Greiz: Neue Wasserkraftwerke für Koehler Paper Group

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Blick auf eines der vier neuen schottischen Wasserkraftwerke.

Blick auf eines der vier neuen schottischen Wasserkraftwerke.

Foto: Vento Ludens Ltd.

Greiz/Edinburgh.  Vier Anlagen gehen in Schottland für die Gruppe, zu der auch die Papierfabrik Greiz gehört, in Betrieb.

Die Koehler Paper Group, zu der auch die Papierfabrik in Greiz gehört, hat sich seit einigen Jahren auf die Fahnen geschrieben, innerhalb der Produktion stärker auf erneuerbare Energien zu setzen. Das Ziel ist, dass bis zum Jahr 2030 die gesamte benötigte Energie aus erneuerbaren Quellen kommt. Allein in Greiz werden in dieses und andere Nachhaltigkeitsprojekte in den Jahren 2020 und 2021 sieben Millionen Euro investiert.

Seit 2012 gibt es zudem die Tochtergesellschaft Koehler Renewable Energy, die diese Projekt umsetzt. Diese konnte nun das Gemeinschaftsprojekt mit Vento Ludens Ltd. erfolgreich abschließen und vier weitere Laufwasserkraftwerke in den schottischen Highlands nahe Greenfield Burn vollständig in Betrieb nehmen, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt.

Diese Kraftwerke sind Teil eines Portfolios, das den Bau von insgesamt sechs Laufwasserkraftwerken umfasst, teilt die Firma mit. Begonnen habe man mit dem Bau bereits im Jahr 2014. Die ersten zwei Projekte in Kelburn und Ledard wurden schon 2017 erfolgreich fertiggestellt. Mit den weiteren vier Wasserkraftwerken sei das Projekt nun abgeschlossen.

Trotz Behinderungen durch die Corona-Pandemie, die sogar einen zeitweisen Baustopp nötig machte, habe man alles pünktlich abgeschlossen und ab Dezember 2020 mit der Stromeinspeisung aus dem ersten der vier neuen Werke beginnen, wird Alan Mathewson, Leiter der Projektentwicklung bei Vento Ludens, zitiert.

2800 Haushalte werden versorgt

Bei Laufwasserkraftwerken wird ein Teil des Flusswassers durch eine Wasserturbine geleitet. Diese wandelt die potenzielle Energie des Wassers in eine mechanische Drehbewegung um, welche einen Generator antreibt. So gelingt es, die kinetische Energie des Wassers in mechanische und letztendlich in elektrische Energie umzuwandeln, erklärt die Firma.

Die vier Laufwasserkraftwerke in den Highlands von Schottland erzeugten genug Strom, um mehr als 2800 durchschnittliche britische Haushalte zu versorgen. Damit könnten mehr als 4300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Vorteil sei, dass abgesehen von saisonalen Schwankungen, Laufwasserkraftwerke sehr gleichmäßig und rund um die Uhr Strom erzeugten.