Die IBU-tec advanced materials AG aus Weimar ist zum zweiten Mal in Folge für den Thüringer Innovationspreis nominiert. Die Entwicklung kann helfen, kostengünstigere und umweltfreundlichere Batterieprodukte mit einer europäischen Wertschöpfungskette herzustellen.

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Sowohl die Elektromobilität als auch die stationäre Energiespeicherung setzen auf Lithium-Ionen-Batterien, bei denen das Kathodenmaterial eine zentrale Komponente ist. Aktuelle Materialien wie Lithium-Eisenphosphat oder Nickel-Cobalt-Manganoxid haben jedoch Schwächen: Entweder sind sie weniger leistungsstark oder sie verwenden problematische Rohstoffe wie Cobalt und Nickel. Die sind nicht nur teuer, sondern auch gesundheitsschädlich und werden unter fragwürdigen Bedingungen gewonnen.

Lithium-Mangan-Eisenphosphat steigert Batterien-Energiedichte

IBU-tec hat mit Lithium-Mangan-Eisenphosphat eine nachhaltige Alternative entwickelt. Das Material vereint eine erhöhte Energieeffizienz mit einer umweltfreundlicheren Produktion. Es nutzt in Europa verfügbare Rohstoffe und erreicht unter gleichen Herstellungsbedingungen eine bis zu zehn Prozent höhere Energiedichte als Lithium-Eisenphosphat. Der Herstellungsprozess im Drehrohrofen erzeugt weniger Kohlendioxid-Emissionen, hebt das Unternehmen hervor.

Kandidat für Thüringer Innovationspreis
Das neue Kathodenmaterial aus dem Hause IBU-tec: Lithium-Mangan-Eisenphosphat.© IBU-tec

Erfunden haben das Material Stefan Schwarz, Divisionmanager Kathodenmaterial, und Sebastian Mai, Ingenieur zur Entwicklung von Batteriematerialien. Sie erhielten Unterstützung durch das Laborteam, den Anlagenverantwortlichen Jörg Witzig und technische Mitarbeiter. Das an der Innovation beteiligte Team umfasst etwa zehn Personen. Die Entwicklungszeit gibt IBU-tec mit anderthalb Jahren an.

Innovationen für Elektromobilität und Energiespeicher

Die Innovation bringt mehr Unabhängigkeit von globalen Lieferketten. Sie soll Anwendung in stationären Speichern und in Elektrofahrzeugen finden.

Weitere Kandidaten für den Innovationspreis

IBU-tec ist in der Kategorie Industrie und Material nominiert, in der sich auch Vacom aus Großlöbichau bei Jena und kcd aus Weimar Hoffnungen auf den Preis machen. Die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen will den Sieger am 26. November in Weimar küren.