Zum Beitrag „Helfen Mini-AKW bei der Energiewende?“ vom 12. März:

Sieh mal einer an! Ursula von der Leyen wird vernünftig. Soeben hat sie pathetisch verkündet, dass der Ausstieg aus der Atomenergie ein „strategischer Fehler“ gewesen sei. Sehr gut bemerkt. Atomkraft hat nur Vorteile: Man muss sie nicht importieren, es gibt keine Preissprünge, sie ist zuverlässig und umweltfreundlich. Atomkraft – ja, bitte!

Kernenergie-Gipfel in Frankreich
Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, spricht während der Eröffnungsplenarsitzung des IAEO-Kernenergiegipfels.© Abdul Saboor/Pool Reuters via AP/dpa | ABDUL SABOOR

Schön, dass die EU-Chefin das einsieht – jetzt, wo der Preis für Gas und Öl durch die Decke geht und sich die grüne Klimalüge von der ständig scheinenden Sonne und dem ewig wehenden Wind in Luft auflöst.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Glaubwürdiger wäre sie, wenn sie zugäbe, sich bislang geirrt zu haben. Dann würde man ihr auch eher glauben, dass sie es diesmal ernst meint.
Dr.-Ing. Manfred J. Fiegler, Schwansee

Weitere Leser-Meinungen

Ebenfalls zu diesem Beitrag:

Es ist schon eine Frechheit, wie Frau von der Leyen versucht, die Atomkraft wieder hoffähig zu machen und dabei Fakten ignoriert. Die neuen Kleinen Modularen Reaktoren (SMR) sind mit 300 MW Leistung alles andere als klein. Sie stecken bislang in der Phase von Projektskizzen fest und würden pro angeschlossenem Megawatt Leistung am Netz noch teurer werden als konventionelle AKW mit hoher Leistung. Über die ungeklärte Atommüll-Entsorgungsfrage redet sie auch nicht.

Windräder hinter Solaranlagen
Windkraftanlagen stehen hinter einem Solarpark. „Strom aus Freiflächensolar und Windkraft kostet je nach Umständen die Hälfte bis ein Zehntel von Atomstrom“, erklärt ein Leser.© DPA Images | Jan Woitas (Archiv)

Sie argumentiert stattdessen mit niedrigen Kosten des mittels Kernkraft produzierten Stroms – eine seit Jahrzehnten verbreitete Lüge. Selbst ohne Berücksichtigung der Ewigkeitskosten aus der „Entsorgung“ des Atommülls errechnet das Fraunhofer-Institut für Atomstrom die höchsten Stromgestehungskosten. Strom aus Freiflächensolar und Windkraft kostet je nach Umständen die Hälfte bis ein Zehntel von Atomstrom.

Frau von der Leyen und alle anderen Atom-Fans sollten sich an die Fakten halten und die AKW weiterhin Geschichte sein lassen.
Dr. Christoph Schnegg, Bad Berka

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