Zur Ausgabe vom 6. Februar:

Als wir die Zeitung aufgeschlagen haben, war es uns als langjährige Leser, unverständlich, dass auf den ersten drei Seiten in sechs Artikeln der AfD solch eine große Bühne geboten wird. Damit machen Sie sich auch zum Sprachrohr einer gesichert rechtsextremen Partei. Es ist ja allgemein bekannt, dass diese Leute mit stets den gleichen Mitteln versuchen, den Thüringer Landtag zu destabilisieren. Die Fakten hätte man unserer Meinung nach auch in einem Artikel zusammenfassen können: Misstrauensvotum, Vizepräsident, Sonntagsfrage (gefühlt jede Woche).
Stattdessen würden wir uns wünschen, den 39-%-Wählern zu erklären, was passieren würde, wenn eine Partei wie die AfD wirklich regiert. Alternativ zu „AfD will Landtag auflösen“ auf der Titelseite hätte man auch berichten können „Bundesweites Theaterfestival in Gera“. Man muss doch nicht über „jedes Stöckchen springen“, dass die AfD einem hinhält oder bestätigt sich hier das Klischee „nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“?
Uta Schneeweiß, Erfurt

Ebenfalls dazu:

Die Provokationen der AfD im Thüringer Landtag sind mittlerweile an der Tagesordnung. Dass ein mehrfach vorgestrafter Abgeordneter wie Höcke mit seinen unsäglichen Aussagen und Anfeindungen nicht nur polarisiert, ist klar erkennbar, dass hat Methode. Er propagiert Hass. Wozu das führt, führen kann, ist überall auf der Welt erkennbar. Unsere Demokratie muss das aushalten, und das wird unsere Gesellschaft aushalten (müssen). Gegen Höckes, in Worten nicht zu wiederholende, „Nazi-Parolen“ ist aber Widerstand geboten. Hier sind alle gefordert, die guten Willens sind. Dieser Populist und Provokateur sollte, muss wissen: „Thüringen ist nicht Höckes Land“.
Friedrich Kraemer, Ediger-Eller/Mosel, langjähriger Weimarer

Weitere Lesermeinungen

Zu den Vorwürfen gegenüber Mario Voigt:

Ich kann diese Aufregung nicht verstehen. Seine Doktorarbeit wurde 2008 bewertet, anerkannt und somit durfte Herr Voigt einen Doktortitel tragen. Ich glaube auch nicht, dass Herr Voigt auf Grund des Doktortitels zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Er ist ein studierter Mann mit Verstand und Charisma. Man stochert doch nur in seiner Biografie, um ihm zu schaden und nicht, weil man die Bevölkerung schützen müsste. Es ist sehr traurig.
Ursula Haase, Erfurt

Zum Beitrag „Goldhoffnung im Eiskanal“ vom 5. Februar:

Nun hat das Warten ein Ende, die Olympischen Winterspiele in Italien beginnen. In diesem Beitrag hat der Autor aufgelistet und analysiert, wie die Medaillenchancen des Teams Deutschland stehen. Seiner Analyse nach könne mit vielen Medaillen gerechnet werden, wenn auch mit etwas weniger als bei letzten Winterspielen. Den Rodlern traut er die meisten Medaillen zu. Allerdings ist mir aufgefallen, dass bei seinen Betrachtungen das Rodel-Doppel-Mix keine Beachtung fand, ist doch diese Disziplin sehr interessant und für eine Überraschung gut.
Werner Häfner, Gotha

Olympische Winterspiele 2026
Rodel-Weltmeister Max Langenhan aus Ernstroda gehört zu den großen Medaillen-Hoffnungen des deutschen Olympia-Teams. © Robert Michael/dpa | Robert Michael

Zum Beitrag „Fahrgast prügelt Zugbegleiter zu Tode“ vom 5. Februar:

Gewaltbereitschaft ist zu einem wuchernden Krebsschaden in unserer Gesellschaft geworden, der leider von der Politik oftmals beispielgebend durch verbale Entgleisungen in den Parlamenten, durch gebotene Kriegsertüchtigung sowie Akzeptanz und Unterstützung von Waffengewalt auf Kriegsschauplätzen der Welt begünstigt wird.
So wird nunmehr auch die Klärung von Problemen und Konflikten in der Familie, auf der Straße und andernorts immer häufiger, - auch außerhalb extremistischer Szenen -, gewaltsam mit der Faust, Fußtritten und mit Kleinwaffen ausgetragen. Der Ruf: „Wehret den Anfängen“ ist schon längst verhallt!
P. Achim Tettschlag, Erfurt

Auch interessant

Zum Leserbrief zur Klimakrise vom 5. Februar:

Es war erwartbar, dass sich wieder jemand findet, um die aktuelle Wetterlage als Beleg zu nutzen, gegen die Bemühungen im Zusammenhang mit die Klimakrise zu wettern. Wenn sich die Klimaskeptiker mit der Thematik auseinandergesetzt hätten und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die real gemessenen globalen Veränderungen und die bereits aktuell eintretenden Ereignisse der Klimakrise zur Kenntnis zur nehmen würden, würden auch diese Mitmenschen verstehen, dass es trotz Klimakrise weiter Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt und es neben einer globalen Temperaturerhöhung selbst im Winter entsprechende Starkwetterereignisse mit tiefen Temperaturen und viel Schnee geben kann. Derzeit konnte man dies in Nordamerika sehen. Leider werden globalen Veränderungen des Meeres, der Gletscher und der Hitze- und Starkregenereignisse ignoriert. Aktuell kann man diese beispielsweise in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Mosambik sehen. Lieber glaubt man den Lügen von einer der größten und reichsten Lobbygruppe, den Großkonzernen der fossilen Energien, die uns schon seit Jahrzehnten mit getürkten Studien belügen. Anstatt seine Energie in Empörung umzuwandeln, wäre es besser, sich mehr Wissen anzueignen und dieses anzuwenden.
Andre Schäfer, Arnstadt

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