Zum Beitrag „Voigt soll Doktortitel abgeben“ vom 29. Januar:
Ich hätte mich gefreut, wenn mal irgendjemand auf die Idee kommen würde, das Verhalten von Herrn Voigt als beschämend zu bezeichnen. Das er jetzt auch noch klagen will, ist so unwürdig für so ein hohes Amt als MP. Wenn ich mir vorstelle, was der vorherige Thüringer CDU-Chef Mohring erst geboten hat und jetzt das… Warum nicht einfach einen Fehler eingestehen, das hätte Vorbildfunktion. Warum ist so etwas nicht mehr möglich?
Frank Fischer, Erfurt
Ebenfalls dazu:
Nun wurde bekannt, dass die Chemnitzer Universität nicht länger bereit ist, den Doktortitel des Thüringer Ministerpräsidenten zu akzeptieren. Nun, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Mir gellen noch die anmaßenden Worte von einem „Regierungsauftrag“ dieses Herrn in den Ohren. Dem könnte ich noch mehr hinzufügen, es wäre aber Zeitverschwendung. Der Rücktritt ist überfällig! Zeigen Sie wenigstens einmal Anstand, Herr Ministerpräsident!
Andreas Schütze, Kölleda
Zum Beitrag „Brisante Ernennung“ vom 28. Januar:
Schwer zu verstehen ist für mich die starke Ablehnung des Vorschlags des bayerischen Ministerpräsidenten Söder zur Zusammenlegung und damit Reduzierung der Bundesländer. Von den 16 Bundesländern haben 11 jeweils weniger als fünf Millionen Einwohner – und die meisten Länder davon sind kaum überlebensfähig, hängen sie doch über den Länderfinanzausgleich am Tropf der großen und wirtschaftlich starken Länder. Von den Regierungschefs, den diversen Ministern, Staatssekretären, Ministerialbeamten bis zu ihren Vorzimmerdamen gibt es alles in sechzehnfacher Ausführung – und alle wollen gut bezahlt und später, aber nicht zu spät, entsprechend pensioniert werden. Ein weiteres Beispiel für die Unwilligkeit oder Unfähigkeit zu nötigen Reformen in diesem Land. Passend dazu nun die Ernennung dreier Staatssekretäre der thüringischen Landesregierung zu „Beamten auf Lebenszeit“. Entsteht hierdurch ein Mehrwert für das Land? Eher wohl das Gegenteil.
Roland Breuer, Mühlhausen
Weitere Lesermeinungen
Zum Beitrag „Für Grundschulen werden Lehrpläne geprüft“ vom 16. Januar:
Thüringer Bildungsexperten überlegen, ob neue Fächer in die Lehrpläne der Grundschulen eingegliedert werden sollen, zum Beispiel Gesundheit – erste Hilfe, Verteidigung, richtige Ernährung, Verkehr. Ich will heute nicht bewerten, ob das richtig und notwendig ist. Ich bin dafür, dass die Stundenzahl für Lesen, Schreiben und Rechnen erhalten bleibt. Diese Fähigkeiten helfen den Schülern in Mittelstufe und Oberstufe. Diskutiert wird die schriftliche Division. In meiner Tätigkeit stand diese Rechentechnik in der Klassenstufe 4 auf dem Programm. In den Klassen 2 und 3 wurde schon mit dem kleinen 1x1 gerechnet. Damals wirkte der Kopf als Rechenzentrum (keine Technik).
Herbert Pelz, Großvargula

Zum Beitrag „Wir sind kein Kostenfaktor“ vom 24. Januar
Das Rentenniveau liegt bei 48 Prozent des durchschnittlichen Nettolohnes. Das Pensionsniveau der Beamten liegt bei rund 65 Prozent des letzten (und damit höchsten) Verdienstes! Beamte erhalten bei Heirat und bei der Geburt von Kindern Familienzuschläge, zudem Pflegeheimzuschläge, automatische Lohnerhöhungen ohne gewerkschaftliche Kämpfe, haben Kündigungsschutz und viel bessere Kreditvoraussetzungen. Sie können zudem eher in Rente (Pension) gehen.
Dieses System mit Privilegien für Wenige statt guter Renten für alle ist ein System der Entsolidarisierung, welches schon längst abgeschafft gehört.
Und dieser Beamtenbund kritisiert nun die Forderung, den Beamtenstatus im Wesentlichen auf Polizei, Justiz und Finanzverwaltung zu beschränken. Das Problem liegt eben nicht in der Finanzierung von Renten, sondern in der Finanzierung der wesentlich höheren Pensionsforderungen! Pensionsrückstellungen wurden, soweit mir bekannt ist, nicht ausreichend von den Arbeitgebern der Beamten vorgenommen. Warum werden sie nicht zur Rechenschaft gezogen?
Also zahlen wir Nichtbeamten doppelt. Wir zahlten Rentenbeiträge und zahlen jetzt die Pensionsforderungen der Beamten. Handelt so ein demokratischer Rechtsstaat?
Christiane Jedamzik, Erfurt
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