- Im Wahlkreis um Mühlhausen ist der letzte Wahlbezirk zur Landtagswahl ausgezählt
- Im Wahlkreis Unstrut-Hainich-Kreis I gewinnt der CDU-Kandidat Jonas Urbach
- AfD-Mann Stefan Möller gewinnt im Wahlkreis Unstrut-Hainich II das Direktmandat
23.00 Uhr: Landtagswahl im Unstrut-Hainich-Kreis beendet
Die Auszählung der Landtagswahl im Unstrut-Hainich-Kreis ist abgeschlossen. Die beiden Direktmandate gehen an Jonas Urbach (CDU) und Stefan Möller (AfD). Mit 37,5 Prozent erhielt die Alternative für Deutschland im Unstrut-Hainich-Kreis die größte Zustimmung vor den Christdemokraten (35,8). Damit beenden wir unseren Live-Ticker.
22.15 Uhr: Urbach (CDU) hat das Direktmandat UHK I
Ein Jubelschrei im Kulturhaus in Bickenriede beendete die vierstündige Zitterpartie zur Landtagswahl im Wahlkreis Unstrut-Hainich-Kreis I (Mühlhausen, Südeichsfeld, Unstruttal, Struth). Fest steht: Jonas Urbach (CDU) zieht erneut in den Thüringer Landtag ein.

Täglich
Der Newsletter für Unstrut-Hainich
Alle wichtigen Informationen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Bis zuletzt war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jonas Urbach (CDU) und Thomas Gröger (AfD). Es fehlte noch ein Wahlbezirk. Im Südeichsfeld musste der Briefwahlbezirk wegen eines Fehlers erneut ausgezählt werden. Am Ende hatte Urbach 493 Stimmen mehr.
21.30 Uhr: Ein Wahlbezirk fehlt noch
Knapp 100 Stimmen trennen CDU-Mann im Wahlkreis Unstrut-Hainich I zur Landtagswahl und Thomas Gröger (AfD). Es fehlt ein Wahlbezirk im Südeichsfeld. Dort liegt Urbach klar vor Gröger. Der Kampf ums Direktmandat ist spannend. Die Briefwahl im Südeichsfeld muss nochmal gezählt werden.
21.15 Uhr: Urbach hofft auf die Landesliste
Noch immer fehlt im Wahlkreis Unstrut-Hainich I zur Landtagswahl ein Wahlkreis. Thomas Gröger (AfD) führt knapp vor Jonas Urbach (CDU). CDU-Kreisvorsitzender Jeremi Schmalz sagte am Abend: „Der Trend für die Direktmandate sieht schlecht aus. Ich gehe aber fest davon aus, dass Jonas über die Landesliste in den Landtag einzieht.“ Noch besser als er ist Jane Croll aus Wiegleben auf der Landesliste platziert.
20.40 Uhr: Gröger führt im Raum Mühlhausen vor Urbach
Noch zwei Wahlbezirke müssen für die Landtagswahl im Wahlkreis Unstrut-Hainich- I ausgezählt werde (Mühlhausen, Südeichsfeld, Unstruttal). Thomas Gröger (AfD) führt vor Jonas Urbach (CDU). Die besten Werte erreichte Urbach in Struth. Gröger punktete vor allem in Unstruttal.
20.20 Uhr: Jane Croll verliert gegen Stefan Möller

Im Wahlkreis Unstrut-Hainich II für den Landtag unterliegt CDU-Frau Jane Croll gegen AfD-Mann Stefan Möller, hofft aber noch auf den Einzug in den Landtag über die Landesliste. Das scheint realistisch.
19.30 Uhr: Herbsleberin in Herbsleben chancenlos
Die drei Wahlbezirke für Herbsleben zur Landtagswahl in Thüringen sind ausgezählt. Die Herbsleberin Cordula Eger (Linke) ist in ihrem Heimatort chancenlos, erreicht 15,4 Prozent. AfD-Mann Stefan Möller kommt auf 48,8. Davor auch CDU-Frau Jane Croll aus Bad Langensalza (30,3). Auch in der Nachbarstadt Bad Tennstedt liegt Stefan Möller (AfD) vorn mit 46,7 Prozent.
