Bahn will Grundangebot sichern - regional gibt es aber Reduzierungen

Erfurt/Eisenach/Saalfeld.  Ein grundsätzlicher Bahnverkehr soll auch bei steigendem Krankenstand gewährleistet sein.

Auch Abellio dünnt vorerst seine Verbindungen aus.

Auch Abellio dünnt vorerst seine Verbindungen aus.

Foto: Martin Schutt / dpa

Kunden der Bahn müssen vorerst nur begrenzt Einschränkungen hinnehmen. Die Eisenbahnunternehmen haben sich mit dem Verkehrsministerium, dem Landesamt für Bau und Verkehr und auch untereinander zu einem stabilen Grundangebot in der Corona-Krise abgestimmt. Das soll auch bei steigendem Krankenstand gewährleistet sein. Diesbezüglich habe man ein Stufenkonzept vereinbart, das den Verkehrsunternehmen „trotzdem die Möglichkeit gibt, flexibel ihre Angebote an die jeweils vorhandene Personalsituation anzupassen“, sagte Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke). Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog

Aktuell verkehren schon einzelne Verbindungen der Erfurter Bahn zwischen Saalfeld – Blankenstein und Zeulenroda – Weida im Schienenersatzverkehr. Zusätzlich werden nun bei der Süd-Thüringen- Bahn die Fahrten zwischen Grimmenthal und Eisfeld personalbedingt nur noch im Zwei-Stunden-Takt erfolgen.

Bei den Angeboten von Abellio sind ab dem kommenden Montag Ausfälle und Reduzierungen geplant. So müssen die Regional-Express-Linien RE 16 Erfurt – Halle, RE 17 Erfurt – Naumburg und RE 15 Saalfeld – Jena eingestellt werden. Zusätzlich werden verschiedene Züge, die verstärkend im Berufsverkehr eingesetzt waren, ausgesetzt. Ein stündliches Grundangebot wird jedoch auf diesen Strecken beibehalten. Auch die Cantus-Verkehrsgesellschaft wird ab Montag die Angebote ausdünnen müssen. Den Reisenden zwischen Eisenach und Bebra stehen dann nur noch zweistündliche Verkehrsangebote zur Verfügung. Außerdem werden bis zunächst Ende Mai die touristisch orientierten Verbindungen zum Rennsteig, das Bahn-Nostalgieprogramm sowie verschiedene Spät- und Nachtzüge eingestellt.

In den Zügen wird auffallen, dass die Zugbegleiter weniger präsent sind. Sofern es die Krankenstände ermöglichen, soll im rollenden Bahnverkehr aber weiterhin Personal für Auskünfte und Hilfeleistungen zur Verfügung stehen. Auch wenn die Fahrscheinkontrolle reduziert ist, gilt die Fahrscheinpflicht.

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