Zum Beitrag „Experte über Spritpreise: Das ist dreist“ vom 20. März:

Die Spritpreise in Deutschland sind nicht nur dreist, sondern eine absolute Frechheit! Wir Deutschen werden abgezockt und halten wieder einfach still! Da werden „Experten“ befragt, wie es sein kann, dass in Deutschland die Preise um bis zu 50 Cent je Liter Kraftstoff teurer sind als in den übrigen Ländern der EU. Und diese Experten antworten in ihrer fachlichen Weisheit nur nebulös. Dabei müssten doch diese Experten die Absprachen der Ölkonzerne bestens kennen.
Unsere Regierung laviert derweil mit Vorschlägen, die wieder nichts bewirken werden und wenn doch, dann erst viel zu spät! Jetzt braucht der Bürger die Entlastung beim Tanken! Da hilft es nicht, wenn die Mineralölkonzerne verpflichtet werden sollen, nur noch einmal am Tag die Kraftstoffpreise anheben zu dürfen! Es ist damit zu rechnen, dass die Basispreise dann weiter steigen werden, hingegen Preissenkungen nur sehr moderat ausfallen werden.
Bei allem Verständnis für die kapitalistischen Marktregularien frage ich mich doch: Warum können bei uns nicht auch die Preise bei einer bestimmten Obergrenze gedeckelt oder der staatliche Steueranteil reduziert werden? Alle anderen Vorschläge der Regierung müssen erst langwierig diskutiert und beschlossen werden, was dauert und dauert.
Die Wirtschaft liegt am Boden, die Infrastruktur ist zu großen Teilen marode, die Arbeitslosigkeit erreicht wieder Höchstzahlen, für Bildung und unsere Kinder ist nicht genug Geld da. Der Frust in allen Bereichen wächst, aber Milliarden für Rüstung und Ukraine sind da! Da können noch so viele „Experten“ befragt werden, ich bin der Meinung, wir gehen den falschen Weg!
Harald Eisentraut, Nordhausen

Zum Beitrag „Schwere Vorwürfe gegen das Bistum Erfurt“ vom 21. März:

Dass die unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bistum Erfurt ihre Arbeit macht und darüber berichtet, ist notwendig und richtig. Dass die Vorsitzende der Kommission, Frau Dr. Brune, den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Jahresberichtes 2025 im Wissen um den Termin des Trauergottesdienstes für Bischof Dr. Wanke auf den Vortag legt bzw. an dem geplanten Termin der Veröffentlichung festhält, ist für mich unverständlich, pietätlos und in keiner Weise nachvollziehbar.

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Die Trauerfeier und somit das Gedenken an den Verstorbenen wurde damit, nicht nur in der Berichterstattung, überlagert von Problemen zwischen dem Bistum und der Kommission, die auch ein paar Tage später hätten veröffentlicht werden können. Aus eigener Erfahrung kann ich auch die vorgetragene Beschreibung von Weihbischof Dr. Hauke nicht teilen.
Winfried Weinrich, Erfurt

Weitere Lesermeinungen

Zum Beitrag „Ungarns Premier Orbán sprengt den EU-Gipfel“ vom 19.März:

Der ausführliche Beitrag enthält die Aussage: „Orbán wirft den Ukrainern vor, die Reparatur (der Öl-Pipeline Druschba) absichtlich zu verschleppen - was diese weit von sich weisen.“ Es darf daran erinnert werden, dass 2022 nachweislich eine Gruppe ukrainischer Staatsbürger die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee gesprengt hat, durch die russisches Gas nach Deutschland gepumpt worden war. Dieser Sabotageakt wurde höchstwahrscheinlich vom ukrainischen Geheimdienst ausgeführt. Da er sich gegen einen anderen Staat richtete, der sich zudem mit der überfallenen Ukraine solidarisiert hatte, geschah dies ebenso wahrscheinlich nicht ohne Absprache mit Präsident Selenskyj, der sich vermutlich die Rückendeckung vom US-Präsidenten Joe Biden geholt hatte.

Ungarns Regierungschef Orban trifft Putin in Moskau
Demonstrative Freundschaft: Der russische Präsident Wladimir Putin (rechts) und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban schütteln sich während ihres Treffens im November 2025 im Kreml in Moskau die Hände. © Alexander Nemenov/Pool AFP via AP/dpa | ALEXANDER NEMENOV

Die damalige Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz nahm diesen Gewaltakt widerspruchslos hin. Dank dieses Ereignisses entzog sie sich einerseits dem Vorwurf, die Kriegskasse Putins zu füllen, und andererseits dem Vorwurf des Vertragsbruchs. Um die Lieferausfälle zu kompensieren, wurden rasch LNG-Terminals eingerichtet und Flüssiggas, etwa aus den USA, eingeführt. Die höheren Kosten trugen die deutschen Verbraucher. Einer der Hauptverdächtigen der Sprengung wurde im November 2025 von Italien an Deutschland überstellt. Man darf auf die Ermittlungsergebnisse der Bundesanwaltschaft, die Reaktion der Bundesregierung und die Reflexion der Medien gespannt sein.
Hans-Jürgen Hätzold, Erfurt

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