- Die Landtagswahl aus Unstrut-Hainich-Sicht
- Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen
- 15 Parteien sind zur Thüringer Landtagswahl zugelassen
- Wagenknecht wird in Sachsen und Thüringen zur Königsmacherin
- Landtagswahl: Ramelow will AfD kein Erpressungspotenzial geben
- Thüringer SPD-Chef peilt zweistelliges Wahlergebnis an
19.15 Uhr: Gröger übernimmt vor Urbach die Führung
Die Hälfte der Wahlkreise in Mühlhausen, der die Kreisstadt, das Unstruttal und im Südeichsfeld im Kampf um die Sitze im Thüringer Landtag ist ausgezählt: Thomas Gröger (AfD) übernimmt die Führung von Jonas Urbach (CDU). Im Wahlkreis Unstrut-Hainich-Kreis II (von der Vogtei über Bad Langensalza bis Bad Tennstedt) führt Stefan Möller (AfD) nun vor Jane Croll (CDU). Die hat aber noch über die Landesliste eine Chance.
19 Uhr: CDU-Mann in Mühlhausen vorn
Bei neun von 35 ausgezählten Wahlbezirken in Mühlhausen zur Landtagswahl in Thüringen liegt Jonas Urbach (CDU/Bickenriede/Dingelstädt) vor AfD-Mann Thomas Gröger (Horsmar/Unstruttal). Beide waren in der letzten Legislatur im Landtag vertreten. Die beiden Mühlhäuser Steffen Thormann (Linke) und Kai-Uwe Jagemann (SPD) sind abgeschlagen.
18.45 Uhr: Urbach und Möller führen
Nachdem 13 von 57 Wahlkreisen im Wahlkreis Unstrut-Hainich I (Mühlhausen) zur Landtagswahl ausgezählt sind, führt Jonas Urbach (CDU) mit 45.2 Prozent für Thomas Gröger (AfD) 35,3 Prozent. Abgeschlagen Steffen Thormann (Linke) und Kay-Uwe Jagemann (SPD). Im Wahlkreis Unstrut-Hainich II, der sich von der Vogtei über Bad Langensalza bis Bad Tennstedt erstreckt, liegt Stefan Möller (AfD) mit 45,6 Prozent vor Jane Croll (CDU/33,6 Prozent). In diesem Wahlkreis sind 29 der 71 Wahlbezirke ausgezählt.
18.10 Uhr: Das Auszählen beginnt
57 Wahlkreise gibt es zur Landtagswahl in Thüringen rund um Mühlhausen, 72 zwischen der Vogtei und Bad Langensalza. Jetzt beginnt das Auszählen. Dabei ist der Wahlkreis um Mühlhausen (mit Struth, Unstruttal und Südeichsfeld) der größere der beiden im Unstrut-Hainich-Kreis. 40.518 Wahlberechtigte sind es rund um Mühlhausen; 37.617 zwischen Bad Langensalza und der Vogtei.
18 Uhr: Wahlbüros im Unstrut-Hainich-Kreis schließen
Die rund 120 Wahlbüros im Unstrut-Hainich-Kreis schließen. In wenigen Minuten werden die ersten Wahlvorstände ihre Ergebnisse für die Landtagswahl liefern. In die Thüringen-Hochrechnungen fließen auch Ergebnisse von anonymen Umfragen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis ein.
