Zum Beitrag „Müssen Beamte bald in die Rentenversicherung einzahlen?“ vom 14. März:

Gut, dass Sie einige Aspekte klarstellen, die oft unter den Tisch fallen: Wer als Beamter in eine gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, will natürlich eines Tages auch Rente beziehen. Und wird das aufgrund einer besseren Lebenserwartung sogar länger tun als der typische Rentner. Und auch die „Dienstherren“ (Bund, Länder und Gemeinden) müssten bei einer Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung in derselben Höhe wie der Beamte an die Rentenversicherung zahlen, nämlich den Arbeitgeberbeitrag! Gut für die Rentenversicherung, schlecht für den Steuerzahler!

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Ein wesentlicher Aspekt bleibt jedoch unerwähnt: Bei einem Vergleich der Altersbezüge darf man den Beamten nicht mit dem allgemeinen Rentner vergleichen, sondern mit Arbeitnehmern bzw. Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst. Und diesen steht nicht allein die gesetzliche Rentenversicherung zur Verfügung, sondern noch die Zusatzrente, eine Art Betriebsrente. Dadurch kommen Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst nach 40 Dienstjahren auf eine Rente, die nahe dem letzten Nettogehalt liegen kann. Damit stehen sie vermutlich sogar günstiger da als Beamte.

Eine letzte Anmerkung: Die „Aktivrente“ gilt für uns Beamte nicht. Anders als gesetzlich Rentenversicherte können wir aktuell keine 2000 Euro pro Monat steuerfrei kassieren.
Hans-Arno Simon, Erfurt

Weitere Lesermeinungen

Zum Beitrag „Die Rampenhure ist noch wach“ vom 14. März:

Mit Verwunderung habe ich den Artikel über den Auftritt von Reiner Schöne bei den „Weimarer Lesarten“ gelesen. Mein Bruder und ich waren an diesem Abend dabei. Das Bild, das der Text vermittelt, hat mit unserer Erfahrung nichts zu tun. Der Abend war spontan, lebendig und persönlich. Reiner Schöne erzählte frei, spielte Musik, sprang zwischen Erinnerungen, Liedern und Begegnungen. Genau das machte den Charme der Veranstaltung aus. Es wirkte nicht geschniegelt und durchinszeniert, sondern menschlich, künstlerisch und nahbar.

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Besonders beeindruckend war für mich, wie viel Zeit sich Reiner Schöne anschließend für die Besucher nahm. Er sprach mit Menschen, signierte Bücher, hörte zu und begegnete jedem mit großer Freundlichkeit. Diese Offenheit sucht man bei manch anderem Künstler vergeblich.

Der Eindruck, der in Ihrem Artikel entsteht, wirkt dagegen erstaunlich distanziert und beinahe lustlos. Natürlich darf und soll ein Buch kritisch besprochen werden. Doch wer den Abend selbst erlebt hat, konnte auch etwas ganz anderes wahrnehmen: einen Künstler, der mit über 80 Jahren immer noch mit Energie, Humor und großer Lust auf Begegnung auf der Bühne steht.

Vielleicht liegt das Problem also weniger am Abend selbst als an der Erwartungshaltung mancher Beobachter. Nicht jede lebendige, spontane Veranstaltung muss in das enge Raster eines literarischen Feuilletons passen.
Filipe Hermes, Spay

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Zum Beitrag „BSW-Streit um Abstimmung“ vom 14. März:

Man fragt sich, wo befinden sich die BSW-Gewählten, in Thüringen oder sonstwo? In Thüringen muss Politik für Thüringen gemacht werden, von allen gewählten Abgeordneten und unabhängig von ihrem Partei-Führungspersonal. In Thüringen besteht ein Bündnis, von dem erwartet werden darf, dass es unser Land voranbringt. Frau Wagenknecht sollte sich also zurückhalten. Den Fehlgeleiteten sei gesagt: Was kommt wohl nach euch und dieser Regierung? Wenn ihr das wissen wollt, dann weiter so und noch etwas schneller das Chaos herbeigeholt.
Reinhard Dietrich, Erfurt

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Zum Beitrag „Thüringer Wirtschaft wächst 2026 stärker als die deutsche“ vom 13. März:

Kleine Deutschstunde für Journalisten: Max ist größer als Fritz. Was ist die Aussage dieses Satzes? Die eine Person, Max, ist größer als die andere Person, Fritz. Es sind zwei völlig verschiedene Personen. Außer dem Größen-Vergleich haben sie nichts miteinander zu tun. Was bedeutet also diese Überschrift? Thüringen wird mit Deutschland nur verglichen, ist aber kein Bestandteil Deutschlands. Ebenso könnte da auch „China“ oder „Japan“ stehen. Korrekt müsste es heißen: „Thüringens Wirtschaft wächst 2026 stärker als im übrigen Deutschland“ – dann gehören wir Thüringer wieder mit dazu...
Dr. Gerhard Schäfer, Bleicherode

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