Rot-Weiß Knau übernimmt Platz eins – 1. SV Pößneck zieht nach

Zeulenroda  In der Volleyball-Bezirksliga klettert Rot-Weiß Knau dank zweier Siege, darunter ein 3:0 gegen den bisherigen Spitzenreiter SV Tröbnitz II, ganz nach oben. Auch Pößnecks Volleyballer wissen zu überzeugen.

Der 1. SV Pößneck wurde seiner Favoritenrolle gerecht und fuhr in Zeulenroda zwei souveräne Dreisatzsiege ein. Sowohl der gastgebende PSV als auch die Vierte des VSV Jena waren chancenlos.

Foto: Verein

Da strahlte sie wieder: die Sonne. Kaiserwetter also – wie zu jedem Spieltag der laufenden Saison bei den Pößnecker Herren. Als klarer Favorit reiste man in die Sportprothesen-Stadt Zeulenroda. Und dieser Rolle wurde man auch gerecht. Die tabellarisch bereits weit zurück liegenden Mannschaften aus Jena und Zeulenroda stellten dabei zum Jahresauftakt ein gutes Kanonenfutter für die junge Angriffs-Artillerie der Pößnecker dar.

Sportpsychologisch schon normal, kam es jeweils im ersten Satz der beiden Spiele zum Abtasten der Mannschaften. Unnötig leichte Punkte wurden so an den schwächeren Gegner abgegeben. Die körperliche und spieltaktische Maschinerie der Pößnecker musste sich erst einmal warm laufen, bis man sich absetzen konnte und dem Gegner das eigene Spiel aufzwang.

Beide Partien dauerten jeweils weniger als 60 Minuten. Alle elf Spieler konnten dabei ihre volleyballerischen Fähigkeiten aufzeigen. Dabei etablierte Pößneck mit Dennis Grögl einen weiteren neuen Spieler in den eigenen Reihen, der fortan den Mittelblock verstärkt. Er ist ein erfahrener Mann, der bereits zu seiner Premiere in Zeulenroda in Angriff, Block und Aufschlag glänzend aufgelegt war. Ein weiterer Mittelblocker, der 18-jährige Brian Metze, wird von Spieltag zu Spieltag immer mehr zur neuen Angriffswaffe. In der schnellen Spielvariante schlägt er kraftvoll den Ball über den Block in des Gegners Feld.

Bereits in zwei Wochen geht es für die Pößnecker Volleyballer in Erfurt weiter. Denn dann trifft man auf den Nachwuchs der Talenteschmiede des Erfurter Sportgymnasiums und auf Weimar II. Dabei soll der schwungvolle Spirit des Auftaktspieltages aufgegriffen werden und zwei weitere klare Siege verbucht folgen.

PSV Zeulenroda – 1. SV Pößneck 0:3 (14:25, 18:25, 15:25)VSV Jena IV – 1. SV Pößneck 0:3 (23:25, 25:15, 25:19)Pößneck: Tony Neumeister, Christian Büttner, Steffen Wegwerth, Christopher Krieck, Brian Metze, Christopher Krause, Leon Riedl, Dennis Ritzmann, Dennis Grögl, Hendrik Querengässer, Leon Greyling.

Die Volleyballer des SV Rot-Weiß Knau grüßen von der Tabellenspitze. Nach Anlaufschwierigkeiten gegen die jungen Wilden von Geras Trainerlegende Günter Eck behielten sie im Anschluss gegen den bisher Ersten Tröbnitz II beständig den Fuß auf dem Gas und überholten den SVT mit einem verdienten 3:0 in der Tabelle.

Bestens aufgelegt präsentierten sich zu Beginn des Spieltages auch die Hausherren des Geraer VC II. Taktisch gut ausgerichtet und mit einer Prise Unbekümmertheit stellten sie die Knauer mit dem ersten Aufschlag vor das eine oder andere Rätsel. Beinahe mühelos hielten die Gastgeber Schritt und hatten am Ende von Durchgang eins nach 22:22-Zwischenstand sogar die besseren Argumente zum Satzsieg auf ihrer Seite.

Für die Knauer galt es nun, dem eigenen Netzspiel etwas mehr Kontur zu verleihen. Und tatsächlich: Der zunächst noch stotternde Motor lief mit zunehmender Spieldauer immer mehr im Takt. Hier ein Block, dort ein Ass oder ein verteidigter Ball – die Rot Weißen hatten in die Spur gefunden und nach dem 25:19-Satzausgleich schließlich komplett die Kontrolle übernommen. Und als hätte es den ersten Satz nicht gegeben, buchten sie in jeweils 17 Minuten zwei weitere Durchgänge zum souveränen 3:1-Erfolg.

Da sich im Anschluss auch Tabellenführer Tröbnitz II mehr schlecht als recht zu seinem Sieg gegen die Hausherren mühte, konnte man gespannt sein, welches Team die besseren Argumente haben würde. Auf top Betriebstemperatur waren zunächst die Tröbnitzer, die unter riesigem Jubel zunächst Punkt um Punkt sammelten und mit 10:7 in Führung gingen.

Doch das Gerüst wackelte, denn mit beherztem Aufschlag- und Blockspiel realisierten die Rot-Weißen zwei Fünf-Punkte-Serien, die sich im Endspurt als zu große Hypothek für den SVT erwiesen. Die Oberländer nutzten den mentalen Vorteil und schlichen auch im Folgedurchgang auf leisen Sohlen davon. Der Vorsprung hielt bis die Knauer einen ihrer Mittelblocker durch Verletzung auswechseln mussten (17:15). Doch der Schock blieb aus. Noch fokussierter als zuvor gewannen die Rot-Weißen die folgenden Ballwechsel und erhöhten auf 2:0.

Den zu Beginn des dritten Satzes erzielten 2:0-Vorteil der Tröbnitzer konterten die Rot-Weißen mit sechs Punkten in Serie und so richtig vermochte der Gegner diesen Nachteil nicht mehr egalisieren zu können. Nach knapp über einer Stunde Spielzeit war endgültig der Deckel auf dem Spiel.

Geraer VC II – SV Rot-Weiß Knau 1:3(25:22, 19:25, 13:25, 12:25)SV Rot-Weiß Knau – SV Tröbnitz II 3:0(25:22, 25:20, 25:20)Knau: Arndt Petermann, Andreas Fest, André Weise, Maik Lückemann, Nick Naundorf, Thomas Wunsch, Daniel Riedl, Olaf Pätz, Tino Schöler, Kay Weise.

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