Zum Beitrag „Geisterdörfer verhindern“ vom 19. März:
Den Geisterdörfern werden wir nicht ausweichen können, wenn die Bevölkerung in den nächsten 14 Jahren laut Bertelsmann-Studie um bis zu 300.000 Einwohner in Thüringen sinkt. Da braucht es einen Plan, wie das Schrumpfen aktiv begleitet und die Bevölkerung bei dieser Entwicklung mitgenommen wird. Ich frage mich, wie Stadträte vor diesem Hintergrund noch Baugebiete ausweisen können und die Zerstörung von Naturflächen als Erfolg feiern.
Katrin Konrad, Gehren
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Weitere Lesermeinungen
Zum Beitrag „Nicht unser Krieg?“ vom 18. März:
„Nicht unser Krieg?“, fragt Jörg Quoos und ich sage, das Fragezeichen gehört da nicht hin! Es ist nicht unser Krieg, aber wir werden die Konsequenzen erleben und spüren sie schon. Und trotzdem muss da eine klare Trennung sein. Amerikaner und Israelis haben diesen Krieg begonnen und sich offenbar ganz schnelle Erfolgs-Chancen ausgerechnet, die nicht eintreten. Es gab auch keine Absprache mit anderen Staaten, die jetzt zu Hilfe gerufen werden, und natürlich war es eine Verletzung des Völkerrechtes. Das hat aber sowieso kaum noch eine Bedeutung, wenn militärisch machtvolle Länder ihre Interessen durchsetzen wollen.
Und was soll der Hinweis auf ein „Terrorregime“ – da gibt es noch mehr auf der Welt, es ist der ganz irrsinnige Glaube, man könne sie alle wegbomben! Die Konsequenzen sehen wir ja: alle sind irgendwie in die Folgen des Krieges mit hineingezogen durch die Blockade der Straße in Hormus und die Bedrohung der Weltwirtschaft. Ich bin froh, dass Deutschland und die EU nicht auf militärisches Eingreifen setzen, sondern auf Verhandlungen nach dem Ende der Bombardierungen. Aber wie kann das erreicht werden? Möglichst schnell! Es käme zu einem Schreckensszenario, wenn das nicht gelingt!
Gabriele Phieler, Eisenach
Zum Beitrag „Müssen Beamte bald in die Rentenversicherung einzahlen?“ vom 14. März
Insgesamt betrachtet ist die schlechteste, da teuerste Variante für die Steuerzahler, wenn es Ruheständler gibt, die alleine aus Steuermitteln zu finanzieren sind, da dieser Personenkreis im Berufsleben nichts in eine entsprechende Kasse einzahlt. Der Bund müsste die Kosten für alle Ruheständler als Summe betrachten, denn inzwischen haben die ungebremst steigenden Ausgaben für 1,4 Millionen Pensionäre fast die Höhe des Bundeszuschusses für 22 Millionen Rentner erreicht. Die Zusatzrente im öffentlichen Dienst ist kein Geschenk, denn die Beschäftigten müssen hierfür auch zwei bis acht Prozent ihres Gehaltes zusätzlich zum Beitrag für die Rentenversicherung einzahlen.
Den Höchstbetrag kann nur erreichen, wer bereit ist, 40 Jahre auf acht Prozent seines Gehaltes zu verzichten. Bei uns übrigens erst ab 2037 möglich. Bei der Aktivrente wird nichts kassiert, sondern man muss dafür arbeiten. Das ist auch für Pensionäre möglich, wenn sie eine sozialversicherungspflichtige Arbeit annehmen. Einfach auf einer Beamtenposition sitzenbleiben, geht da natürlich nicht.
Wolfgang Schiffmann, Erfurt
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