Mehr zur Landtagswahl
- Die Landtagswahl aus Unstrut-Hainich-Sicht
- Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen
- 15 Parteien sind zur Thüringer Landtagswahl zugelassen
- Wagenknecht wird in Sachsen und Thüringen zur Königsmacherin
- Landtagswahl: Ramelow will AfD kein Erpressungspotenzial geben
- Thüringer SPD-Chef peilt zweistelliges Wahlergebnis anDie Landtagswahl aus Unstrut-Hainich-Sicht
- Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen
- 15 Parteien sind zur Thüringer Landtagswahl zugelassen
- Wagenknecht wird in Sachsen und Thüringen zur Königsmacherin
- Landtagswahl: Ramelow will AfD kein Erpressungspotenzial geben
- Thüringer SPD-Chef peilt zweistelliges Wahlergebnis an
16.30 Uhr: SPD-Mann beklagt Angriffe „weit unter der Gürtelinie“
Besonders harte Tage liegen hinter dem Kandidaten der SPD für die Landtagswahl im Wahlkreis Unstrut-Hainich II: Markus Reinders. Er will für die SPD im Wahlkreis Unstrut-Hainich II - gelegen zwischen Bad Tennstedt, Bad Langensalza und der Vogtei - in den Thüringer Landtag einziehen. Der 53-Jährige arbeitet beruflich als Bereichsleiter in der Sicherheitsbranche. Doch was er in den vergangenen Wochen erlebte, damit hatte er vor Beginn des Wahlkampfes nicht gerechnet.
„Ich wurde mit Bierbüchsen beworfen, auch mein Sohn, der mich im Wahlkampf unterstützte, wurde mehrfach verbal attackiert“, berichtet Reinders. Besonders dramatisch sei es im Internet gewesen: Auf verschiedenen Plattformen sei er „weit unter der Gürtellinie“ angegriffen worden. „Die Menschen würfeln in der Anonymität des Internets alles durcheinander. Da wirst du für Dinge verantwortlich gemacht, die du nicht einmal zu träumen wagst“, erläuterte der SPD-Mann. Leider sei es so, dass bei einigen schlichtweg der Anstand verloren gegangen sei.
Die Gespräche am Wahlstand seien zweigeteilt verlaufen. Reinders habe den Menschen oft gesagt: „Ich bin kein Politiker, ich bewerbe mich um dieses Amt, weil ich selbst Opa und Vater bin, der Sorge hat, um dass, was in diesem Land passiert“. Reinders betonte, dass er sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber sei, und als Niederlassungsleiter eines Unternehmens kenne er beide Seiten. So sei es ihm gelungen, die Menschen ein Stück weit zu erreichen Argumente auszutauschen.
Am Sonntagmorgen, nach der Stimmabgabe im Wahllokal, zog es Reinders zu seinen Schützenbrüdern auf den Platz. „Ich bin in einem Schützenverein. In der Vergangenheit blieb wenig Zeit für das Hobby, aber jetzt war ich an der Reihe, einiges nachzuholen und der Verpflichtung, Ringe zu schießen, nachzukommen“, sagte Reinders.
„Ich habe während des Wahlkampfs gut elf Kilogramm an Gewicht verloren, war täglich zwischen 25.000 und 60.000 Schritte zu Fuß in meiner Wahlregion unterwegs. Das hat schon gezehrt, ein paar Schuhe sind dabei kaputtgegangen“, berichtete der 53-Jährige.
14.50 Uhr: Feldküche vor dem Wahllokal in Mühlhausen aufgebaut

Vor dem Wahllokal in der Nikolaischule in Mühlhausen zur Landtagswahl in Thüringen hatte sich am Wahltag Sven Braun, alias „Bruder Sven“, mit seiner Feldküche aufgebaut. Das Gelände gegenüber der Schule ist seins. Bratwurst, Crepes, Softeis und Fassbier gab es für alle, die Appetit hatten. Der Gastronom selbst ging vor seinem Arbeitstag zur Wahl in Nikolaischule.
14.50 Uhr: AfD-Kandidat plant keine Wahlparty
Thomas Gröger aus Horsmar, AfD-Spitzenkandidat für den Wahlkreis 8 (Mühlhausen) zur Landtagswahl, möchte am Wahltag nicht von unserer Redaktion beim Gang zum Wahllokal begleitet werden. Er sagt, er werde am Abend, wie viele seiner Parteifreunde und AfD-Anhänger, das Auszählen der Stimmen in den Wahllokalen verfolgen. Eine Wahlparty sei nicht geplant.
