Waldjugendspiele auf dem Walderlebnispfad Saalfeld mit 250 Schülern

Lehrplan in der Praxis: Die Waldjugendspiele auf dem Walderlebnispfad wurden am Donnerstag zum 22. Mal durchgeführt. 250 Grundschüler waren dabei.

Holz soll an dieser Station auf Geschwindigkeit umgestapelt werden. Die schnellste Klasse bekommt die meisten Punkte. Foto: Dominique Lattich

Foto: zgt

Saalfeld. "Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder", tönte es gestern fröhlich aus Kinderkehlen. Laut hallte das "Rennsteiglied" über den Saalfelder Walderlebnispfad, auf dem die Waldjugendspiele stattfanden. Rund 250 Grundschulkinder nahmen in diesem Jahr daran Teil.

Das Prinzip ist einfach: An jeder Station müssen die Kleinen Aufgaben erfüllen. Je besser sie das tun, umso mehr Punkte bekommen sie. Die Klasse mit den meisten Punkten, gewinnt. Doch das entscheidet sich erst nach dem Streifzug durch den Wald.

Dort wartete zum Beispiel Bernd Lippold, der sonst im Naturpark Leutenberg arbeitet. "Hier ist die Pilzstation. Die Kinder müssen Pilze erkennen und zuordnen können, welche giftig sind und welche essbar. Sieben Gruppen waren bisher bei mir und alle haben sich gut aus­gekannt", gab Lippold eine ­Zwischenbilanz.

Ein Stückchen weiter lagen Äste quer gefächert auf einem langen Tisch und verdeckten einzelne Buchstaben. Bei der Zweigstaffel bestand die Aufgabe darin, anhand der Blätter oder Nadeln und der Rinde ­bestimmen zu können, zu welchem Baum sie gehören. Das führte die einzelnen Buchstaben zusammen und die Kinder zu dem Lösungswort "Grünspecht".

Starker Wind, Schnee und Borkenkäfer waren Thema an der nächsten Station, bei der ­besonders der Waldschaden ­behandelt wurde. Dass der Mensch mit Verschmutzung durch Müll und durch Abgase dem Wald schadet, erkannten die Viertklässler ebenso. Und auch nicht jeder Pilz ist gut für den Wald, denn für manche Bäume sind sie auch schädlich. Was man gegen Borkenkäfer machen kann, darüber informierte Stadtförster Alexander Krieck und präsentierte den Kindern Borkenkäfer-Fallen, die auch zur Kontrolle dienen und im Wald zu finden sind.

"Für die Schüler ist es sehr informativ", lobte Lehrerin Astrid Hauke von der Gräfenthaler Grundschule die 22. Wald­jugendspiele. "Der Lehrplan erfährt hier noch seine Praxis. Es ist wunderbar aufbereitet für die Kinder." Und die Sprösslinge stimmen ihrer Lehrerin zu: "Es macht viel Spaß." - "An den Stationen ist Teamwork gefragt - das ist toll." - "Man lernt noch mehr über den Wald." - "Die Spiele machen richtig Spaß", so die Kommentare der Kinder.

Insgesamt waren zwölf Klassen auf dem Walderlebnispfad unterwegs. Die Schüler kamen aus den Saalfelder Grundschulen sowie aus den Grundschulen Gräfenthal, Könitz und Kamsdorf. Organisiert wurden die Spiele vom Forstamt Saalfeld-Rudolstadt in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Unterstützung erfuhren sie von der Stadtverwaltung Saalfeld, der Bildungszentrum GmbH, dem DRK Saalfeld und der Feengrotten GmbH.

Gewonnen hat die Klasse 4M, Gruppe 1, der Marco-Polo-Grundschule, die die gleiche Punktzahl erreichte wie die 4c der Caspar-Aquila-Grundschule (beide Saalfeld), allerdings beim Stechen durch Würfeln die Nase vorn hatte. Den dritten Platz belegte die 4a der Marco-Polo-Schule. Vierter wurde die 4b der Grundschule Kamsdorf.

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