Zum Beitrag „So kann man jetzt günstiger tanken“ vom 12. März:

Wenn künftig nach dem österreichischen Modell um 12 Uhr die Alarmglocken läuten und bei Aral und Shell die Sektkorken knallen, macht sich der deutsche Michel als Tanktourist auf den Weg nach Luxemburg oder Tschechien.
Derweil tuckert die „Ping Shun“ aus China mit 600.000 Barrel Öl an Bord durch die Meerenge von Hormus. Auf der Insel Kharg hat sie das Öl auf der von den Amerikanern erbauten Plattform aufgenommen. Hier fiel bisher kein einziger Schuss. Trump wird sich ja wohl nicht sein eigentliches Kriegsziel selbst zerstören. Wir erhalten derweil Ratschläge zum Spritsparen. Nun will Trump sogar gegenüber Russland die Sanktionen lockern, um den Ölhandel aufzubessern. Wie verlogen doch Politik sein kann!
Friedemann Boelicke, Erfurt

Weitere Lesermeinungen

Zum Beitrag „Weniger Bürokratie …“ vom 13. März:

Das wünschen sich alle. Leider gibt es dafür kein Konzept. Eigentlich sollte man erwarten, dass diese Aufgabe von einem Minister für Digitales umgesetzt wird, denn hier liegen die Schwerpunkte zur Effektivitätssteigerung in Wirtschaft und Verwaltung – und nicht im Geldausgeben für schnelles Internet von Tausenden Haushalten für „schnellen Spaß und Unterhaltung“.
Haben die Verantwortlichen in Land und Bund wenigstens erfahrene Software-Spezialisten zur Seite, die für die Rationalisierung von Organisations- und Verwaltungsprozessen die nötigen Kenntnisse besitzen? Es drängen immer mehr junge Leute in die Verwaltungen wegen des sicheren Arbeitsplatzes und wahrscheinlich mit einer Ausbildung, die zu Zeiten des Telefons, des Faxes und der Ärmelschoner der absolute Fortschritt war. Wo sind die leistungsstarken „Software-Schmieden“ und die motivierten jungen Leute, die hier den Fortschritt mitbestimmen wollen?
Peter Giesemann, Niederroßla

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Zum Beitrag „Messe Erfurt in der Kritik“ vom 12. März:

Ich fasse es nicht! Die Freiheit geht über alles. Diesen Satz unterschreibe ich mit meinen reichlich 60 Jahren Lebenserfahrung nahezu uneingeschränkt. Und er wird auch auf vielen Ebenen mit Recht immer wieder betont. Nun aber beschneidet eine maßgebliche Einrichtung wie die Erfurter Messe ihre eigene Freiheit für politische Kräfte, welche genau diese gefährden. Betroffen sind wir alle als demokratische Gesellschaft! Die Aussage, dass eine rechtliche Verpflichtung bestehe, einen Vertrag abzuschließen, ist an sich schon grotesk. Denn ein Vertrag ist doch das Ergebnis eines gemeinsamen freien Willens derjenigen, die ihn schließen. Wenn jetzt eine vermeintliche rechtliche Pflicht genau diese Vertragsfreiheit beschränkt, um einer demokratie- und damit auch freiheitsgefährdenden Partei wie der AfD ihr übles Treiben zu ermöglichen, dann frage ich mich ernsthaft, auf welchen Grundfesten unsere Gesellschaft steht. Und wenn die Erfurter Messe dann noch betont, damit Raum geben zu wollen für Austausch, Diskussion und Begegnung, dann bleibt mir endgültig die Spucke weg. Der 4. Juli wird zeigen, welch Bärendienst damit all dem erwiesen wird, was wir nun alle erneut an diesem Tag aktiv zu verteidigen aufgerufen sind.
Matthias Altmann, Weimar

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