Zum Beitrag „Merz‘ scharfe Ansage an Trump“ vom 14. Februar: 

Es war gut, dass der Kanzlervortrag auf der Sicherheitskonferenz von Pathos nur so triefte. Sonst hätte man sie für eine Büttenrede halten können – so prall gefüllt war sie mit unfreiwilliger Komik. Was er nicht alles will. Europas „militärisches, politisches, ökonomisches und technologisches Potenzial heben“. Massiv investieren. Vor allem in die Verteidigung. Einen „selbsttragenden Pfeiler“ der Nato. Die Ostfront stärken. Einen Nuklearschirm aufspannen.
Der helle Wahnsinn.
Leider vergaß Merz einen wichtigen Punkt, den der alte Karnevalsschlager erwähnt: „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Pinkepinke, wer hat so viel Geld?“
Europa ist pleite, kann seine ausufernden Sozialkosten nicht bedienen, die Migration nicht finanzieren, das Mündel Kiew nicht bei Laune halten.
Aber Merz kann das. Er kann auch noch mehr. Die „übermäßige Abhängigkeit“ von den USA, die „Unmündigkeit“ Europas „hinter uns lassen, lieber heute als morgen“.
Also kein Netflix, kein Avis, kein Microsoft, kein Apple, keine American Express? Von Flüssiggas und anderen Notwendigkeiten ganz zu schweigen. Europa hat es noch nicht einmal geschafft, ein eigenes Google aufzubauen.
Spätestens hier hätte das Publikum lachen müssen. Tat es aber nicht. Nun ja, es gab auch kein Orchester, das jeden Witz mit einem Tusch quittierte.
Dr.-Ing. Manfred J. Fiegler, Schwansee 

Zum Beitrag „Kriegstechnik ist für BSW rote Linie“ vom 17. Februar:

Die besten Waffen sind die, die nie eingesetzt werden! Aber keine zu haben, garantiert auch keinen Frieden und ist „reine Augenwischerei“ vor der kritischen Entwicklung und Verleugnung aller Erfahrungen. Manche mögen sich ja das Kleid eines Friedenengels anziehen und sich dabei gut finden, mit Palmwedel statt Schwert aufzutreten und wollen suggerieren „wer friedlich ist und keine Waffen hat, der wird auch nicht angegriffen“. Woher stammt denn diese „Weisheit“? Menschen mussten sich schon immer vor allen Unbilden des Lebens schützen, auch mit Waffen gegen Räuber. Die Bären-Strategie „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ ist ein beliebter Freispruch von jeder Verantwortung, quasi die „Bären-Schaum-Wäsche“ nach dem Programm: „Wir sind die Guten“.
Peter Giesemann, Niederroßla

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Zum Beitrag „Wenn man 100 wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“ vom 13. Februar:

Die Kassen, egal welche, sind am unteren Limit. Besonders aber die Rentenkasse. Von „oben“ kommen nun Überlegungen, dem Abhilfe zu schaffen. Ich höre dann: länger arbeiten oder die Beiträge erhöhen oder den Arbeitgebern höhere Anteile draufdrücken oder oder oder… An die 1,7 Millionen Beamten im öffentlichen Dienst denkt niemand. Regierungsbeamte, wie etwa Herr Spahn, mit einem hohen Einkommen, allerlei Vergünstigungen, Zusatzvergütungen und der Aussicht auf einen abgesicherten Ruhestand sollten sich sehr zurücknehmen. Von ihnen allen kommt nicht ein Cent der Rentenversicherung zu, auch nicht einer Pensionskasse! Da kann er leicht so geschwollen daherreden.
Die Defizite in der Rentenkasse könnten ganz schnell aufgebessert werden, wenn alle in die Kasse einzahlen! 
Karin Gärtner, Gräfenroda

Weitere Lesermeinungen

Zum Beitrag „In Kuba gehen die Lichter aus“ vom 15. Februar:

Eine von Menschenhand vorbereitete Katastrophe bahnt sich in Kuba an und erreicht Ende des Monats Februar voraussichtlich ihren Höhepunkt. Ausbleibende Öllieferungen aus Venezuela und Mexiko lassen ein verarmtes Land weiter verarmen. Es wird Todesfälle geben – und die Welt schaut zu. Auch wenn das kommunistische Land nicht ausreichend Wirtschaftsreformen eingeleitet hat, hat doch die „ach so freie westliche Welt“ nicht das Recht, sich auf diese Weise vermutlich des Territoriums zu bemächtigen und sich vielleicht danach als Retter oder gar Heilsbringer hinzustellen. Erschreckend ist zugleich die ausbleibende Reaktion der „Brüdervölker“. Die hat man schon im Fall Venezuelas vermisst. Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist nicht mehr weit!
Friedemann Boelicke, Erfurt

Lage in Kuba
Benzin ist auf Kuba schon lange Mangelware: Jorge Reyes schiebt sein Motorrad zu einer Tankstelle in Havanna und hofft auf Kraftstoff.© Ramon Espinosa/AP/dpa | Ramon Espinosa

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