Zum Beitrag „Das Geheimnis für unsere gute Ehe: Zwei Beziehungskiller vermeiden“ vom 14. Februar:

Die Homestory von Marc und Beate aus Oberhausen traf genau am Valentinstag so richtig ins Herz der Thüringer Leserinnen und Leser. Oldtimer statt Kinder und Eigenheim, keine Sorgen und Hypotheken. Ist man sich klar darüber, dass ein solcher Beitrag reichlich unpassend wirken könnte? Etwa bei Familien, die sich für Kinder, auch mit schlaflosen Nächten, entschieden haben und dabei glücklich sind.
Viktor Liebrenz, Erfurt

Bundestag - Haushaltswoche
„Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“: Jens Spahn (CDU), Vorsitzender der Unions-Fraktion im Bundestag, hat mit Interview-Aussagen zur Lebensarbeitszeit polarisiert. Was sagen Sie dazu? © Kay Nietfeld/dpa | Kay Nietfeld

Zum Beitrag „Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“ vom 13. Februar:

Bevor die Rentenkommission ihre Vorschläge zur Erhöhung des Renteneintrittsalters verkündet, hat Jens Spahn in die Glaskugel geschaut. Nun weiß es jede Krankenschwester oder die Frau an der Kasse im Supermarkt, dass sie ab ihrem 65. Geburtstag die letzten 35 Jahre ihres Lebens dem Sozialstaat nicht vollends auf der Tasche liegen darf. Da Herr Spahn, wie er sagt, nicht gewählt wurde, um beliebt zu sein, hat er auf der Minusskala einige Punkte zugelegt. Er will sich in diesem Jahr um eine steigende Produktivität kümmern. Produktivität wird nicht an seinem Schreibtisch mit Blick auf die Spree gesteigert, sondern ganz unten, wo Maschinen sich bewegen und bei geringeren Energiekosten sogar im 3-Schicht-System arbeiten könnten. Trotz KI werden sie weiter von Menschen bedient, deren biologische Konstitution Grenzen hat. Herr Spahn weiß, dass nur jedes zweite neugeborene Mädchen 100 Jahre alt wird. Glück für die andere Hälfte und die Jungen, die dieses Alter demnach gar nicht erreichen.
Friedemann Boelicke, Erfurt

Weitere Lesermeinungen

Zum Beitrag „Energiegesetz: Thüringen auf dem Weg zum Selbstversorger?“ vom 16. Februar:

Was das kleine Thüringen braucht, sind nicht neue Gesetze, das ist ein bezahlbarer Strompreis für alle und Projekte für die Zukunft, Investitionen und radikale Verkürzung der Umsetzung, Nutzung von Geothermie, neues Pumpspeicherwerk und Nutzung der Biogasanlagen, Speicher für die nicht genutzte Energie. Das sind Projekte, die Thüringen zum Vorreiter machen, nicht die weitere Verschandelung des Landes durch Windräder und große Solaranlagen. Herr Kummer, beteiligen Sie sich mit Investitionen an solchen Objekten und sorgen Sie für einen bezahlbaren Strompreis, aber nicht in ferner Zukunft, sondern jetzt.
Reinhard Dietrich, Erfurt

Auch interessant

Zum Beitrag „Fertige Steuererklärung vom Amt“ vom 12. Februar:

Das angepriesene „Amtsmodell“ ist eventuell nicht die schlechteste Idee. Jedoch, so wie dargestellt, kein Fortschritt, sondern eine Bankrotterklärung der Thüringer Digitalpolitik. Im Jahr 2026 Briefe hin- und herzuschicken, zu unterschreiben und wieder zu versenden, während KI und automatisierte Datenflüsse längst Standard sein müssten, ist schlichtweg peinlich. Dieses bürokratische „betreute Ausfüllen“ offenbart eine eklatante digitale Inkompetenz der Verantwortlichen. Es fehlt offensichtlich jegliches Verständnis dafür, wie moderne Wertschöpfung in flexiblen Arbeitswelten funktioniert. Wer meint, mit Postwegen die Zukunft zu gestalten, verharrt in der analogen Steinzeit und koppelt Thüringen endgültig von der Realität ab.
Günther Seifert, Arnstadt

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Zum Beitrag „Trauer, Erschöpfung, schlaflose Nächte“ vom 12. Februar:

Wer Demenzkranke pflegt, kommt wirklich an seine Grenzen, und es wird höchste Zeit, dass sich der Staat, die Krankenkassen und die Politik dieses Themas annehmen. Demenz ist unterschiedlich schnell und intensiv. Doch wer zu Hause pflegt, pflegt 24/7; oft ohne passende Hilfe. Ärzte sind überarbeitet, haben keine Möglichkeit für einen zusätzlichen Hausbesuch. Anrufe aus Not werden oft erst später beantwortet.
Wer nicht in der Materie steht, ist echt aufgeschmissen. Demenz ist nicht nur das Vergessen… nein, es bedeutet auch, dass der, der pflegt, mit Aggression des zu Pflegenden umgehen muss. Bis zur Bedrohung des eigenen Lebens.
Wenn es nicht Ärzte, Pflegeberater oder Pflegedienste gäbe, die nicht nur die Krankheit sehen, sondern dazu den Menschen, der davon betroffen ist, und denjenigen, der pflegt, dann hätte man schon längst aufgegeben. Danke also an alle, die mit Herz dabei sind.
Corry Beck, Weimar

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Leserbriefe sind in keinem Fall Meinungsäußerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, Texte zu kürzen. Leserbriefe und auch Leserfotos senden Sie bitte per Mail an leserbriefe@thueringer-allgemeine.de unter Angabe des vollständigen Namens, der Anschrift und der Telefonnummer. Veröffentlicht werden davon nur Name und Ort. Leserbriefe sollten die Länge von 1400 Zeichen nicht überschreiten.

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