14.45 Uhr: Linke-Kandidat bespuckt und beschimpft

Er habe im Wahlkampf viele sehr engagierte Menschen kennengelernt, die sich für die Region um Mühlhausen einsetzen, sagt der Linke-Spitzenkandidat (Wahlkreis 8) für Linke zur Thüringer Landtagswahl, Steffen Thormann, kurz vor der Stimmabgabe am Sonntag in Mühlhausen. Allerdings hat der Politiker auch drei Anzeigen wegen Beleidigung erstattet, wie er sagt. „Ich bin bespuckt und beschimpft worden.“ Neun Infostände gab es von seiner Partei, 20.000 Flyer wurden verteilt, zwischen 550 und 600 Plakate geklebt. Vor allem hätten viele Ehrenamtliche im Wahlkampf unterstützt.
- Die Landtagswahl aus Unstrut-Hainich-Sicht
- Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen
- 15 Parteien sind zur Thüringer Landtagswahl zugelassen
- Wagenknecht wird in Sachsen und Thüringen zur Königsmacherin
- Landtagswahl: Ramelow will AfD kein Erpressungspotenzial geben
- Thüringer SPD-Chef peilt zweistelliges Wahlergebnis an
14.20 Uhr: Willy Brandt wartet vor dem Wahllokal

Sonntagmittag gibt auch der SPD-Spitzenkandidat für den Wahlkreis 8 zur Thüringer Landtagswahl, Kay-Uwe Jagemann aus Mühlhausen, seine Stimme ab – gemeinsam mit Ehefrau Anke. Sie haben ihren Hund, einen Australian-Shepherd, dabei. Den hat das Paar seit einem guten Jahr. „Wir nennen ihn Willy“, erklärt Jagemann, „er hat aber noch einen Nachnamen“. Willy Brandt muss allerdings vor dem Wahllokal Im Kittel warten.
Am Abend will sich der Spitzenkandidat gemeinsam mit Parteifreunden in der Kreisgeschäftsstelle in Mühlhausen treffen, um das Wahlergebnis auszuwerten. Der Wahlkampf sei „sehr erfüllend“ gewesen, sagt Jagemann. Tagsüber war Jagemann in der Schule, er ist Lehrer am Mühlhäuser Tilesius-Gymnasium. In der Freizeit machte er Wahlkampf, war abends vor allem in den Mühlhäuser Kirmesgemeinden unterwegs.
Mehrere Infostände gab es, am Freitag verteilten die Genossen 300 Rosen auf dem Steinweg. Es habe gute Gespräche und auch viel positive Resonanz gegeben, aber auch viel Kritik an der Ampel-Regierung. Die wenigsten Menschen würden zwischen Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik unterscheiden.
14 Uhr: AfD-Kandidat verzichtet auf ein Sonntags-Ritual
Stefan Möller von der AfD kandidiert bei der Landtagswahl im Wahlkreis Unstrut-Hainich-Kreis II zur Landtagswahl in Thüringen als Direktkandidat. Auf der Landesliste seiner Partei steht er in Thüringen auf Platz 2. Möller ist seit mehreren Jahren in Thüringen für die AfD aktiv und hatte bereits verschiedene Positionen innerhalb der Partei inne. Sonntagnachmittag war Möller telefonisch erreichbar. Er hat seine Stimme in einem Erfurter Wahllokal, in seinem Wohnviertel, und nicht im Unstrut-Hainich-Kreis abgegeben. „Bevor ich mich am Abend auf den Weg zum Erfurter Landtag mache, wo unsere Partei der Presse Rede und Antwort steht, werde ich noch eine große Runde mit meinem Hund gehen. Meine Stimme habe ich gleich in der Früh abgegeben“, sagte Möller. Ebenso wie seine Mitbewerber sei er gespannt auf das Ergebnis. Für ihn und seine Partei sei es ein wichtiger Tag.
