• Die Sieger beim Thüringer Innovationspreis stehen fest.
• Unter den Gewinnern ist ein Unternehmen aus Ilmenau.
• Kuptec hat eine Lösung zur Kanalvermessung entwickelt.

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Großer Erfolg für die Firma Kuptec aus Ilmenau. Sie hat am Mittwoch den Thüringer Innovationspreis in der Kategorie Digitales und Medien gewonnen. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Siegertrophäe soll einen Ehrenplatz im Beratungsraum finden, sagt Geschäftsführer Mageeban Kuperan.

Wenn heute Kanalquerschnitte bestimmt werden müssen, sind in der Regel zwei ausgebildete Vermesser im Einsatz. Einer von beiden hat die unangenehme Aufgabe, in die Kanalisation zu steigen. Das Unternehmen Kuptec aus Ilmenau schafft Abhilfe. Das neuartige Messgerät Diametrix, das mit Laser-Array-Messtechnik arbeitet, wird an einer Teleskopstange von oben in den Kanal eingeführt. Die patentierte Lösung bietet durch ein integriertes Funkmodul erweiterte Möglichkeiten der Dokumentation.

Bislang braucht es für die Messung zwei Mitarbeiter

Bislang muss vor dem Abstieg eine Gasdetektionsprüfung unternommen werden, um ausreichende Luftqualität für den Mitarbeiter zu gewährleisten. „Während des Abstiegs, bei dem wasserdichte persönliche Schutzausrüstung getragen wird, überwacht ein Gaswarner die Luftzusammensetzung und fordert bei Veränderungen einen sofortigen Rückzug“, erläutert Firmenchef Mageeban Kuperan.

Kandidat Thüringer Innovationspreis
Das Diametrix-Team von Kuptec in Ilmenau: Florian Köhler, Mageeban Kuperan, Lars Knust, Lukas Heinrich und Amelie Weber (von links). © Kuptec | Johannes Romeyke

Diametrix erspart den Abstieg und bietet dem Arbeitgeber einen enormen zeitlichen und damit finanziellen Vorteil. Die Vermessung erfordert mit der Neuheit nur noch einen Anwender.

Kandidat Thüringer Innovationspreis
Kuptec aus Ilmenau hat das Gerät Diametrix entwickelt, mit dem sich leicht Kanäle vermessen lassen. © Kuptec | Johannes Romeyke

Bislang ist die Dokumentation der Kanalnetze mit einer Gesamtlänge von über 600.000 Kilometern in Deutschland oft mangelhaft. Die Geräte liefern die gesammelten Daten an einen Server. Durch die einheitliche Erfassung und zentrale Speicherung erhalten die Kommunen einen deutlich besseren Überblick über die Kanalisation.

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Gerät wird bereits in sechs Städten eingesetzt

Die Prototypen hat das Unternehmen im Alltagsbetrieb des europaweiten Marktführers für die Kanalisationssanierung getestet. „Unsere Geräte sind bereits in den Städten Köln, Münster, Göttingen, Dresden, Nürnberg und München im Einsatz. In wenigen Wochen startet der Einsatz in Dänemark und Schweden“, sagt Kuperan. „Wir möchten Diametrix gerne in sämtlichen Ländern vermarkten, welche über ein Kanalisationsnetz verfügen.“

Nominiert für den Thüringer Innovationspreis: