure Fußball, Judo, Tischtennis, Akrobatik, Touristik/Wandern mit 104 Teilnehmern.© Archiv/LSB/Schmiedeknecht

1954 geht die Sportschule an den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) über. Ihre zentrale Aufgabe besteht nun in der Ausbildung von Sportorganisatoren und Lehrwarten für den Betriebssport sowie in der Weiterbildung von Vorsitzenden der Betriebssportgemeinschaften.

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Das neue Hauptgebäude, das bis Ende 1953 von Bauarbeitern genutzt wurde, beherbergt Unterrichtsräume, Unterkünfte, Küche und Speisesaal sowie die Leitung und Mitarbeiter der FDGB‑Sportschule. 1956 beginnen schließlich umfangreiche Baumaßnahmen zur Erweiterung des Hauptgebäudes und zur Errichtung eines dringend benötigten Turn- und Sporthallenkomplexes.