Zum Beitrag „Demo in Jena für Maja T.“ vom 9. Februar:
Sehr lobenswert, dass die Teilnehmer der Demonstration auf der einen Seite gegen den Faschismus demonstrieren – aber zu verurteilen, dass sie auf der anderen Seite die Gewalt gegen Andere befürworten. Sie lassen außer Acht, dass bei den Überfällen Personen fast zu Tode gekommen sind. Egal, um welche Personen es sich handelt, Gewalt ist keine Lösung.
Dass der Vater sich Sorgen macht, ist nachvollziehbar, aber es kann doch nicht sein, dass er die Taten seiner Tochter gutheißt. Die Taten wurden in einem anderen Land begangen und nach dortigem Recht erfolgte das Urteil. Warum sollte sie ihre Strafe in Deutschland auf Kosten der Steuerzahler absitzen? Man kann nur hoffen und ihr wünschen, dass sie aus der Sache etwas gelernt hat.
Karl Ullmann, Sondershausen
Ebenfalls dazu:
Zeigen wirklich Jena, Leipzig und Dresden Solidarität mit Maja T.? In Dresden sollen 200, in Leipzig 500 und in Jena 700 Menschen demonstriert haben. Angesichts der Größe der Städte eine eher marginale Anzahl von Demonstranten. Die Wutbürger empörten sich über das erstinstanzliche Urteil gegen Maja T.. Angesichts ihrer wirklich furchtbaren Taten finde ich es befremdlich, dass selbst Politiker wie etwa die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Frau Göring Eckardt (Grüne), Maja T. im Gefängnis besuchten, ihre Solidarität bekundeten und somit die Tat verharmlosten.
Achit Tölle, Nordhausen
Weitere Leser-Meinungen
Zum Leitartikel „Die Mietreform kommt zu spät“ vom 9. Februar:
„Für die Mieter waren die FDP-Jahre verlorene Jahre“, so die These. Aber nun stellen Sie sich mal vor, Sie verdienten als Arzt, Anwalt oder Steuerberater überdurchschnittlich gut. Dann nutzen Ihnen alle Zahlungen in die herkömmliche Altersvorsorge nicht, Ihren Lebensstandard im Rentenalter beizubehalten. Also kaufen diese Berufsgruppen mitunter Immobilien und vermieten diese. Nun die alles entscheidende Frage: Warum sollten diese Rentner noch in die Modernisierung investieren, wenn der Staat ihnen durch Mietbremsen vorrechnet, dass sie fast nichts davon haben? Schon in der DDR glaubte man, niedrige Mieten seien der Schlüssel zur Zufriedenheit der Menschen. Der Wohnungsbestand 1989 bewies unbestritten das Gegenteil. Das waren verlorene Jahre, aber sicherlich nicht wegen der Liberalen!
Bernhard Oedekoven, Weimar
Zum Warnstreik im Nahverkehr:

Ein Busfahrer kann nicht im Homeoffice arbeiten, das muss er wissen. Die Grünen müssten doch aufschreien zum Thema Klimaschutz. Es waren viel mehr Autos unterwegs – und nicht nur E-Autos. Vielen unserer Nachkommen wurde es verwehrt, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen. Denkt Verdi einmal daran, was Busfahrer früher geleistet haben, bei 48 Stunden mindestens in der Woche und auf einem Ikarus? Ich wäre für eine Friedenspflicht wie in Niedersachsen für die gesamte Bundesrepublik. Es wird meines Erachtens ohne Grund an der Inflationsspirale gedreht. Gewerkschaften sollten für die Menschen sein (hatten wir schon mal) und nicht egoistisch handeln. Wer hätte nicht gerne mehr Geld in der Tasche? Aber zu welchen Bedingungen?
Rosmarie Hansen, Weimar
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Zum Beitrag „Das Tappen im Dunkeln muss ein Ende haben“ vom 7. Februar:
Es ist traurig, wie hilflos und losgelöst vom wahren Leben die Abgeordneten über das Problem k.o.-Tropfen schwafeln. Jeder Normalbürger sagt intuitiv, verbieten! Redet nicht so viel, handelt! Es ist garantiert nicht so einfach, die Sache zu verbieten. Aber nichts ist unmöglich, wenn der politische Wille vorhanden ist. Und dafūr haben wir euch Abgeordnete gewählt, denn man könnte die Abgabe der Substanzen strenger regeln, unberechtigten Besitz strafbar machen, Beweisverfahren vereinfachen, Abgaben lückenlos dokumentieren. Nichts davon lese ich in dem Artikel, für den ich mich aber bedanken will. Um populistisch zu werden: würde es wirtschaftlich Mächtige oder Politiker treffen, würde das Problem nicht nur mit dem Hinweis auf bessere statistische Erfassung abgetan.
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Ich bin nicht von dem Thema betroffen, aber wie unsere Abgeordneten die Haltung der Menschen im Lande vertreten und die Probleme lösen wollen, ist von der täglichen Arbeit der Menschen so weit entfernt, dass es richtig wehtut. Und das mit Sicherheit nicht nur bei k.o.-Tropfen.
Winfried Vogel, Nordhausen
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