Zum Beitrag „Brisante Ernennung“ vom 28. Januar:
So werden Parteisoldaten mit Pöstchen versorgt. Wow. Der Ministerpräsident von Thüringen schlägt mit Staatssekretärsposten um sich und verteilt Langzeitlasten in Form von künftigen Pensionsansprüchen von 8000 Euro und mehr je Monat und Sekretär an die Wähler, denen er Sparen versprochen hatte und deswegen gewählt wurde. Herr Voigt, den Titel Ministerpräsident spreche ich Ihnen ab. Mir drängt sich der Verdacht von Vorteilsnahme und Begünstigung auf, anders kann man Ihre Personalpolitik nicht erklären. Pfui.
Michael Bürgermeister, Ruhla
Zur neuen Idee von Donald Trump:
Trump will einen Weltfriedensrat gründen und den Vorsitz auf Lebenszeit übernehmen. Er, selbsternannter Messias der Neuzeit, will die Geschicke der Menschheit regeln. Von ihm berufene Nationen dürfen für ein Eintrittsgeld von einer Milliarde Dollar, also einem Betrag mit einer 1 und 9 Nullen, ihn huldigen. Natürlich haben schon seine Günstlinge zugesagt. Frankreich mit Macron an der Spitze hat abgelehnt. Wie mutig! Was wird Deutschland mit unserem Bundeskanzler tun? Wahrscheinlich kuschen und bezahlen. Die größte Macht der Welt hat über 38 Billionen Dollar Staatsschulden, eine 38 mit 12 Nullen und davon ein Viertel im Ausland und mehrere Billionen in Europa. Weiterhin hat Deutschland über 1000 Tonnen, etwa ein Drittel, der Goldreserven in den USA deponiert. Hoffentlich noch nicht verpfändet? Es wäre ratsam, dass die EU androht, ihre Forderungen in Dollar fällig zu stellen, und Deutschland die Goldbestände zurückführt. Energisches und geschlossenes Handeln, was gegen Putin vor vier Jahren fehlte, ist heute gegen Trump angesagt.
Jürgen Werner, Oberheldrungen
Weitere Meinungen unserer Leser
Ebenfalls zu Donald Trump:
Trump, der Himmelsfürst, der nur den Frieden in die Welt bringen und Amerika, „Gottes eigenes Land“, zu ungeahnter Größe zurückführen will. Er kann gar nicht verstehen, dass die Welt und seine eigenen Bürger das nicht sehen wollen. Dabei führt er doch so gern Gespräche mit dem gleich gesinnten, edlen Putin. Hat dieser ihm noch nicht verraten, wie man fast geräuschlos die Mehrheit zum Schweigen bringt, um ungeniert alles, was mal friedliche Koexistenz oder Menschenrechte hieß, als Unwörter aus dem politischen Handeln zu vertreiben, da sie nur eine Behinderung für Macht und Stärke sind? „Ist der Ruf erst ruiniert, kann man walten ungeniert“ – frei nach Wilhelm Busch.
Peter Giesemann, Niederroßla
Ebenfalls zu Donald Trump:
Die Berichterstattung aus Davos macht fassungslos. Man kann kaum glauben, dass dieser narzisstische Präsident der USA mit seinen gewissenlosen Vasallen dabei ist, die Weltordnung, die sich nach dem 2. Weltkrieg etabliert hat, in Schutt und Asche zu legen. Als Konsequenz aus diesem Gebaren bleibt eigentlich nur, sich als Europa aus den Hegemonieansprüchen der Amerikaner, Russen und Chinesen zu befreien. Umso unverständlicher ist mir die Abstimmung im EU-Parlament, bei der eine unheilige Allianz aus rechten, linken, grünen und französischen – ihrer Landwirtschaftslobby verpflichteten - Abgeordneten die Zustimmung zu dem Mercosur-Abkommen abgelehnt bzw. an den Europäischen Gerichtshof verwiesen hat. Die Welt ist, egal, was jetzt noch passiert, nicht mehr dieselbe wie noch vor einem Jahr. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man die Macht der amerikanischen Tech-Konzerne brechen muss. Dabei helfen massive Steuern oder, noch besser, das Abschalten der digitalen Medien.
Uwe Spangenberg, Erfurt

Zum Beitrag „Warnung an Putin: Deutschland wird Raketenmacht“ vom 12. Januar:
Im Text heißt es: „Bundeswehr rüstet massiv auf – mit Waffen, die tief ins russische Hinterland reichen.“ Dieser Artikel macht mir Angst. Denkt Herr Merz wirklich, dass er es mit einer Atommacht aufnehmen kann? Wie gefährlich, hochmütig und arrogant! Gibt es nur den einen Gedanken – Krieg? Wieviel Leid bringt er den Menschen! Ich habe 1945 im Bombenhagel fünf Geschwister verloren, deshalb meine besonders große Sorge um den Frieden. Und – wo bleibt eigentlich die Friedensbewegung?
Ruth Petri, Erfurt
Zum Unwort des Jahres
„Sondervermögen“ ist das Unwort des Jahres, weil es verdecke, was eigentlich gemeint sei, nämlich die Aufnahme von Schulden - so sagen die Marburger Sprachforscher. Ganz offensichtlich war das vom Kanzler auch so beabsichtigt.
Hatte er doch noch vor der Wahl versprochen, die nächsten Generationen nicht mit weiteren Schulden zu belasten…
Dann jedoch nimmt er eben mal 500 Milliarden Euro Schulden zusätzlich auf und definiert sie als das Gegenteil davon - als „Sondervermögen“. Aus einem Minus macht er schnell ein Plus - höhere Kanzler-Mathematik…
Am 18. März 2025 war der neue Bundestag schon gewählt, aber das alte Parlament war geschäftsführend noch im Amt. Und von diesem lässt der Kanzler noch in aller Eile das Sondervermögen-Schulden-Gesetz durchpauken, denn im neuen Bundestag hätte es dafür keine Mehrheit gegeben! Formaljuristisch war das möglich, aber politisch gesehen war und ist es ein kalter Staatsstreich - denn es widersprach dem aktuellen Wähler-Willen -- und damit war es politisch nicht legitimiert. Was ist das anderes als eine bewusste Irreführung des Wählers...? Und das Fazit: Die Zustimmung für Merz liegt aktuell bei 30 Prozent.
Es lebe die wehrhafte Demokratie.
Dr. Gerhard Schäfer, Bleicherode
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