- Die Landtagswahl aus Unstrut-Hainich-Sicht
- Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen
- 15 Parteien sind zur Thüringer Landtagswahl zugelassen
- Wagenknecht wird in Sachsen und Thüringen zur Königsmacherin
- Landtagswahl: Ramelow will AfD kein Erpressungspotenzial geben
- Thüringer SPD-Chef peilt zweistelliges Wahlergebnis an
„Mit meinem Gefühl im Hinblick auf das Ergebnis der Landtagswahl bin ich vorsichtig geworden. Ich weiß, dass ich in einer Blase lebe. Das Feedback auf der Straße war jedoch überragend gut, deshalb erwarte ich auch ein ordentliches Ergebnis, auch wenn die Umfragewerte zwischenzeitlich deutlich schwankten“, meint Möller. Da Möller später noch fahren muss, hat er am Wahlsonntag nach dem Mittagessen keinen Becherovka getrunken, anders als an anderen Sonntagen. Diese Tradition sei heute gebrochen. Seine volle Konzentration liege auf dem Wahlabend.
12.45 Uhr: Direktkandidatin feiert Hochzeittag am Wahltag

Die Landtagskandidatin der Linken, Cordula Eger, geht in ihrem Heimatort Herbsleben zur Wahl. „Ich bin optimistisch und habe erstaunlicherweise sehr gut geschlafen“, sagt Eger. Sie tritt bei der Landtagswahl 2024 in Thüringen für Die Linke im Wahlkreis Unstrut-Hainich-Kreis II an und steht zusätzlich auf Platz 25 der Landesliste ihrer Partei. „Mein Mann und ich feiern heute unseren 24. Hochzeitstag. Den Tag verbringen wir gemeinsam, ganz ruhig in der Familie“, erklärte Eger. Die gemeinsame Zeit vor der Wahl sei selten gewesen. In den Tagen vor der Wahl habe auch bei Cordula Eger die innere Anspannung zugenommen. „Niemand weiß, wohin die Reise in Thüringen geht“, sagt sie. Während des Wahlkampfes habe Eger überwiegend positives Feedback erhalten, auch wenn viele Wähler noch unentschlossen seien.
12 Uhr: Unstrut-Hainich-Kandidat wählt im Eichsfeld
Am Morgen, kurz nach halb zehn, kommt Jonas Urbach (CDU) mit seiner Frau Nancy ins Kulturhaus nach Bickenriede zur Stimmabgabe für die Landtagswahl. Ein bisschen kurios ist die Situation im Ort, der seit der Gemeindeneugliederung Anfang 2023 zum Landkreis Eichsfeld gehört. Anders als noch vor fünf Jahren steht Urbach, der in Bickenriede lebt und Ortschaftsbürgermeister ist, nicht mehr auf dem Wahlzettel zur Landtagswahl. Urbach tritt als Kandidat für den Wahlkreis 8 (Unstrut-Hainich I, rund um Mühlhausen) an, zu dem Bickenriede nicht mehr gehört.

In seinem Heimatort brachte er es bei der Landtagswahl 2019 auf 76,9 Prozent der Stimmen. Mit 31,1 Prozent im gesamten Wahlkreis zog er als Direktkandidat in den Landtag ein. Thomas Gröger von der AfD kam damals auf 23,5 Prozent, Steffen Thormann (Linke) auf 22,2 Prozent.
Mit der Gemeindeneugliederung haben auch Hüpstedt, Zella und Beberstedt den Landkreis Unstrut-Hainich in Richtung Eichsfeldkreis gewechselt und damit auch den Wahlkreis. In diesen Orten war die CDU traditionell immer stark war. Weil Struth erst Anfang 2024 ins Eichsfeld gewechselt ist, wählen die Einwohner hier allerdings immer noch im Wahlkreis Unstrut-Hainich I.
