Miriam Wagner ist seit Mittwoch die neue Wurstkönigin des Freistaates

Die nächsten zwei Jahre wird die 23-Jährige nicht nur Botschafterin für Fleischprodukte sein, sondern möchte auch den Nachwuchs für die Branche begeistern.

Wurstkönigin Miriam Wagner  aus Burkersdorf leitet die Fleischereifiliale Löffller in Zeulenroda, Heinrich-Heine-Straße

Wurstkönigin Miriam Wagner aus Burkersdorf leitet die Fleischereifiliale Löffller in Zeulenroda, Heinrich-Heine-Straße

Foto: zgt

Zeulenroda-Triebes. Kaum war sie gekrönt, gab die neue Thüringer Wurstkönigin auch schon ihre ersten Interviews und übernahm offizielle Gratulationen an Jungmeister und Auszubildende der Branche. Die 23-jährige Miriam Wagner darf sich seit Mittwoch ruhig "Ihre Majestät" nennen lassen. Am 6. März nämlich wurde die Burkersdorferin im Rahmen des 17. Tages der Thüringer Wurstspezialitäten in Erfurt in ihr Amt eingeführt. Zwei Jahre lang wird Wagner nun das Fleischerhandwerk vertreten und als Botschafterin für die Thüringer Qualitätsprodukte werben.

Seit 2009, als sie ihre Ausbildung zur Fleischerei-Fachverkäuferin erfolgreich abgeschlossen hat, arbeitet die 23-Jährige bei der Fleischerei Löffler mit Sitz in Triebes. Zwei Jahre später wurde ihr die Leitung der Filiale in der Zeulenrodaer Heinrich-Heine-Straße anvertraut.

"Wir sind sehr stolz, eine solche Mitarbeiterin zu haben. So etwas passiert einer Fleischerei wahrscheinlich nur ein Mal im Leben", freut sich Geschäftsinhaber Ulrich Löffler über den Wurstköniginnen-Titel seiner Angestellten. Tatsächlich sei sie dafür mehr als geeignet. Immerhin habe Wagner in den vergangenen Jahren auch anderweitig ihr Können bewiesen. Sowohl 2011 als auch 2012 hat die Burkersdorferin beim thüringenweiten Wurstplatten-Wettbewerb Gold geholt. "Ich habe auch schon während meiner Lehre an Ausscheiden teilgenommen", ergänzt die 23-Jährige. So fuhr sie 2009 einen weiteren ersten Platz für ihre Kreationen rund um die Wurst ein. Bei einem dieser Wettstreite habe sie ihre Amtsvorgängerin Jana Wollenhaupt kennengelernt. "Sie hat mir das alles so ein bisschen schmackhaft gemacht", erläutert Wagner ihre Entscheidung, sich beim Landesinnungsverband in Nohra um den Wurstköniginnen-Titel zu bewerben. Als vor einigen Wochen feststand, dass sie sich gegen ihre drei Konkurrentinnen durchgesetzt hat, hieß es, einige Vorbereitungen für den 6. März zu treffen. "Mein Kleid musste ja noch genäht und die Schärpe bestickt werden", so die Burkersdorferin. Übernahm die Innung die Kosten für die Brust-Zierde, habe dankenswerter Weise die Fleischerei Löffler die Kosten für die rote Robe getragen. Ihr Arbeitgeber ist es auch, der nun ab und an auf seine Mitarbeiterin verzichten muss. Am 23. März reist die frisch gebackene Wurstkönigin schon wieder nach Erfurt, um diesmal auf dem Domplatz die Grillsaison offiziell zu eröffnen.

Die komplette Terminliste der Innung liegt Wagner zwar noch nicht vor, sie weiß aber, dass sie mindestens sechs Veranstaltungen pro Jahr wahrnehmen muss. "Nimm an, was du kannst", habe ihre Vorgängerin ihr mit auf den Weg gegeben. Den Rat möchte die bislang jüngste Thüringer Wurstkönigin auch gern befolgen. "Es macht jetzt schon Spaß, ich komme herum und lerne Leute kennen", sagt die 23-Jährige. Mit der Ausübung ihres Amtes möchte sie aber nicht nur präsent sein, sondern auch eine weitere wichtige Gelegenheit wahrnehmen. "Ich erhoffe mir, den Nachwuchs für das Fleischerhandwerk zu begeistern. Es gibt so gute Chancen in der Branche", so Wagner. Viele wüssten zum Beispiel nicht, dass der Beruf der Fleischerei-Fachverkäuferin auch Kreativitäts-Potential berge. Wagner selbst ist dafür der beste Beweis.

Auf die kommenden 24 Monate ist "Miriam I", die auch privat eine Vorliebe für Thüringer Rostbratwurst und hausgemachte Leberwurst hat, auf alle Fälle sehr gespannt. Selbst wenn damit wohl auch Freizeitstress verbunden sein wird.

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