Zum Beitrag „Weniger Windstrom“ vom 9. Februar:

Da teilt der Netzbetreiber 50Hertz mit, dass die Ursache für weniger Windstrom das durchschnittliche laue Lüftchen an Land war. Es gab im Jahr 2025 nun einen weiteren Zubau mehrerer Gigawatt. Aber der Wind weht nun mal, wie er will, und nicht, wie wir es benötigen. Die Folge ist, wir haben weniger Ertrag als im Jahr 2024.
Und die Sonne weigert sich, auch nachts zu scheinen. Die hilft uns also auch nicht weiter bei einer kontinuierlichen Stromerzeugung. Da eine Industrienation wie Deutschland auf eine verlässliche Energieversorgung rund um die Uhr angewiesen ist, müssen die Kohle- und Gaskraftwerke diese weiterhin absichern. Oder auch die importierte Kernenergie aus Frankreich.
Es hat schon seinen Grund, warum sich Windmühlen langfristig nicht durchgesetzt haben. Die Müller mussten auch bei Flaute ihr Korn mahlen. Sollte uns das nicht zu denken geben?
Thomas Goedecke, Erfurt

Zum Beitrag „Greift der Staat den Bürgern noch tiefer in die Tasche?“ vom 10. Februar:

Diese reflexartige Ablehnung der SPD-Vorschläge zur Stützung der GKV aus CDU und Wirtschaftskreisen war erwartbar. Wer sich von Mieteinnahmen und Zinserträgen, oft aus Erbschaften, ein schönes Leben machen kann, kann sich doch solidarisch zeigen?! Hier können mit Freibeträgen leicht kleinere Gewinne geschützt werden. Übrigens zahlen Normalverdiener, wenn sie in Rente gehen und eine niedliche Betriebsrente durch Lohnverzicht erhalten, schon seit knapp 20 Jahren den vollen KV-Beitrag von etwa 15 Prozent, also inklusive Arbeitgeberanteil! Was die gebetsmühlenartig vorgetragene Furcht der Linnemänner und Co. vor dem dann folgenden Einbruch der Investitionstätigkeit angeht: Bullshit! Wäre es so, gäbe es beispielsweise genug Wohnungen.
Ingolf Benneckenstein, Nöda

Olympische Winterspiele 2026
Nicht nur mit Interview-Aussagen, auch mit seinem Helm, der Fotos von ukrainischen Kriegsopfern zeigt, sorgt Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch aus der Ukraine für Diskussionen bei den Olympischen Winterspielen.© Alessandra Tarantino/AP/dpa | Alessandra Tarantino

Olympische Spiele – ein Ort der Verständigung?

Der ukrainische Fahnenträger betrachtet mit Sorge, dass russische Sportler wieder zu internationalen Wettkämpfen eingeladen werden. Wegen dieser Aussage sollte man ihm entgegnen, dass im olympischen Eid jegliche Diskriminierung ausgeschlossen wird. Die Präsidentin des IOC hofft, dass respektvoll miteinander umgegangen wird. Diese Verhaltensnormen scheinen dem Fahnenträger der Ukraine nicht bekannt zu sein. Vielleicht ist er auch seiner „Unterstützer“ sicher! Leider klingt mir jetzt schon in den Ohren, wie ehemalige Wintersportler und einige Kommentatoren von ARD und ZDF Beifall klatschen, anstatt ihn wegen solcher Aussagen zu kritisieren.
Dieter Schär, Eisenach

Zum Ukraine-Krieg:

Was muss Putin für einen Hass auf die Menschen in der Ukraine und dem eigenen Land haben. Er zerstört ihre Wohnungen, ihre Lebensgrundlagen, ihr Leben und alles, was sie in Jahrzehnten aufgebaut haben. Was hat man ihm gestohlen? Er hat doch schon das größte Land der Welt. Kann er den „Hals nicht voll genug kriegen“? Wahrscheinlich ist daraus die Bezeichnung „Krieg“ entstanden. Er sät Hass und Zwietracht unter den Menschen, damit sie sich gegenseitig totschlagen. In früheren Zeiten, als man schon die verborgenen Mächte in den Seelen der Menschen suchte, hätte man gesagt „er ist der Teufel im Diplomaten-Kleid“. Wie kann man ihn stoppen, um sein böses Spiel mit den Menschen zu beenden, bevor er die ganze Welt überfällt?
Peter Giesemann, Niederroßla

Weitere Lesermeinungen

Zum Leitartikel „Noch nicht ausgestanden“ vom 5. Februar:

Diesen Artikel sollte man den Parteien ins Stammbuch schreiben. Wer die AfD politisch bekämpfen, ihren Einfluss zurückdrängen will, muss das mit den Mitteln der Demokratie tun. Das bedeutet offene politische Auseinandersetzung im parlamentarischen Raum. Das bedeutet, eigene Grundsätze zu haben und sich an denen streng zu orientieren. Wer das tut, bringt unsere Demokratie voran, der braucht keine „Brandmauer“. Das sind undemokratische Konstrukte, mit denen eine relevante Minderheit der Wähler ignoriert und in ihrer Meinung allein gelassen wird. Für die AfD schafft die „Brandmauer“ einen willkommenen Schutzraum, in dem sie wachsen und gedeihen kann, bis ihre Macht und Größe nicht mehr beherrschbar sind. Es bleibt zu hoffen, dass die Parteien der Mitte das endlich erkennen.
Hans-Peter Goltz, Grammetal

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