- Die Landtagswahl aus Unstrut-Hainich-Sicht
- Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen
- 15 Parteien sind zur Thüringer Landtagswahl zugelassen
- Wagenknecht wird in Sachsen und Thüringen zur Königsmacherin
- Landtagswahl: Ramelow will AfD kein Erpressungspotenzial geben
- Thüringer SPD-Chef peilt zweistelliges Wahlergebnis an
11.30 Uhr: Feuerwehr muss zur Hilfe ausrücken
In vier Fällen musste die Mühlhäuser Feuerwehr helfen und Wahlplakate, die innerhalb der 100-Meter-Bann-Meile aufgestellt waren, entfernen. Laut Einsatzleiter Sören Zengerling habe es sich um Wahlplakate an der Wanfrieder Landstraße (Höhe Ökumenisches Hainich-Klinikum) gehandelt, am Schwanenteich, am Papiermühlenweg und an der Kreuzung Langensalzaer Straße/Brunnenstraße. „Das waren schon richtig große Wahlaufsteller, die sich nur mit Technik entfernen ließen.“
Wahlhelfern müssen auch anderenorts anpacken. Sie kritisieren Sonntagmittag, dass sie am Freitag und auch am Samstag noch Wahlplakate aus der 100-Meter-Bannmeile um Wahllokale abhängen mussten. So etwa in Kleinkeula (Gemeinde Unstruttal). Teilweise hatten die Bauhöfe der Gemeinden das bereits Ende der vergangenen Woche erledigt, schafften das aber nicht überall. Eigentlich ist es Aufgabe der Parteien, diese Regelung bei der Wahlwerbung und Plakatierung umzusetzen.
11 Uhr: Kreiswahlleitung sieht gelungenen Start in den Wahltag
Keine großen Beeinträchtigungen des Wahlgeschehens zur Landtagswahl hat es nach Einschätzung der Kreiswahlleitung im Unstrut-Hainich-Kreis gegeben. Alle rund 120 Wahlbüros hätten pünktlich um 8 Uhr öffnen können.
Neue Zahlen gibt es zur Beteiligung an der Briefwahl. Im Wahlkreis 8 (Mühlhausen, Struth, Südeichsfeld und Unstruttal) hätten von den 40.515 Wahlberechtigten 8289 die Briefwahlunterlagen erhalten, jeder Fünfte. 7612 Menschen hätten ihren Wahlzettel bereits wieder abgegeben. Das sind 18,7 Prozent aller Wahlberechtigten.
Nur minimal niedriger ist die Briefwahlbeteiligung im anderen Wahlkreis, der den Rest des Unstrut-Hainich-Kreises umfasst. Dort gibt es 37.593 Wahlberechtigte. 7272 Menschen hätten Briefwahlunterlagen erhalten. 6866 Wahlscheine sind bereits zurück (18,3 Prozent).
10 Uhr: Landtagskandidatin gibt ihre Stimme ab

Die CDU-Landtagskandidatin Jane Croll gibt in ihrem Heimatort Wiegleben, einem Ortsteil von Bad Langensalza, ihre Stimme zur Landtagswahl ab. Sie ist die Direktkandidatin auf der CDU-Liste für den Wahlkreis Unstrut-Hainich 2, der sich von der Vogtei bis nach Bad Tennstedt erstreckt. Aussichtsreich platziert ist sie auch auf der Landesliste ihrer Partei. Bereits um 6 Uhr am Morgen sei sie aufgestanden. Anders als in den hektischen Wochen zuvor, habe sie gemeinsam mit ihrer Familie am Frühstückstisch sitzen können, ohne die drängenden Wahlkampftermine im Nacken zu spüren. „Ich bin schon jetzt ganz gespannt auf das Ergebnis und natürlich aufgeregt“, gesteht Croll. Seit gut einem Vierteljahr habe versucht, die Wählerinnen und Wähler von sich zu überzeugen. „Mehr ging nicht. Jetzt liegt es an den Wählern“, sagt Croll. Was sie in ihrem Wahlkampf besonders gespürt habe, sei eine tiefe Verunsicherung unter den Menschen. Ihr zentrales Argument sei es, einen Kandidaten aus der Region für die Region zu wählen.
