1. Der Baum

Der diesjährige Weihnachtsbaum als ein zentrales Element des Weihnachtsmarktes auf dem Domplatz ist ein Geschenk aus Ilmenau. Perfekt ist er nicht, weiß Marktchef Maximilian Wolf. Überhaupt aber werde es immer schwerer, ein geeignetes Exemplar dieser Größe zu finden. Und auch wenn der diesjährige Nadelbaum ein Geschenk ist, wendet die Stadt alljährlich eine fünfstellige Summe für Fällung, Transport und Aufstellen auf. Mit seinem Aufruf an die Erfurter, über mögliche Alternativen für den Weihnachtsmarkt-Baum nachzudenken, hat Wolf aber vor allem für Empörung und unsachliche Kommentare in sozialen Medien gesorgt. „Wenn die Mehrheit der Meinung ist, nur ein echter Baum gehört zum Weihnachtsmarkt, dann nehmen wir das für die kommenden Jahre als Arbeitsauftrag an uns“, blickt Wolf in die Zukunft.

2. Die Bühne

Das Musikprogramm auf der Bühne an den Domtreppen läuft dieses Jahr auf Sparflamme: Ausschließlich Donnerstag bis Sonntag gibt es dort Programm. Grund für diese einschneidende Maßnahme seien die horrend gestiegenen Gema-Gebühren. Berechnungsgrundlage dafür seien neuerdings die rund 18.500 Quadratmeter des Domplatzes, nicht mehr nur die Fläche vor der Bühne mit ihren 8500 Quadratmetern. Rund 40.000 Euro muss die Stadt selbst für das musikalische Sparprogramm an die Gema zahlen. „Keine gute Entwicklung“, wie der Kulturbeigeordnete Lars Bredemeier findet. 160 Künstler sind es dennoch, die an 17 Tagen auf der Bühne zu erleben sind, im Spektrum zwischen Pop, Volksmusik und neu auch lateinamerikanischen Klängen.

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3. Die Besucher

Mit etwa einer Million Besuchern wird auch 2025 beim Erfurter Weihnachtsmarkt gerechnet, der am Dienstag, 25. November, eröffnet wird. Diese Zahl weiter zu steigern, so sagt Veranstaltungschef Maximilian Wolf, sei nicht vorderstes Ziel. Die Fläche sei schließlich beschränkt. 13.000 Besucher gleichzeitig – so lautet das Limit aus Sicherheitsgründen für den Domplatz. Selbst am hochfrequentierten Samstag werde diese exakt an den Eingängen des Marktes gemessene Zahl längst nicht erreicht.

4. Die Sicherheit

Der Domplatz wird zur Safe-Now-Zone: Heißt, hier kann mit einer kostenfreien App jeder im Notfall Alarm schlagen. Etwa bei gesundheitlichen Problemen, Belästigungen oder Handgreiflichkeiten. Die Stadt hat mit der App zum Oktoberfest durchweg positive Erfahrungen gesammelt. Zusätzlich angeschaffte Überfahrsperren und Poller sichern das Gelände vor Angriffen mit Fahrzeugen ab.

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5. Der Glühwein

Preisabsprachen sind tabu. Aber weil die Standmieten im Vorjahr unangetastet blieben und in diesem Jahr nur moderat erhöht wurden – von einer fünfprozentigen Steigerung ist die Rede – dürfte sich der Preis für die Tasse Glühwein wieder bei 4 Euro einpegeln. Gewissheit aber gibt es erst, wenn am Dienstag die Glühweinhütten öffnen.

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6. Die Stille Stunde

Erstmals gibt es dieses Jahr – probehalber – eine Stille Stunde auf dem Weihnachtsmarkt. Das hat nichts mit der Gema zu tun, sondern beruht auf einem Stadtratsbeschluss. An allen Adventssonntagen wird zwischen 11 und 12 Uhr der Weihnachtsmarkt besonders reizarm gestaltet, Lichter und laute Effekte vermieden. So soll auch sensorisch besonders empfindlichen Menschen ein Besuch ermöglicht werden.

7. Der Händlermix

169 Händler, wie im Vorjahr, öffnen zum Erfurter Weihnachtsmarkt ihre Buden. Ein Drittel davon kommt aus Erfurt, knapp zwei Drittel aus Thüringen. Ausländische Standbetreiber kommen aus Finnland, Ungarn, Tschechien, Polen. Alle haben sich einem offenen Bewerberverfahren gestellt, der überwiegende Teil war auch in den Vorjahren schon mit dabei. Die Zahl der Bewerber lag bei über 200 dieses Jahr, aus denen ein Händlermix zusammengestellt wurde. Insbesondere bei den Kunsthandwerkern sei die Zahl rückläufig, die Zahl der Bewerber um Imbiss- und Getränkestände deutlich höher. Die aber müssten auch die höchsten Standmieten zahlen. Immerhin zu 90 Prozent gehe der Weihnachtsmarkt für die Stadtkasse kostendeckend über die Bühne, konkrete Zahlen aber werden dazu nicht genannt. Der Weihnachtsmarkt lohne sich auch wegen seiner volkswirtschaftlich positiven Wirkung – auf Hotels, Gastronomie und Handel.

8. Der Gesang

Zum Abschluss des Weihnachtsmarktes heißt es am 22. Dezember ab 18 Uhr wieder: „Erfurt singt zur Weihnacht“. Die Thüringer Kneipenchöre aus Erfurt und Jena laden an den Domstufen zum Mitsingen ein. Ein stimmungsvoller Abschluss ist somit garantiert.