Krankschreibungswelle bei Lokführern: Deutsche Bahn stellt Orlabahn ein

Bei der Deutschen Bahn AG haben sich so viele Lokführer krank gemeldet, dass das Unternehmen seit gestern bis voraussichtlich 9. Juni die Orlabahnverbindung zwischen Pößneck unterer Bahnhof und Kahla nicht mehr bedient. Bei den Gründen für die Krankschreibung weicht die Deutsche Bahn aus.

Die Orlabahn verkehrt nicht, weil sich zu viele Lokführer krankgemeldet haben. Foto: Marius Koity

Die Orlabahn verkehrt nicht, weil sich zu viele Lokführer krankgemeldet haben. Foto: Marius Koity

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Pößneck. "Zurzeit gibt es so viele Ausfälle, dass wir diese auf eine Strecke konzentriert haben und die Züge durch Busse ersetzen", teilte Bahn-Sprecher Jörg Bönisch auf OTZ-Anfrage mit.

Zur Anzahl der Krankmeldungen wollte er keine Angaben machen. Dass sich die Lokführer wegen einer ungewissen beruflichen Perspektive krank gemeldet hätten, weil die Deutsche Bahn einige Regionalbahnstrecken in Ostthüringen ab dem 10. Juni an den Mitbewerber Erfurter Bahn verliert, wollte Boehnisch nicht kommentieren: "Auf den Kopien der Krankenscheine wird uns der Grund nicht mitgeteilt."

Wochentags starten nun je 14 Busse in beide Richtungen. Betroffen davon sind viele Studenten und Berufspendler, die täglich nach Jena fahren müssen. Detaillierte Informationen zu den Abfahrtszeiten gibt es unter www.bahn.de/aktuell oder Tel.: (0180 5) 99 66 33.

Künftig in grün-weiß-roter Bahn durch's Orlatal