Mehr zur Landtagswahl
- Die Landtagswahl aus Unstrut-Hainich-Sicht
- Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen
- 15 Parteien sind zur Thüringer Landtagswahl zugelassen
- Wagenknecht wird in Sachsen und Thüringen zur Königsmacherin
- Landtagswahl: Ramelow will AfD kein Erpressungspotenzial geben
- Thüringer SPD-Chef peilt zweistelliges Wahlergebnis an
9 Uhr: Wahlforscher sind im Einsatz

Klaus Knodt vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap hat im Vorraum zum Wahllokal in Grabe (Mühlhausen) seinen Platz bezogen. Er ist bereits am Samstagabend aus Braunschweig angereist und hat im Unstrut-Hainich-Kreis übernachtet, um am Sonntagabend kurz nach 18 Uhr, noch vor Beginn der Auszählung, eine Prognose zur Landtagswahl in Thüringen abgeben zu können. Knodt erklärte das Prozedere: „Nachdem die Wähler ihre Stimme abgegeben haben, bitte ich sie, bei mir noch einmal zu wählen. Stündlich öffne ich dann meine nicht amtliche Wahlurne und kann mir so über den Tag verteilt ein Bild der Wählerstimmen machen“. Auf diese Weise können Knodt und seine Kollegen kurz nach 18 Uhr eine Prognose zur Landtagswahl in Thüringen präsentieren. Insgesamt sind am heutigen Sonntag 180 Mitarbeiter von Infratest dimap in ganz Thüringen im Einsatz, um eine Stimmenprognose zu erstellen, berichtet Klaus Knodt.
8 Uhr: Wahllokale öffnen

Die Wahllokale für die Landtagswahl öffnen. Sie entsprechen nahezu komplett jenen Wahllokalen, in denen auch schon im Mai und Juni zur Kommunal- und Europawahl gewählt wurde. In der Stadt Mühlhausen gibt es zur diesjährigen Landtagswahl des Freistaates Thüringen 27 Urnenwahllokale und acht Briefwahllokale. Für jeden Urnenwahlbezirk wird ein Wählerverzeichnis geführt. Insgesamt gibt es im Unstrut-Hainich-Kreis rund 120 Wahllokale.
Samstag: Jeder fünfte Wahlberechtigte nutzt die Briefwahl
Groß ist in den beiden Wahlbezirken, in die der Unstrut-Hainich-Kreis aufgeteilt ist, das Interesse an der Briefwahl zur Landtagswahl in Thüringen am Sonntag. Das sagte am Freitag Kreiswahlleiterin Conny Wachter. Im Wahlkreis 8 (Mühlhausen, Struth, Südeichsfeld und Unstruttal) hätten von den 40.518 Wahlberechtigten 8235 die Briefwahlunterlagen erhalten, jeder Fünfte (20,3 Prozent). 6901 Menschen hätten ihren Wahlzettel bereits wieder abgegeben. Das sind 17 Prozent aller Wahlberechtigten.
Nur minimal niedriger ist die Briefwahlbeteiligung im anderen Wahlkreis, der den Rest des Unstrut-Hainich-Kreises umfasst. Dort gibt es 37.617 Wahlberechtigte. 18,9 Prozent von ihnen (7101 Menschen) hätten Briefwahlunterlagen erhalten. 6189 Wahlscheine sind bereits zurück (16,5 Prozent).
Wer steht als Direktkandidat zur Wahl?
Zugelassen sind als Direktkandidaten für den Wahlkreis Unstrut-Hainich 1 Steffen Thormann aus Mühlhausen für die Linke, Thomas Gröger (Unstruttal/Horsmar) für die AfD, Jonas Urbach aus Bickenriede (Dingelstädt) für die CDU und der Mühlhäuser Kay-Uwe Jagemann für die SPD. Für den Wahlkreis Unstrut-Hainich 2 sind zugelassen Cordula Eger aus Herbsleben (Linke), Stefan Möller (Erfurt/AfD), Jane Croll (Bad Langensalza/CDU) und Markus Reinders aus der Gemeinde Nessetal im Landkreis Gotha für die SPD.
