Das Arbeitsgerichtsverfahren der Ex-Gleichstellungsbeauftragen Mary-Ellen Witzmann gegen die Stadt Erfurt scheint ein vorfristiges Ende zu finden. Wie das Arbeitsgericht am Donnerstagnachmittag mitteilte, ist der für den 11. April angesetzte Verhandlungstermin aufgehoben.

Erfurter Arbeitsgericht hebt Termin auf

Gerichtssprecher Philipp Mesters teilt dazu mit: „Die Parteien haben mitgeteilt, es hätten am 10. April 2025 erneut Gespräche zwischen ihnen mit dem Ziel einer außergerichtlichen Einigung stattgefunden. Eine grundsätzliche Einigung habe dabei erzielt werden können, die weiteren Abstimmungen sollten in den nächsten Tagen fortgesetzt und in der kommenden Woche abgeschlossen werden.“

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Wie diese Zeitung aus Stadtratskreisen erfuhr, wurde für den Donnerstagnachmittag der Ältestenrat einberufen, um Informationen zur Causa Witzmann zu erhalten.

Mehr zum Erfurter Theater

Mary-Ellen Witzmann hatte im Oktober 2023 bestätigt, dass es am Theater Erfurt Vorwürfe des Machtmissbrauchs und sexueller Übergriffe gab. Kurz darauf wurde ihr von damaligen Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) mehrfach fristlos gekündigt. Ein erster Vergleich war am Veto des Personalrates der Stadt gescheitert.

Ermittlungen zum Theater führten zur Entlassung Guy Montavons

Ungeachtet dessen wurden durch Ermittlungen zum Theater diverse Vorwürfe gesammelt, die auch wirtschaftliche Belange betrafen. Letztlich kündigte die Stadt unter dem neuen OB Andreas Horn (CDU) dem langjährigen Generalintendanten Guy Montavon. Dieser Fall liegt auch vor dem Arbeitsgericht.