Zweikampf um Präsidenten-Amt beim FC Carl Zeiss Jena

Jena.  Neben dem Amtsinhaber möchte auch der frühere Jenaer Finanzdezernent die ehrenamtliche Aufgabe beim FC Carl Zeiss Jena übernehmen.

Klaus Berka (links) und Frank Jauch sind Kandidaten fürs Präsidenten-Amt des FC Carl Zeiss Jena

Klaus Berka (links) und Frank Jauch sind Kandidaten fürs Präsidenten-Amt des FC Carl Zeiss Jena

Foto: Tino Zippel

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Die Aufsichtsräte des FC Carl Zeiss Jena haben sich noch nicht auf einen neuen Präsidenten geeinigt. In der Sitzung am Donnerstagabend vertagten sie die Frage, ob Klaus Berka im Amt bleibt oder durch Frank Jauch ersetzt wird. Wer bringt welche Argumente?

Beide Kandidaten stellten sich dem Gremium vor und präsentierten ihr Konzept. Einige Aufsichtsräte präferieren Berka und begründen dies mit der in den vergangenen drei Jahren geleisteten guten Arbeit. Die anderen neigen zum früheren Jenaer SPD-Finanzdezernenten Frank Jauch. Er überzeugte andere Aufsichtsräte durch seine strategischen Überlegungen zum Stadion und zum Sportgymnasium, das er zum Vorteil des Fußballclubs enger einbinden will.

Winterschlaf ade für den FC Carl Zeiss Jena

Kritisch wird bei Jauch jedoch gesehen, dass er ein Mitglied des fünfköpfigen Wahlausschusses war. Jener nominiert die Kandidaten für die Aufsichtsratswahl, also diejenigen, die nun nach der Wahl durch die Mitglieder über den Präsidenten entscheiden.

In der Sitzung wollten die Aufsichtsräte unter anderem deshalb noch nicht abstimmen, da ein Aufsichtsrat verhindert war. Das Gremium will in den nächsten 14 Tagen die Entscheidung zum Präsidentenamt treffen, wie der neu gewählte Aufsichtsratschef Mario Voigt mitteilte.

Fokus liege auf dem Klassenerhalt in der dritten Liga

Der CDU-Landtagsabgeordnete hatte bereits interimsweise Willi Obitz ersetzt, der aus beruflichen Gründen kürzer treten musste. Ebenso einstimmig wie Voigt bestimmten die Aufsichtsräte Tobias Knuschke, der den Supporters Club vertritt, zu dessen Stellvertreter. Das Kontrollgremium des Fußballvereins besteht aus neun Mitgliedern.

„Ich freue mich über das Vertrauen meiner Gremiumskollegen und auf die anstehende Arbeit im Aufsichtsrat. Gemeinsam wollen wir einen Kurs der wirtschaftlichen Stabilität und eines lebendigen Mitgliedervereins wählen“, sagt Voigt.

Der Fokus liege voll auf dem Klassenerhalt in der dritten Liga. Schon am Samstag kann der FC Carl Zeiss Jena wichtige Punkte sammeln. Mit Preußen Münster gastiert der Vorletzte im Jenaer Stadion – bei einem Sieg schaffen die Jenaer den Anschluss. Anstoß ist um 14 Uhr. Eintrittskarten gibt es noch in ausreichender Zahl an der Tageskasse.

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