Wer sind die bekannten Namen auf den Listen?
Thomas Gröger und Christoph Drößler aus Küllstedt, der im Mai sich um den Posten des Landrats im Unstrut-Hainich-Kreis beworben hat, für die AfD, Alexander Kappe aus Bad Langensalza (FDP), SPD-Mann Kay-Uwe Jagemann aus Mühlhausen, die beiden CDU-Vertreter Jane Croll und Jonas Urbach, Cordula Eger (Linke) aus Herbsleben – sie kennt man im Unstrut-Hainich-Kreis. Auch Peter Schneider aus Volkenroda (ÖDP) hat in der Vergangenheit immer wieder zur Wahl gestanden.
Mehr zur Landtagswahl
- Die Landtagswahl aus Unstrut-Hainich-Sicht
- Fragen und Antworten: Das müssen Sie jetzt zur Landtagswahl wissen
- 15 Parteien sind zur Thüringer Landtagswahl zugelassen
- Wagenknecht wird in Sachsen und Thüringen zur Königsmacherin
- Landtagswahl: Ramelow will AfD kein Erpressungspotenzial geben
- Thüringer SPD-Chef peilt zweistelliges Wahlergebnis an
Wer sind die neuen Namen auf den Listen?
Zwei Namen sind gänzlich neu: Zum einen tritt Kristin Hammer aus Großengottern für die Familienpartei an, zum anderen Jan Altnickel aus Dörna (Gemeinde Unstruttal) für die ÖDP. Altnickel ist 39 Jahre alt und lebt erst seit vier Jahren im Unstrut-Hainich-Kreis. ÖDP-Mitglied ist der bei seiner Partei als Referent für interne Kommunikation arbeitende studierte Sonderpädagoge seit rund 14 Jahren. Für die Familien-Partei tritt Kristin Hammer aus Großengottern an. Sie steht auf Listenplatz 2 notiert, kein Bewerber aus dem Unstrut-Hainich-Kreis ist besser gerankt. Die 41-Jährige ist gebürtige Mühlhäuserin und arbeitet als Heilerziehungspflegerin.
Wer ist bisher aus dem Unstrut-Hainich-Kreis im Landtag vertreten?
Als Direktkandidaten zogen vor fünf Jahren Jonas Urbach (CDU/Bickenriede) und Lars Schütze (AfD) ein. Der ist inzwischen fraktionsloses Landtagsmitglied. Darüber hinaus sitzen Cordula Eger aus Herbsleben für die Linke im Landtag und Thomas Gröger für die AfD (Unstruttal) im Landtag. Beide zogen über die Liste ein.
Wie ist der Unstrut-Hainich-Kreis aufgeteilt?
Der Unstrut-Hainich-Kreis ist in zwei Wahlkreise eingeteilt. Diese Aufteilung ist aber nur für die Wahl der Direktkandidaten wichtig. Der Wahlkreis Unstrut-Hainich 1 umfasst Mühlhausen, Struth, Südeichsfeld, Unstruttal. Der Wahlkreis Unstrut-Hainich 2 vom Unstrut-Hainich-Kreis die Gemeinden Bad Langensalza, Bad Tennstedt, Ballhausen, Blankenburg, Bruchstedt, Großvargula, Haussömmern, Herbsleben, Hornsömmern, Kammerforst, Kirchheilingen, Körner, Kutzleben, Marolterode, Mittelsömmern, Nottertal-Heilinger Höhen, Oppershausen, Schönstedt, Sundhausen, Tottleben, Unstrut-Hainich, Urleben, Vogtei. Hallungen als Teil der Landgemeinde Südeichsfeld bleibt für diese Wahl noch im Wartburgkreis.




