Thüringer Hotel- und Gaststättenverband für Öffnungen schon am Wochenende

Erfurt.  Betriebe hätten bereits jetzt Einbußen von 20 Prozent des Jahresumsatzes hinnehmen müssen. Kommunen können Öffnungszeitpunkt selbst bestimmen.

Dirk Ellinger ist der Geschäftsführer der Dehoga in Thüringen.

Dirk Ellinger ist der Geschäftsführer der Dehoga in Thüringen.

Foto: Peter Michaelis

Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat an die Kommunen appelliert, bereits zum Wochenende das Öffnen von Gaststätten und Beherbergungsbetrieben zu ermöglichen. „Mein Wunsch wäre es, dass die Kommunen schon ab dem Wochenende Öffnungen zulassen - natürlich nur dort, wo es die Corona-Fallzahlen zulassen“, sagte Thüringens Dehoga-Hauptgeschäftsführer Dirk Ellinger am Donnerstag in Erfurt. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise in unserem Live-Blog

Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch auf weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen verständigt und dabei auch dem Gaststätten- und Hotelgewerbe Öffnungsperspektiven gegeben.

Öffnung des Gastgewerbes noch vor Himmelfahrt gibt Hoffnung

Nach einem Beschluss des Thüringer Kabinetts sollen Kneipen, Restaurants und Unterkünfte ab 15. Mai wieder öffnen dürfen. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sagte, dass die Kommunen „in eigener Verantwortung“ auch einen früheren Termin für die Öffnungen setzen könnten.

Diese Lockerungen kommen außerdem

Ellinger sagte, dass die Thüringer Betrieben in seinem Verband bis Ende April Einbußen von etwa 20 Prozent des Jahresumsatzes hinnehmen mussten – vor allem wegen des weggebrochenen Ostergeschäfts. „Wir wissen, dass der Umsatz auch nach dem Hochfahren nicht das Niveau erreichen wird, das man vor der Krise noch erwartet hatte“, sagte Ellinger. Doch die Öffnung des Gastgewerbes noch vor Himmelfahrt gebe Hoffnung.

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